Repräsentanten: Peter Nagel, Dieter Asmus, Nikolaus Störtenbecker.
Zero
Künstlervereinigung in Düsseldorf (1957 bis 1967), deren Mitglieder wichtige Beiträge zur kinetischen Kunst und zur Lichtkunst leisteten. Repräsentanten: G. Uecker, Heinz Mack, Otto Piene.
Übung 69
Lesen Sie den folgenden Text über den „Blauen Reiter“ und wählen Sie das Wort, das in den Satz passt. Es gibt nur eine richtige Lösung.
Wassily Kandinsky - ein junger russischer Künstler — war (0) Beginn unseres Jahrhunderts von Moskau nach München gekommen. Dort gab er Gabriele Munter Malunterricht und verliebte sich in seine talentierte Schülerin. Die beiden waren befreundet mit dem russischen Malerpaar Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin, die wie Kandinsky nach München gekommen waren, um hier Malerei zu studieren.
Im Spätsommer des Jahres 1908 trafen sich die vier in Murnau und bezogen in einem Gasthof Quartier. Dort entstanden leuchtende farbige (1), vor allem Landschaftsstudien von großer Expressivität. Begeistert von der (2) Lage des Ortes und den außerordentlichen künstlerischen Impulsen, kaufte Gabriele Münter im folgenden Jahr ein Haus in Murnau, das zu einem Treffpunkt der Künstlerfreunde wurde. Einige Zeit später gründete Kandinsky die Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“, der unter anderem auch die Maler Franz Marc und August Macke (3). Später stieß noch Paul Klee (4) Gruppe. Kandinsky schreibt zu der Namensfindung: „Den Namen "Der Blaue Reiter" fanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf; beide liebten wir Blau, Marc - Pferde, ich - Reiter.“ Am 18. Dezember 1911 wurde die erste (5) ihrer Bilder eröffnet. Für die damalige Zeit war ihre (6) äußerst revolutionär. Mit ihren avantgardistischen Bildern in bevorzugt leuchtenden Farben wie Blau, Grün, Rot und Gelb (7) sie, selbst bei Malern, die sich für fortschrittlich hielten, auf heftige Kritik.
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges setzte den eben erst (8) Aktivitäten ein Ende. Die Russen, (9) ihnen Kandinsky, Jawlensky und Werefkin, mussten Deutschland verlassen. Andere Künstler zogen als Soldaten in den Krieg. Macke und Marc fielen auf den Schlachtfeldern in Frankreich.
Obwohl der ,,Blaue Reiter“ nur kurze Zeit bestehen konnte, wirkte die Idee in vielen (10) der abstrakten Kunst weiter, und die Bilder der Gruppe wurden zum Wegbereiter der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts.
(0) (3) (6) (9)
A) zu A) gehörten A) Kunst A) unter
B) gegen B) zuhörten B) Beschreibung B) mit
C) bei C) angehörten C) Künstlerschaft C) bei
D) an D) anhörten D) Art D) zwischen
(1) (4) (7) (10)
A) Modelle A) auf der A) stießen A) Bereichen
B) Skizzen B) zu der B) fanden B) Ländern
C) Motive C) in die C) gerieten C) Epochen
D) Gemälde D) in der D) äußerten D) Kreisen
(2) (5) (8)
A) künstlerischen A) Aufführung A) anzufangenden
B) malerischen B) Darbietung B) anfänglichen
C) dekorativen C) Darstellung C) begonnenen
Übung 70
Informieren Sie sich über die wichtigsten Museen in Deutschland:
Mit Recht kann man Deutschland ein Land der Museen nennen. Neben zahlreichen Landes-, Heimat-und Stadtmuseen gibt es auch historische und völkerkundliche Museen sowie Museen, die den Werdegang der Wissenschaft und Technik thematisieren (z.B. Naturkunde-, Bergbau-, Schiffahrtsmuseum). Außerdem bestehen seit geraumer Zeit viele Kunstmuseen und Galerien. Zahlreiche Schatzkammern sowie Diözesan-, Dom-, Residenz-, Burg- und Schlossmuseen haben auch viele Kunstgegenstande (Gemälde, Skulpturen, kunstgewerbliche Erzeugnisse) zu bieten.
Die Entstehungsgeschichte der Museen und ihrer Sammlungen ist unterschiedlich. Den meisten Museen liegen Kollektionen deutscher Könige, Fürsten oder Herzoge zugrunde. Viele Kunstschatze waren auch im Besitz der katholischen Kirche. Einige Museen sind aus privaten Sammlungen wohlhabender Bürger hervorgegangen (u.a. das Wallraf-Richartz-Museum in Köln). Viele deutsche Museen haben den Entdeckern und Erforschern fremder, oft exotischer Kulturen bedeutende Kunstschatze aus Vorderasien, Orient, Afrika und Sudamerika zu verdanken.
Alle Museen Deutschlands sind seit 1917 im Deutschen Museumsbund zusammengeschlossen, was ihre fruchtbare Zusammenarbeit und regen Erfahrungsaustausch wesentlich erleichtert. Die reichsten und berühmtesten Kunstmuseen Deutschlands befinden sich in Berlin, München, Dresden, Leipzig, Köln, Essen, Hamburg, Stuttgart, Karlsruhe und Düsseldorf.
Diese Galerie ist als eines der besten Kunstmuseen der Welt bekannt. 1945 haben sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Schatze vor Vernichtung gerettet. Nach sorgfältigen Restaurationsarbeiten, die von den besten Fachleuten der Sowjetunion durchgeführt worden waren, gab unser Land dem deutschen Volk die Gemälde zurück.
Die Bestände dieser Kunstsammlung sind in der sog. Sempergalerie, dem spätesten Bau des Dresdener Zwingers, untergebracht. Dieses Gebäude wurde 1847-54 von dem berühmten deutschen Architekten Gottfried Semper entworfen und gebaut. Die Sammlung der Sempergalerie umfasst die Werke der deutschen und europäischen Kunst des XV.-XVIII. Jh. Besonders voll und repräsentativ sind hier altdeutsche Maler sowie Meister der flämischen, holländischen, spanischen, italienischen und französischen Kunst vertreten. In der Galerie können die Besucher die Werke von Raffael, A. Dürer, L. Cranach d. A., H. Holbein d.J., A. van Dyck, F. Hals, P.P. Rubens, Tizian, Rembrandt, J. Vermeer, N. Poussin, , D. Velazquez, A. Watteau, Canaletto u.a. bewundern. Unter ihren Schatzen befinden sich solche berühmten Bilder wie "Der Zinsgroschen" Tizians, "Bildnis eines jungen Mannes" Dürers, "Selbstbildnis mit Saskia" Rembrandts, "Brienesendes Mädchen" Vermeers, "Schlummernde Venus" Giorgiones, "Bildnis des Sieur de Morette" Holbeins, "Schokoladenmädchen" J.-E. Liotards, "Die sieben Schmerzen Maria" Dürers, "Bildnis eines Knaben" Pinturiccios u.a. Aber die Perle der berühmten Sammlung ist selbstverständlich die "Sixtinische Madonna" von Raffael, die um 1513 für den Hochaltar der Kirche San Sisto in Piacenza gemalt wurde. Viele Tausende von Besuchern bewunderten dieses schone Bild; viele berühmte Dichter und Künstler brachten ihre Eindrücke von diesem Meisterwerk der Malerei zu Papier. Das sind Zeugnisse der Begeisterung von dem Talent des großen Italieners, von der Macht der Kunst. Der russische Schriftsteller W. Weressajew schrieb von der Madonna: "Ich sah sie an. Es schien mir, als lebe sie, als gleite die Wolke über ihr liebes junges Gesicht und schwebe wieder fort... Sie war so voller Leben, voll Liebe zum Leben und zur Erde... Und doch druckte sie ihren Sohn nicht an die Brust, versuchte nicht, ihn vor der Zukunft zu bewahren. Im Gegenteil, sie hielt ihn so, dass er dem Kommenden das Gesicht zuwandte. Und ihr ernstes Antlitz schien zu sagen: "Schwere Zeiten sind gekommen, wir werden keine Freude erleben. Aber etwas Großes muss vollbracht werden, und gesegnet sei er, weil er diese große Tat auf sich nimmt".
Das zweite große Kunstmuseum Dresdens, das Albertinum, beherbergt viele berühmte Kollektionen: die Skulpturensammlung (vorwiegend Plastik der Antike), das Grüne Gewölbe sowie die Gemäldegalerie Neue Meister, die in erster Linie der deutschen Malerei des XIX-XX. Jh. gewidmet ist und die Werke nach 1945 sammelt.
Das Grüne Gewölbe ist Aufbewahrungsort von Gold und Brillanten, von verschiedenen Edelsteinen und schonen kunsthandwerklichen Arbeiten. Schon die Namen der Raume verraten ihren Inhalt: das Elfenbeinzimmer, das Emaillezimmer, der Pretiosensaal, das Wappenzimmer, das Bronzezimmer, das Juwelenzimmer.
Die Gemäldegalerie Neue Meister, die in zwölf Oberlichtsälen, drei größeren Seitensälen und mehreren kleineren Kabinetten untergebracht ist, enthalt viele schone Werke des Klassizismus, der Romantik, der realistischen Malerei des XIX. Jh. sowie des deutschen und französischen Impressionismus. Hier kann man z.B. solche hervorragenden Kunstwerke wie "Kreuz im Gebirge" von CD. Friedrich, "Brautzug im Frühling" von L. Richter, "Ein Nachmittag im Tuileriesgarten" von A. von Menzel sowie reizvolle kleine Bilder von C. Spitzweg und Dresdener Ansichten von J.C. Dahl bewundern. Die Sammlung der französischen Kunst zeichnet sich durch Vollständigkeit und hohen künstlerischen Wert aus: G. Courbet mit seinem Gemälde "Landschaft", A. Renoir mit dem "Bikinis eines Offiziers", die reizenden "Zwei Tänzerinnen" von E. Degas, das farbenfrohe Bild von P. Gauguin, Plakate und Zeichnungen von H. de Toulouse-Lautrec sowie Gemälde von C. Monet, E. Manet und V. van Gogh. Die Sammlung der französischen Kunst wird mit schonen Plastiken A. Rodens, A. Maillols, Ё.-А. Bourdelles und Ch. Despiaus gekrönt.
Unter den Museen Münchens genießt die Alte Pinakothek einen besonderen Ruhm. Ihre Entstehungsgeschichte ist für viele deutsche Kunstmuseen typisch: den Grundstock der Galerie bildete die Sammlung des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern, der 1528 den besten Malern jener Zeit die Auftrage erteilte, große historische Ereignisse in Gemälden darzustellen. Eines dieser Bilder war die berühmte "Alexanderschlacht" von A. Altdorfer (1529). Im XVII. Jh. war der bayerische Kurfürst Maximilian I. ein leidenschaftlicher Sammler. Ihm hat die Alte Pinakothek viele Werke A. Dürers, z.B. "Vier Apostel" zu verdanken. Als Anfang des XIX. Jh. viele Kirchen und Kloster säkularisiert wurden, gelangten in die Münchner Galerie zahlreiche Werke der altdeutschen Kunst. Viele Meisterwerke der niederländischen Malerei (u.a. die Gemälde von Rubens und van Dyck), die heute die Säle der Alten Pinakothek schmucken, wurden 1806 wahrend der Übertragung der Düsseldorfer Galerie nach München gebracht. Die Erwerbung der Pfälzischen Galerie von Zweibrücken bereicherte die Bestände der Galerie mit wertvoller französischer Sammlung.
Der Name der Galerie ist griechischen Ursprungs und bedeutet "Gemäldesammlung". Das heutige Gebäude der Alten Pinakothek wurde von Leo von Klenze entworfen und 1825-36 gebaut. Im imposanten zweistöckigen Gebäude, das 13 Säle und 23 Kabinette hat, sind die Werke der europäischen Malerei des XIV-XVIII Jh. ausgestellt. Im Erdgeschoß befinden sich die Kollektionen "Altdeutsche - Teil II" sowie "Deutsche und Niederländer zwischen Renaissance und Barock". Das Obergeschoß bietet den Besuchern die Abteilungen "Altdeutsche - Teil I", "Niederländer", "Italiener", "Spanier", "Franzosen". Die Alte Pinakothek zahlt zu den berühmtesten Galerien der Welt. Ihre Säle beherbergen vortreffliche Werke von H.B. Grien, H. Bosch, J. Breughel d. A., P. Breughel d. A., L. Cranach d. A., J. van Eyck, F. Goya, M. Grunewald, F. Hals, H. Holbein d. A., H. Holbein d.J., L. da Vinci, Michelangelo, Raffael, P.P. Rubens, A. Altdorfer, A. Dürer, Tizian, Rembrandt, El Greco.
Viele Kunstmuseen Deutschlands haben reiche Skulpturen- bzw. Plastiksammlungen, darunter die Kollektionen der römischen und hellenistischen Bildwerke im Pergamon-Museum zu Berlin und die Skulpturensammlung in Berlin-Dahlem, die zahlreiche Werke berühmter altdeutscher Meister sowie der Bildhauer der italienischen Renaissance enthalt. Aber die Münchener Glyptothek ist einzigartig: schon ihr Name weist auf die Zielsetzung des Museums hin (griechisch "Skulpturensammlung"). Die Glyptothek wurde 1816-30 ebenso wie die Alte Pinakothek im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig I. von L. von Klenze errichtet. Das Gebäude der Glyptothek gilt als erster zweckgebundener Museumsbau in Deutschland. In diesem Entwurf wurden vom Baumeister viele antike bzw. klassizistische architektonische Elemente benutzt: die ionische Säulenvorhalle, der Säulenportikus u.a. Im Giebelfeld des Säulenportikus steht die Figur der Athene, der Patronin von plastischen Künsten. Sie stellt einen Teil der Marmorgruppe dar, die von L. Schwanthaler nach einem Modell von M. Wagner ausgeführt wurde. In den Sälen der Glyptothek sind altgriechische und römische Skulpturen ausgestellt.