Материал: 00519

Внимание! Если размещение файла нарушает Ваши авторские права, то обязательно сообщите нам

Merkmale: ca. 1730-1760 Luxus des Leichten

Der Adel lässt sich feiern. Die Schäferspiele, Hirtenszenen und Feste am Hofe werden gemalt. Das Gekünstelte der höfischen Gesellschaft findet sich in der Darstellung erträumter Situationen wieder. Das Verschnörkelte des Rokoko (von Rocaille - Muschelform), die verspielten Formen, das Dekorative zeigt sich auch in Möbeln, Porzellan, Kunsthandwerk und der Architektur. Bedeutende Baumeister des Rokoko: Brüder Asam, Balthasar Neumann, Dominikus Zimmermann, Matthäus Daniel Pöppelmann.

Klassizismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Deutschland, 1751-1829 Gottlieb Schick, Deutschland, 1776-1812 Jacques Louis David, Frankreich, 1776-1825

Merkmale: ca. 1770 - 1830 Dem Wahren, Schönen, Guten

Themen und Formen der klassischen Antike liefern die Vorbilder. Im Geiste der philosophischen Aufklärung und der französischen Revolution werden moralische Ansprüche laut und in strengen Kompositionen geäußert. Historienbilder, Heldendarstellungen und bürgerliche Porträts erscheinen in harten Linien und klarem Licht. Seine deutlichste Ausprägung erfuhr der Klassizismus in Architektur und Stadtplanung fürstlicher Residenzen des aufgeklärten Absolutismus. Bezeichnend sind blockartige, streng gegliederte Bauformationen mit vorgesetzten Säulenordnungen. Wichtige Vertreter der Architektur: Carl Gotthard Langhans, Karl Friedrich Schinkel, Friedrich August Stüler.

Romantik Merkmale: ca. 1780-1830 "Schläft ein Lied in allen Dingen" (Joseph v. Eichendorff, Dichter der Romantik, 1788-1857)

Die Maler der deutschen Romantik entdecken die Seele, das Gefühl. Sie malen Märchen, zeigen Menschen in übermächtiger Natur. "Wie in einem Roman" - also bedeutungsvoll, gefühlvoll, traumhaft, fabulierend - sehen sie die Welt. Diese Gefühl von Verzauberung, von dem Sagen und Mythen erzählen, wollen die Künstler mit ihrer Phantasie neu erwecken.

Der Ausdruck Historismus bezeichnet in der Stilgeschichte der Baukunst ein Phänomen des 19. Jahrhunderts, bei der man auf ältere Stilrichtungen zurückgriff und diese nachahmte. Einen großen Einfluss übte dabei die Romantik aus, die einen Sinn für das historisch Bedingte entwickeln half. Gelegentlich wurden auch mehrere Stile in einem Gebäude gemischt. Stile des Historismus: Neugotik, Neorenaissance, Neuromanik, Neobarock, Neorokoko

Biedermeier

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Carl Spitzweg; Deutschland; 1808-1885 Adolph von Menzel; Deutschland; 1815-1905 Ferdinand Waldmüller; Österreich; 1793-1865

Merkmale der Biedermeier-Epoche: Trautes Heim - Glück allein

Häuslichkeit und Geselligkeit in Familie und Freundeskreis sowie die Heimat liefern den Malern in Deutschland die Motive und Themen. Gemalt wird überwiegend in warmen, dunklen Naturtönen frei von jeglichem Pathos. Die bürgerlichen Tugenden der Bescheidenheit, Ordnung, Sauberkeit werden dargestellt - manchmal mit einem kleinen Augenzwinkern.

Realismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Wilhelm Leibl, Deutschland, 1844-1900 Gustave Courbet, Frankreich, 1819-1877 Camille Corot, Frankreich, 1796-1875

Merkmale: ab ca. 1840 Wirklichkeit als Programm

Als fortwährend wiederkehrende Erscheinung ist der Realismus in der bildenden Kunst durch seine schillernde Vielfältigkeit nur schwer eindeutig zu definieren. Elemente dieser Stilrichtung sind ebenso in der Kunst des alten republikanischen Rom zu finden wie in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, da bürgerliche Gesinnung und weltliche Lebensnähe in die bis dahin christlich transzendent orientierte Geisteswelt einbrachen. Danach folgten realistische Züge in der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Am Stärksten ausgeprägt war der Realismus jedoch im 19. Jahrhundert. Die Menschen werden in ihrer alltäglichen Welt gezeigt: als Arbeiter in der Fabrik, als Bauern auf dem Feld. Die gesellschaftliche Realität, in der die Industrie expandiert, die Bevölkerungszahl explodiert, soll möglichst echt und objektiv, unsentimental dargestellt werden. Entsprechend dieser Themen sind die Bilder eher düster, die Menschen wirken in sich gekehrt.

Impressionismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Pierre-Auguste Renoir, Frankreich, 1841-1919 Claude Monet, Frankreich, 1840-1883 Camille Pissaro, Frankreich, 1830-1903 Edouard Manet, Frankreich, 1832-1883

Merkmale: ab ca. 1870 Faszination des Augenblicks

Der erste "Eindruck" entscheidet. In flüchtigen Momentaufnahmen werden Gegenstände in Licht aufgelöst, Formen in Farben übertragen. Diese "Impressionen" (Eindrücke) der sich wandelnden, bewegenden Welt werden mit feinen Farbtupfern auf der Leinwand festgehalten.

Symbolismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Arnold Boecklin, Schweiz, 1827-1901 Dante Gabriel Rossetti, England, 1828-1882 Gustave Moreau, Frankreich, 1826-1898

Merkmale: ab ca. 1860 Verschlüsselte Welten

Geheimnis, Ahnung und Symbol prägen die Bilder. Dargestellt werden Motive der antiken Mythologie, biblische Allegorien sowie Themen der gesamten europäischen Literatur. Aufgewühlte Gefühle, phantastische Visionen, Unerklärliches stehen dabei im Mittelpunkt. Verinnerlichung und eine Atmosphäre des Irrealen gehen von diesen Bildern aus.

Die ersten symbolistischen Anregungen in der bildenden Kunst (vor allem Malerei und Graphik) kamen von den französischen Malern, wie z. B. Gustave Moreau und Odilon Redon, deren Gemälde und Zeichnungen oftmals Traumbilder oder religiöse oder mythologische Themen aufgriffen. Paul Gauguin, der mit Jakobs Kampf mit dem Engel (1888, National Gallery of Scotland, Edinburgh) selbst ein Beispiel symbolistischer Malerei vorgelegt hatte, organisierte die erste Ausstellung der Symbolisten (1889-1890) bei der Pariser Weltausstellung. Beeinflusst von zeitgenössischen symbolistischen Dichtern entstanden zwischen 1889 und 1900 symbolistische Arbeiten von Maurice Denis, Pierre Bonnard und Edouard Vuillard, die die Gruppe Nabis gründeten. In Deutschland werden Max Klinger und Franz von Stuck, in Österreich Gustav Klimt und in der Schweiz Arnold Böcklin sowie Ferdinand Hodler dem Symbolismus zugerechnet. Der Symbolismus mit seiner subjektiven Auffassung von Malerei und seiner traumhaft-visionären bzw. märchenhaft-beschwörenden, Tod und Eros thematisierenden Motivik, übte u. a. starken Einfluss auf Fauvismus, Expressionismus und Surrealismus aus. Formal wirkte hierbei vor allem der Versuch vieler Symbolisten, ihrer Thematik gemäß eine antiillusionistische, gegen die gängige Zentralperspektive und gegen Wahrnehmungsmuster rebellierende Formauffassung zu etablieren, die nicht zuletzt Farblichkeit und Flächigkeit der Bildkomposition ins Zentrum rückte.

Jugendstil

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Alfons Mucha, Deutschland, 1860-1939 Gustav Klimt, Österreich, 1862-1918 Henri de Toulouse-Lautrec, Frankreich, 1864-1901

Merkmale: ab ca. 1900 Einzug des Ornaments

Die Zeitschrift "Die Jugend", in der junge Künstler moderne Ideen veröffentlichen, erscheint seit 1896 in München und gibt dieser neuen Kunstströmung ihren Namen. Typisch sind die pflanzlichen Formen, die geschwungenen Ornamente auch in der erstmals auftretenden Schrift- und Plakatkunst.

Fauvismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Henri Matisse, Frankreich, 1869-1954; Albert Marquet; Frankreich; 1875-1947

Merkmale des Fauvismus: ab ca. 1905 Befreiung der Farbe

Der Fauvismus revolutionierte das Farbkonzept der modernen Kunst. Die Fauvisten lehnten die weichen, schimmernden Farbtöne der Impressionisten ab und bevorzugten die kräftige Farbgebung der Neoimpressionisten Paul Gauguin und Vincent van Gogh. Ihre poetische Ausdruckskraft erzielten die Fauvisten durch kraftvolle Linienführung, vereinfachte, aber dramatische Oberflächengestaltung und intensive Farbgebung, wie sie zur selben Zeit auch im Expressionismus zu finden war.

Expressionismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: August Macke; Deutschland; 1887-1914 Emil Nolde; Deutschland; 1867-1956 Ernst Ludwig Kirchner; Deutschland; 1880-1938

Merkmale des Expressionismus: ab ca. 1905 Heftiger Ausdruck

Der Expressionismus erreichte im frühen 20. Jahrhundert und besonders in Deutschland seinen Höhepunkt. Als Reaktion auf den Impressionismus, der die äußere Erscheinung der Welt in Malerei verwandelt hatte, kennzeichnet ihn der Verzicht auf illusionistische Oberflächenreize zu Gunsten des Ausdrucks einer inneren Empfindung. Der Blick richtete sich von außen nach innen, von der Natur auf den Geist.

Um diese Erfahrung zum Ausdruck zu bringen, schufen die Expressionisten eine einfache, direkte Bildsprache, deren Vokabular aus einer ungebrochenen, starken, großflächigen Farbigkeit, einer dramatischen Pinselführung, sowie einer ausdruckssteigernden Deformierung bestand. Ähnlich wie die Kubisten wandten sich diese Künstler gegen die eindrucksstarke Sinneskunst des Impressionismus, verarbeiteten aber zugleich das durch ihn gewonnene unmittelbare Farb- und Lichterlebnis zu Gunsten eines starken Ausdrucksgehaltes. Im Gegensatz zum mediterranen, zukunftsoptimistischen Futurismus, der zeitgleich in Italien die Wende zu einem modernen Positivismus der Kunst einleitete, ist der Expressionismus von der Schwermut des Zweifels geprägt.

Expressionistische Architektur ist ein fast ausschließlich deutsches Phänomen, das in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg bis Ende der 20er Jahre Bauten hervorbrachte. Sie nutzte runde und gezackte Formen. Backsteinbauten sind besonders typisch für die expressionistische Architektur. Darüber hinaus wurde auch mit Beton gearbeitet. Auffällig ist der Hang zum Gesamtkunstwerk in fast allen Bauten und Inneneinrichtungen. Häufig wurden auch Skulpturen, insbesondere als Relief, in die Architektur einbezogen.

Kubismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Pablo Picasso, Spanien, 1881-1973 Georges Braque, Frankreich, 1882-1963

Merkmale: ab ca. 1907 Viele Blickwinkel statt einer Perspektive

Der Kubismus war eine der ersten Kunstrichtungen, die sich zeitgleich mit der manifestartigen Proklamation einer neuen Kunst durch den italienischen Futurismus, der Abstraktion näherten. Großen Anteil an der Entwicklung des Kubismus in der Malerei hatten der französische Künstler Georges Braque und der Spanier Pablo Picasso. Seinen Höhepunkt erreichte der Kubismus um 1914. Der Kubismus wandte sich gegen den Formenkanon der realistischen Darstellung, wie er seit der Renaissance verbindlich war, und stellte als abstrakte und später gegenstandslose Kunst einen entscheidenden Wendepunkt in der Kunstgeschichte dar. Er verstand sich als Revolte gegen die Sentimentalität und den Realismus der Malerei des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und wandte sich gegen die Betonung von Licht und Farbe und gegen den Mangel an Form, beides typische Charakteristika des Impressionismus. Beeinflusst wurde der Kubismus auch von der afrikanischen und ozeanischen Kunst.

Die Grundsätze des Kubismus sind in dem Satz des französischen spätimpressionistischen Malers Paul Cezanne zusammengefasst: "Alle Formen in der Natur lassen sich auf Kugel, Kegel und Zylinder zurückführen."

In der frühen Phase, dem analytischen Kubismus, gingen die Künstler vom Gegenstand aus, brachen die Konturen des Motivs auf und zerlegten es in kubische Formelemente. Sie verzichteten auf Raumwirkungen und Perspektive und reduzierten die Palette auf wenige Farben, vor allem Grau-, Braun- und gedämpfte Grüntöne. Sie begannen ferner, Buchstaben und Zahlen in ihre Kompositionen zu malen. Später klebten sie gefundene Etiketten, Billette, Zeitungsausschnitte, Tapeten und andere Gegenstände in ihre Bilder und erfanden so die Collage.

Damit entfernten sich diese Werke immer mehr vom Motiv und gewannen an Bildautonomie. Der nächste Schritt, dieses Verfahren umzukehren, lag nach 1914 nahe. Juan Gris (sein Künstlername ist von dem französischen Wort gris, grau, seiner zeitweilig bevorzugten Farbe, abgeleitet), der seit 1910 kubistisch malte, wagte ihn als Erster. In dieser späteren Phase des synthetischen Kubismus gingen die Künstler von ungegenständlichen Farbflächen aus, die erst im Laufe der Arbeit durch eingefügte Zeichen einen gegenständlichen Bezug erhielten. Zum Beispiel kann ein braunes Rechteck durch zwei eingezeichnete Punkte als Gesicht oder durch parallele Linien als Gitarre erkannt werden. Gris beschrieb sein neues Verfahren: "Cezanne macht aus einer Flasche einen Zylinder, ich hingegen gehe von einem Zylinder aus, um ein Einzelding zu schaffen; aus einem Zylinder mache ich eine Flasche..." Braque und Picasso schlossen sich der neuen Richtung bald an und übertrugen sie auch auf die Skulptur.

Picasso prägte für seine Arbeitsweise die später berühmt gewordene Formel: "Ich suche nicht, ich finde." Im synthetischen Kubismus werden die Bilder wieder bunter, weil auch Farbe als Zeichen dienen kann: Wenn Picasso beispielsweise eine Rechteckform mit roten, blauen und grünen Rhomben und Trapezen bemalt, wird sie als das Trikot eines "Harlekins" erkennbar. Robert Delaunay entwickelte den Kubismus zu einer eigenen Stilrichtung weiter, dem von Apollinaire so genannten Orphismus. Er gehörte zu den ersten Künstlern, die gegenstandslos-abstrakte Bilder schufen.

Futurismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Gino Severini, Italien, 1883-1966 Robert Delaunay, Frankreich, 1885-1941 Giacomo Balla, Italien, 1871-1958

Merkmale der Frührenaissance: ab ca. 1909

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Italien entstandene radikale Avantgardebewegung. Der Futurismus brach mit den als veraltet empfundenen Traditionen und suchte eine Kunst zu schaffen, die den Anforderungen des modernen (technisierten und dynamisierten) Lebens gerecht werden sollte. Zentrales Anliegen war dementsprechend die Abbildung von Bewegung und Simultaneität (Gleichzeitigkeit). Initiiert wurde der Futurismus durch ein 1909 von Filippo Tommaso Marinetti im Pariser Figaro veröffentlichtes Gründungsmanifest (Manifeste du futurisme), dem eine Flut weiterer Programmschriften folgte. In der Malerei versuchte der Futurismus, die Statik traditioneller Bildinhalte aufzubrechen. So scheinen denn auch auf den Gemälden der Futuristen die Formen und Farben zusammenzustürzen (vergleichbar mit kubistischer Abstraktionstechnik). Figurationen zerfließen ineinander: So soll nacheinander ablaufendes Geschehen (Bewegung) auf der Leinwand festgehalten werden. Eine oftmals in Kriegs- und Maschinenkult ausartende Ästhetik der Beschleunigung propagierten die Futuristen auch für Plastik und Architektur. Die Bewegung des italienischen Futurismus war überaus einflussreich auf die Entwicklung von Strömungen der Moderne wie Surrealismus, Dadaismus und Konstruktivismus.

Dadaismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: John Heartfield; Deutschland; 1891-1968 George Grosz; Deutschland; 1893-1959 Raoul Hausmann; Österreich; 1886-1971

Merkmale des Dadaismus: ab ca. 1916 Provokation als Programm

Als totale Rebellion gegen die kulturellen Formen der fadenscheinig gewordenen künstlerischen und gesellschaftspolitischen Konvention entstand am 8.2.1916 in Zürich mit der Emigranten-Bühne des Cabaret Voltaire eine alle Kunstrichtungen umfassende Dada-Bewegung, die innerhalb kurzer Zeit internationale Ausweitung fand. Vom Emigrantentum und vom Protest gegen den Krieg gezeichnet, wurde für die Dada-Vertreter der Widerspruch zwischen der Praxis des Lebens und der idealisierten Welt traditioneller Kunst unerträglich. Daher zerschlugen sie den Elfenbeinturm einer harmonisch schönen Kunst und proklamierten statt dessen die Anti-Kunst des Protests, des Schocks, des Skandals mit Hilfe ironisch-satirischer Sprachmittel. In Paris und New York vollzog sich eine Verbindung zwischen dem Dada-Geist und dem aufkommenden Surrealismus. Die vom Kubismus entwickelte Collagetechnik wurde als Montage auf die verschiedensten Materialien angewendet. Die freie Form und die Möglichkeit aller Dinge der Wirklichkeit, Objekte künstlerischer Praxis zu sein, bildeten die Grundprinzipien dieser Kunstrebellion durch Anti-Kunst und setzten zugleich neue, da unverbrauchte Ausdrucksmöglichkeiten frei.

Surrealismus

Wichtige Vertreter dieser Epoche: Salvador Dali, Spanien, 1904-1989; Max Ernst, Deutschland, 1891-1976

Merkmale: ca. 1780-1830 Traumbilder

Der Surrealismus in den bildenden Künsten ging direkt aus der französischen Dada-Bewegung hervor, von dem er auch seine antibürgerliche Stoßrichtung bezog. Ausgehend von der Psychoanalyse Sigmund Freuds versuchten die Künstler der Bewegung nicht länger, äußere Wirklichkeit darzustellen, sondern thematisierten stattdessen das Unbewusste, Triebhafte und Irrationale, sowie das zeitweilige Außerkraftsetzen bewusster Kontrolle (Automatismus).

Dementsprechend folgt das surrealistische Kunstwerk der Logik des Traumes: Visionäres und Rauschhaftes tritt ins Zentrum des Interesses. Der Surrealismus bediente sich, ähnlich wie der Futurismus, der manifestartigen Verkündigung seiner Ziele. Um 1928 zeigen sich erste Zerfallserscheinungen der Bewegung, die im Zuge der Resistance im 2. Weltkrieg eine kurze Neugeburt erlebte. Offiziell wurde die surrealistische Strömung, die sich schnell in ganz Europa und den USA ausweitete, 1969 aufgelöst.

Источник: https://studfile.net/preview/16712927/