Die Hannover Messe besteht aus unterschiedlichen internationalen Leitmessen, die die gesamte industrielle Wertschöpfungskette widerspiegeln. Einzelne Leitmessen sind im Zweijahres-Rhythmus auf der Messe vertreten, sodass sich das Bild der Han-
nover Messe stets wandelt. Die Kernthemen der Hannover Messe sind: |
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Industrieautomation und IT; |
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Energieund Umwelttechnologien; |
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Industrielle Zulieferung; |
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Produktionstechnologien und Dienstleistungen; |
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Forschung und Entwicklung. |
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Das |
Partnerland |
der Hannover Messe 2014 waren die Niederlande, |
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2013 Russland, 2012 die Volksrepublik China, 2011Frankreich, 2010 Italien. |
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Auf |
Initiative |
des niedersächsischen Wirtschaftsministers Alfred |
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bel und Gustav Bratke, Oberstadtdirektor von Hannover, wurde 1947 die Deutsche Messeund Ausstellungs-A. G. Hannover-Laatzen gegründet, welche in Konkurrenz zur Leipziger Messe die erste "Exportmesse 1947 Hannover" ausrichtete. Auf diese Weise legte man den Grundstein für die internationale Etablierung des Messeplatzes Hannover und den Erfolg der seitdem stattfindenden Hannover Messe.
Seit 1950 gab es auf der Hannover Messe einen Bereich "Büroindustrie". Dieser bekam 1970 eine eigene Halle, die durch den Architekten Ernst Friedrich Brockmann 1969/70 errichtete Halle 1 CeBIT (für Centrum für Büround Informationstechnik). Dieses Segment wuchs in den folgenden Jahren so stark, dass die CeBIT seit 1986 jährlich als eigenständige Messe einen Monat vor der Hannover Messe Industrie stattfindet. Aufgrund des starken Zustroms von Privatinteressenten, die als Besucher im Messekonzept nicht eingeplant waren, gab es speziell für diese Zielgruppe in den Jahren 1996 und 1998 eine CeBIT Home.
Das Motiv der Hannover Messe, ein stark stilisierter Hermeskopf, blieb seit der ersten Exportmesse 1947 fast unverändert. Es ziert auch den dort seit 2004 verliehenen Innovationspreis Hermes Award.
Vom 4. bis 8. April 2011 stellten 6.333 Unternehmen aus 67 Ländern ihre Produkte und Anwendungen auf mehr als 200.000 Quadratmetern NettoAusstellungsfläche aus. An den fünf Messetagen kamen 243.670 Besucher (davon 50.247 aus dem Ausland) auf das Messegelände.
Die zentralen Themen der Hannover Messe 2011 waren Industrieautomation, Energietechnologien, Antriebsund Fluidtechnik, industrielle Zulieferung und Dienstleistungen sowie Zukunftstechnologien. Frankreich war das Partnerland der Hannover Messe 2011. Zum Gesamtkonzept der Hannover Messe gehören Sonderveranstaltungen wie Metropolitan Solutions, TectoYou, Global Business & Markets, Energieeffizienz in industriellen Prozessen, Job & Career Market, Mobile Roboter und Autonome Systeme sowie die Solutions Area Leichtbau. Darüber hinaus ergänzen der Fachkongress WoMenPower und der Hermes Award das Rahmenprogramm der Hannover Messe.
2012 fand die Hannover Messe vom 23. bis zum 27. April statt. Sie vereinte acht Leitmessen an einem Ort. Im Rahmen der Hannover Messe fand am 24. April 2012 auch der 9. Niedersächsische Außenwirtschaftstag mit dem Schwerpunktthema
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ASEAN statt. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des 3. Niedersächsischen Außenwirtschaftspreises durch Wirtschaftsminister Jörg Bode. Ausrichter war NGlobal, die niedersächsische Landesgesellschaft zur Außenwirtschaftsförderung.
2013 fand die Hannover Messe vom 8. bis zum 12. April statt. Gastland war Russland. Bei der Eröffnung der Messe durch Wladimir Putin und Angela Merkel kam es zu Protesten gegen „russische Demokratieblockaden“. 2013 wurden elf Leitmessen an einem Ort vereint.
2014 fand die Hannover Messe vom 7. bis zum 11. April statt. Gastland war Holland. Hollands Ministerpräsident Mark Rutteeröffnete gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Messe1. (3 890)
Belgien
EU-Beitritt: Gründungsmitglied (1952)
Hauptstadt: Brüssel
Fläche: 30 528 km² Bevölkerung: 10,7 Millionen
Währung: Mitglied des Euroraums seit 1999 (€) Schengen-Raum: Mitglied des Schengen-Raum seit 1985
Der Bundesstaat Belgien umfasst drei Regionen: das niederländischsprachige Flandern im Norden, das französischsprachige Wallonien im Süden und die Hauptstadt Brüssel, wo sowohl Französisch als auch Niederländisch Amtssprachen sind. Außerdem gibt es eine kleine deutschsprachige Minderheit im Osten des Landes (ungefähr 70 000 Einwohner).
Die belgische Landschaft hat viel zu bieten: einen 67 Kilometer langen Küstenstreifen sowie flache Küstenebenen entlang der Nordsee, eine Hochebene im Zentrum des Landes sowie die sanft geschwungenen Hügel und Wälder der Ardennen im Südosten.
In Brüssel sind mehrere internationale Organisationen ansässig: Die meisten Europäischen Institutionen sowie das NATO-Hauptquartier haben hier ihren Sitz.
Belgien, das 1830 seine Unabhängigkeit erlangte, ist eine konstitutionelle Monarchie. Das Parlament besteht aus dem Repräsentantenhaus, dessen Mitglieder für maximal vier Jahre gewählt werden, und dem Senat oder Oberhaus, dessen Mitglieder gewählt oder nachträglich hinzu gewählt werden. Aufgrund seiner politischen Zusammensetzung wird Belgien üblicherweise von einer Koalition regiert.
Zu den berühmtesten Belgiern zählen Georges Rémi (Hergé), der Schöpfer der "Tim und Struppi"-Comics, die Schriftsteller Georges Simenon und Hugo Claus, der Komponist und Sänger Jacques Brel und der Radrennfahrer Eddy Merckx. Maler wie James Ensor, Paul Delvaux und René Magritte sind die modernen Nachfolger von Rubens und anderen flämischen Meistern der Geschichte.
1 http://de.wikipedia.org/wiki/Hannover_Messe
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Belgien ist für seine Schokolade berühmt, die in der ganzen Welt ihre Liebhaber findet. Ein Lieblingsgericht der Belgier sind Muscheln mit Pommes frites, die in Belgien erfunden worden sein sollen. Darüber hinaus werden in Belgien mehr als 1000 Biersorten produziert1. (1700)
Belgien – Geschichte und Politik
Schon Cäsar beschrieb die keltischen "Belgae" bewundernd als die Tapfersten aller Gallier. Seit diesem Lob im Jahr 54 vor Christus hat sich im Gebiet der Belgier viel getan: wechselnde Herren, Reichtum und Armut, Revolution und Sprachenstreit. Heute liegt das kleine Land mit der Hauptstadt Brüssel im Herzen Europas und soll Vorzeigemodell für ein vereintes Europa sein. Doch Belgien leidet seit etwa 150 Jahren am gleichen Übel: der inneren Zerrissenheit.
Als Belgien noch nicht Belgien war
Die Geschichte Belgiens beginnt eigentlich erst im Jahr 1830. Vorher gehörten die Regionen, aus denen das heutige Belgien besteht, unter anderem zu Frankreich, Österreich, Spanien und den Niederlanden. Im 16. Jahrhundert war Belgien Teil des riesigen Habsburgerreiches und gehörte zu den damaligen "Spanischen Niederlanden". Die Habsburger waren katholisch, im Norden der damaligen Niederlande aber machte sich der Protestantismus breit. Philipp II., Herrscher über Spanien und die Niederlande, versuchte Ende des 16. Jahrhunderts, die protestantische Bewegung niederzuschlagen. Die heutigen Niederlande widerstanden ihm und blieben protestantisch. Das heutige Belgien fiel an die katholischen Spanier zurück.
1792 marschierte Napoleon Bonaparte ins Land ein, wurde aber 1815 bei Waterloo, südlich von Brüssel, vernichtend geschlagen. Noch im selben Jahr beschlossen die europäischen Großmächte auf dem Wiener Kongress die Errichtung des Vereinigten Königreichs der Niederlande, bestehend aus den südlichen Niederlanden (dem heutigen Belgien), den nördlichen Niederlanden und dem ehemaligen Bistum Lüttich.
Revolutionäre Oper und Geburt Belgiens
Dem Königreich der Vereinigten Niederlande war kein langes Leben beschieden. Der katholische, zur Hälfte französischsprachige Süden litt unter der autoritären Politik des protestantischen Königs Willem I. von Oranien.
Am 25. August 1830 eskalierte die Lage: Abends wurde im Brüsseler Théâtre de la Monnaie "Die Stumme von Portici" von Daniel-François-Esprit Auber gespielt, eine Oper über den Volksaufstand der Neapolitaner gegen den spanischen Unterdrücker. Als der Tenor im dritten Akt mit einer Axt in der Hand sang: "Laufet zur Rache! Die Waffen, das Feuer! Auf dass unsere Wachsamkeit unserem Leid ein Ende bereite!", erhob sich das Publikum und rief "Aux armes! Aux armes!" ("Zu den Waffen!"). Die Zuschauer stürmten auf die Straße und griffen zu den Waffen. Einen Monat später waren die Niederländer besiegt und Belgien erklärte seine Unabhängigkeit.
1 http://europa.eu/about-eu/countries/member-countries/belgium/index_de.htm
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Die Niederlande gaben den ungeliebten, katholischen Süden schnell auf. Am 4. November 1830 erkannten die europäischen Großmächte während der Londoner Konferenz die Trennung Belgiens von den Niederlanden an. Belgien – mit seinen Provinzen Flandern und der Wallonie – war geboren.
Königshaus und Sprachenstreit
Leopold I. wurde erster König der Belgier, Staatsform die heute noch bestehende parlamentarische Monarchie. Leopold gab sich liberal, regierte aber die von ihm verachteten flämischen Untertanen mit eiserner Faust. In Flandern sollte Niederländisch nur in der Grundschule benutzt werden, ab der Sekundärstufe verlief auch dort der Unterricht auf Französisch. "Le Flamand" wurde zum Schimpfwort, Niederländisch die Sprache der ungeliebten Holländer. Die Grundlage für den heute noch andauernden Sprachenstreit war gelegt.
In den folgenden Jahren bildete sich in Flandern langsam eine kleine Elite heraus, die die Einführung des Niederländischen an den französischsprachigen Gymnasien, an Universitäten und in der Verwaltung forderte. Aber bevor das widerstrebende Parlament überzeugt werden konnte, brach der Erste Weltkrieg aus.
Starker Widerstand gegen die Nazis
Im Ersten Weltkrieg verweigerte Belgien Deutschland das Recht, mit seinen Truppen über belgischen Boden nach Frankreich zu ziehen. Als Folge marschierten deutsche Truppen in Belgien ein. Es folgte ein vierjähriger erbitterter Stellungskrieg Belgiens mit den französischen und britischen Verbündeten gegen Deutschland und Österreich. Flandern erlitt schreckliche Schäden.
Nach dem Ersten Weltkrieg verschärfte sich der Konflikt zwischen Flamen und Wallonen. Zwischen 1932 und 1938 entstanden die ersten Gesetze, die den Sprachenstreit regeln sollten: So wurden alle zentralen Verwaltungsstellen zweisprachig. Doch erneut verhinderte ein Krieg die Klärung des innerbelgischen Konfliktes: der Zweite Weltkrieg. Im Mai 1940 besetzten deutsche Truppen abermals das bis dahin neutrale Belgien. Die Regierung floh nach London, König Leopold III blieb und unterschrieb die Kapitulationsurkunde nach nur drei Wochen. Flämische Nationalisten kooperierten mit den Deutschen, aber der belgische Widerstand war stark. Nach der Landung der Alliierten in der Normandie wurde Belgien bis Ende 1944 befreit.
Regionen, Gemeinschaften und Parlamente
Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die belgische Regierung immer wieder mit Verfassungsreformen, den Konflikt zwischen Flamen und Wallonen einzudämmen. Ein extrem komplizierter und aufgeblähter Staatsapparat ist die Folge: Heute besteht Belgien aus den drei Regionen Flandern, Wallonien und der Hauptstadtregion Brüssel mit eigener Regierung und Verwaltung. In den Regionen wird unter anderem über Umweltschutz, Wohnungsbau, Wasser-, Wirtschaftsund Energiepolitik entschieden.
Außerdem gibt es drei Gemeinschaften: Die flämisch-, die französischund die deutschsprachige Gemeinschaft, ebenfalls mit Parlamenten und Verwaltung. Die Gemeinschaften sind zum Beispiel zuständig für Erziehung, Bildung, Kultur und Soziales.
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Es gibt in Belgien also fünf Parlamente, fünf Regierungen und fünf Ministerpräsidenten – für jede Region und jede Gemeinschaft eine. Wobei die Flämische Gemeinschaft ein gemeinsames Parlament mit der Region Flandern hat, sonst gäbe es sechs. Dazu kommt noch die Bundesregierung in Brüssel, ebenfalls mit Parlament, Regierung und Ministerpräsident.
Reiches Flandern, arme Wallonie
Der heutige Hauptstreitpunkt zwischen Flamen und Wallonen ist die unterschiedliche ökonomische Stärke der Regionen. Im 19. Jahrhundert war die Wallonie dank Steinkohle, Stahl und Glas der wirtschaftliche Motor des Landes. Bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts war die französischsprachige Bevölkerung in der Wallonie die "tonangebende" Volksgruppe in Belgien, der niederländischsprachige ärmere Teil hatte wenig zu bestimmen.
In den 1960er Jahren kam es zur weltweiten Stahlkrise. Diese traf die Wallonie besonders schwer, weil die Anlagen völlig veraltet und nicht wettbewerbsfähig waren. Die ehemals reichen wallonischen Regionen wurden zum Armenhaus Belgiens. Dagegen blühte Flandern auf. In Antwerpen ließ sich etwa dank des internationalen Seehafens die wirtschaftsstarke Chemieindustrie nieder. 2006 wurden nahezu 60 Prozent des Bruttosozialproduktes in Flandern erwirtschaftet. Da sich die Flamen seit der Staatsgründung von ihren französischsprachigen Landsleuten unterdrückt fühlten, sehen sie heute wenig Grund, die arme Wallonie mit ihren Steuergeldern zu unterstützen. Diese Spannungen lassen auch extreme Parteien, wie die flämische nationalistische Partei "Vlaams Belang" (früher "Vlaams Blok") erstarken.
Die Zukunft Belgiens
Von Anfang an einte die katholischen Flamen und Wallonen nicht viel mehr als der Hass auf den protestantischen niederländischen Okkupanten. Der Katholizismus, der König und der (bis 1960 belgische) Kongo dienten einige Zeit als Klammern. Doch viele junge Flamen sprechen heute besser Englisch als Französisch, die Wallonen lernen allenfalls widerwillig Niederländisch. Die Sprachgrenze geht durch Schulen, das Fernsehen, die Presse. Auch das Königshaus ist ein nur begrenzt verbindendes Element. Gerade Flamen sehen sich vom französischsprachigen Königshaus kaum vertreten und sind immer weniger bereit, dieses mit ihren Abgaben und Steuern zu finanzieren.
Was bleibt also? Im Streit zwischen Flandern und der Wallonie scheint das gemeinsame Kind Brüssel das verbindende Element zu sein. Brüssel mit seinen internationalen Institutionen ist einfach zu wichtig, keiner möchte darauf verzichten. Die Flamen argumentieren, Brüssel sei historisch flämisch und liege geografisch in Flandern. In Brüssel, sagen die Wallonen, sprächen 85 Prozent der Einwohner Französisch. Logisch also, dass Brüssel zur Wallonie gehöre1. (7 100)
1 http://www.planet-wissen.de/laender_leute/belgien/geschichte_politik/index.jsp
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