Материал: Лексикология современного немецкого языка. учеб. пособие для аспирантов и студентов ПСПК. Фомина З.Е., Чечетка В.И

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Arbeiten. Durch die Jahrhunderte hindurch entwickelte sich die Lexikologie zu einer selbständigen Wissenschaft. Zur bedeutendsten lexikologischen Arbeiten gehört das Werk “Prinzipien der Sprachgeschichte” von H. Paul, “ Die deutsche Sprache” von

Behaghel u.a. Was die deutsche Sprache betriff, so sind die Arbeiten folgender Verfasser zu nennen: L.R. Sinder und T.W. Strojeva, K.A. Lewkowskaja, A. Iskos, A. Lenkova, M.D. Stepanova, I.I. Tschernyscheva [35-38, 41].

Die Lexikologie als Lehrfach hat die Aufgabe den Studierenden nicht nur die Kenntnisse auf dem Gebiet des deutschen Wortschatzes zu vermitteln, sondern sie auch in die aktuelle Problematik der lexikologischen Forschung einzuführen.

Die Lexikologie als Lehrfach umfasst solche Themen: Das Wort im lexika- lisch-semantischen System, Sprachsozialogische Schichtung im Wortschatz, die Lehre von festen Wortkomplexen der Sprache, Lexikographie als Theorie und Praxis usw.

Fragen und Aufgaben zur Selbstkontrolle

1.Was versteht man unter dem Begriff “ Lexikologie”?

2.Nennen Sie die wichtigsten Forschungsprobleme der Lexikologie.

3.Welche Entwicklungsetappen hebt man in der deutschen Lexikologie hevor?

4.Charakterisieren Sie zentralen Aspekte und Bereiche der lexikologischen Forschung!

5.Was ist der Gegenstand der Semasiologie?

6.Womit befasst sich die Onomasiologie?

Fachliteratur:

1.Iskos A. Lenkowa A. Deutsche Lexikologie.- L. 1970.

2.Lexikologie: Beschreibung von Wort und Wortschatz im Deutschen von Christiane Wanzeck von UTB, Stuttgart (27. Oktober 2010).

3.Schippan Thea. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache.- Leipzig, 1984.

4.Stepanowa M.D. Tschernyschewa I.I. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache.- M.: 2005. – 256 c.

5.Wörter im Kopf. Eine Einführung in das mentale Lexikon (Konzepte der Sprachund Literaturwissenschaft) von Jean Aitchison und Martina Wiese von Niemeyer, Tübingen (1997).

Vorlesung 2

Thema: Das Wort als Grundeinheit der Sprache

Die Schwerpunkte der Lektion №2:

1.Das Wort als Forschungsgegenstand der linguistischen Wissenschaften und der Lexikologie.

2.Allgemeines zur Definition des Wortes. Der Begriff und das Wort.

3.Zum Begriff “Wortbildung”, Modifikation und Arten der Wortbedeutung.

Etymologie des Wortes.

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Grundbegriffe: das Wort, das Morphem, das Lexem, der Begriff, die Wortbedeutung, direkte und übertragene Wortbedeutung.

Das Wort ist eine Einheit der Sprache und eine Einheit der Rede.

Als Einheit der Sprache ist das Wort:

1.Lautlich-inhaltlich strukturiert, d.h. konstituiert aus einem oder mehreren Repräsentanten

a.der Klasse Morphem,

b.der Klasse des Phonems.

2.Organisiert im sprachlichen System

a.stets als Vertreter einer bestimmten semantischer Merkmale als Bestandteil lexikalisch semantischen Paradigmas,

b.meist aufgrund bestimmten semantischer Merkmale als Bestandteil lexi- kalisch-semantischen Paradigmas.

Als Einheit der Rede ist das Wort

1.artikuliert, d.h. Text konstituierend;

a.isoliert, als Minimal Äußerung eines Sprechers oder

b.kombiniert, als Glied eingefügt in ein Syntagma, einen Satz oder eine Satzfolge.

2.Mit Aktualisierung einer Bedeutung bezogen

a.als zeichenhafte Bestimmung auf eine sachlich Gemeintes,

b.als Information auf einen angesprochenen Hörer.

Struktur des Wortes. In der Linguistik existieren etwa 300 Definitionen des Wortes. Es ist schwierig nur eine Definition des Wortes zu geben, die für alle Sprachen gilt, weil jede Sprache eigene Merkmale des Wortes hat. Für die deutsche Sprache gibt es bestimmte Merkmale des Wortes.

Die phonetische und morphologische Ausformung des Wortes weist neben allgemeinen Merkmalen auch eine bestimmte nationale Spezifik auf [35-38, 41].

Für die phonetische Ausgestaltung des deutschen Wortes sind folgende Merkmale kennzeichnend:

1)Im Deutschen besitzt das Wort eine morphologisch gebundene Betonung. In einfachen Wörtern ist gewöhnlich die erste Silbe betont: Erde, Acker, Dasselbe gilt für abgeleitete Wörter außer Präfixbildungen mit: be-, er-, ge-, ver-, zer-, z.B. langsam, lesbar, möglich, Mannschaft.

2)Die Vokale im Wort -oder Silbenanlaut erhalten den festen Einsatz: Art, verengern, bearbeiten.

3)In unbetonten Silben werden die langen Vokale quantitativ reduziert. z.B. le- ben-eben.

4)Die Konsonanten im Auslaut und im Silbenauslaut werden stimmlos ausgesprochen: Rad, Nord, Grab, Abschied.

5)Ich-Laut und Ach-Laut kommen am Anfang des deutschen Wortschatzes n’uht.

6)Hauchlaut kommt am Ende des deutschen Wortes nicht.

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Zur Definition des Wortes.

a)Der Begriff und das Wort.

b)Wesensmerkmale und Eigentümlichkeiten des Wortes.

c)Zum Begriff “Wortbedeutung”.

d)Modifikation und Arten der Wortbedeutung.

e)Etymologie des Wortes.

Lexem ist die minimale sprachliche Einheit auf lexikalischer Ebene, ein Bauelement des Wortschatzes.

Morphem ist der kleinste sprachliche Bedeutungsträger, ein Bauelement des Wortes.

Das Wort ist ein kleinstes selbständiges bedeutungstragendes Element der Sprache, das in der Rede phonetisch, graphisch, grammatisch und semantisch isolierbar und damit bestimmbar ist. (Th. Schippan).

Das Morphem ist die kleinste sprachliche Einheit, die eine Bedeutung trägt. Die Morpheme sind zwar Bedeutungsträger, sie treten jedoch in der Rede nicht als selbständige Bezeichnungen von Gegenständen und Erscheinungen der realen Wirklichkeit auf, sondern als Bildungselemente von Wörtern und Wortformen.

Man unterscheidet Stamm-, Wortbildungsund formbildende (grammatische) Morpheme. Das Wurzelmorphem trägt die Dingbedeutung des Wortes; es wird in der linguistischen Fachliteratur als sinntragendes Morphem oder Lexem bezeichnet, z.B. das Wort “Lehrer” besteht aus zwei Morphemen Lehr+ er (Lexem + Wortbildungsmorphem -er) [35-38, 41].

Begriff ist der Denkkategorie. Der Begriff ist ein verallgemeinertes Abbild der objektiven Realität, Resultat des Wiederspiegelungsprozess.

Bedeutung ist die inhaltliche Wiederspiegelung eines Gegenstandes, einer Erscheinung oder einer Beziehung der objektiven Realität im Bewusstsein der Angehörigen einer Sprachgemeinschaft, die traditionell mit einem Lautkomplex zu der strukturellen Einheit verbunden ist. Die Bedeutung bildet die innere Seite des Wortes, während der Lautkörper seine äußere Seite, die materielle Komponente darstellt [35-38, 41].

Lexikalische Bedeutung umfasst alle Bedeutungen, die ein Wort in einer Sprache haben kann und die zu einem gegebenen Zeitpunkt auf der Ebene der Rede realisiert werden. Z.B. grünes Gras, grüner Wald, grüne Heringe, grüner Junge, j-m nicht grün sein. Bedeutungsumgang ist die Summe aller Bedeutungen, die ein Wort neben seiner Hauptbedeutung haben kann.

Hauptbedeutung ist die Bedeutung, die zu einem abgegebenen Zeitpunkt die gesellschaftlich Wichtigste ist. Sie fällt vom diachronischen Standpunkt aus in der Regel mit der Anfangsbedeutung zusammen, die der historischen Entwicklung des Wortes zugrunde liegt, z.B. grün-eine Farbe (grünes Gras), etymologische Bedeutung ist die Urbedeutung des Wortes, z.B. ursprüngliche Bedeutung des Wortes grün ist

“wachsend”, “gedeihend”.

Abgeleitete Wortbedeutung ist die Bedeutung, die aus der ursprünglichen abgeleitet ist, z.B. grünes Obstunreifes Obst.

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Freie Wortbedeutung beruht auf der Möglichkeit eines Wortes mit anderen Wörtern verschiedenen Verwendungen einzugehen, z.B. der grüne Wald.

Direkte Wortbedeutung entsteht bei wörtlicher Bezeichnung bestimmter Gegenstande und Erscheinungen der realen Wirklichkeit, z.B. grünes Blatt, grüner Salat [35-38, 41].

Übertragene Wortbedeutung, die: sie fußt auf der Grundlage direkter Bedeutung, das Wort tritt aus seinem eigentlichen Sinnbereich heraus und übernimmt neue Bezeichnungsfunktionen, z.B. ein grüner Junge (ein unerfahrener Junge).

Gebundene oder phraseologische Wortbedeutung: sie kommt zustande, wenn ein Wort nur in bestimmten festen Wortkomplexen realisiert und vollständig oder teilweise semantisch umgedeutet wird, z.B. auf keinen grünen Zweig kommen (keinen Erfolg haben).

Das Verhältnis zwischen Lautkörper und Bedeutung ist folgendes: Das Wort ist nicht einfach die arithmetische Summe aus Lautkörper und Bedeutung, sondern ein organisches Ganzes, eine strukturelle Einheit von Lautkörper und Bedeutung.

Die Bedeutung ist sein Inhalt, seine innere Seite, sie ist auf bestimmte Gegenstände der realen Wirklichkeit bezogen [35-38, 41].

Der Lautkörper ist die äußere Seite des Wortes, seine materielle Hülle. Er stellt ein verallgemeinertes Abbild eines Gegenstandes, einer Erscheinung der realen Wirklichkeit dar. Die lexikalische Bedeutung eines Wortes wird von dem Stammmorphem und (bei abgeleiteten Wörtern) von den Wortbildungsmorphemen getragen, z.B. freund-lich, arbeit-sam. (Nach: W. Schmidt. Deutsche Sprachkunde).

In jedem Wort treffen sich die phonetische Ebene (der Sprechlaut), die phonologische Ebene (der Sprachlaut), die morphologische Ebene (das Morphem), die lexikalische Ebene (das Lexem), die syntaktische Ebene (das Syntagma) und die stilistische Ebene. Diese Vielschichtigkeit des Wortes ist die Ursache dafür, dass es keine einheitliche Definition des Begriffs “Wort” in der Sprachwissenschaft gibt.

Fragen und Aufgaben zur Selbstkontrolle

1.Sprechen Sie über das Wort als Forschungsgegenstand der Lexikologie und anderer linguistischer Disziplinen.

2.Begründen Sie die Definitionen des Begriffs „Wort“ von Thea Schippen!

3.Worin bestehen die Wesensmerkmale und Eigentümlichkeiten des Wortes?

4.Welche Arten der Wortbedeutung kennen Sie?

5.Beschreiben Sie das Verhältnis zwischen dem Lautkomplex und der Wortbedeutung!

Fachliteratur:

1.Iskos A. Lenkowa A. Deutsche Lexikologie.- L. 1970.

2.Lexikalische Kategorien und Merkmale von Elisabeth Löbel und Gisa Rauh von Niemeyer, Tübingen (1997).

3.Lexikologie des Deutschen: Eine Einführung (Narr Studienbücher) von Christine Römer und

Brigitte Matzke von Narr (1. November 2004).

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4.Linguistik International. Festschrift für Heinrich Weber von Wilfried Kürschner und Reinhard

Rapp von Dustri (August 2006).

5.Namenarten und ihre Erforschung: Ein Lehrbuch für das Studium der Onomastik von Andrea Brendler und Silvio Brendler von Baar-Verlag (1. Januar 2004)

6.Schippan Thea. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache.- Leipzig, 1984.

7.Stepanowa M.D. Tschernyschewa I.I. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache.- M.: 2005. – 256 c.

Vorlesung 3

Thema: Die Wortbildung

Die Schwerpunkte der Lektion №3:

1.Das Wesen der Wortbildung aus der Sicht der Lexikologie. Die Wortbildungslehre in der gegenwärtigen deutschen Lexikologie.

2.Hauptformen der deutschen Wortbildung: Zusammensetzung, Ableitung,

Kürzung. Besondere Arten der Wortbildung.

3.Die Zusammensetzung, ihre Besonderheiten und Eigentümlichkeiten, Wortgruppe und Zusammensetzung ihre Wesensmerkmale. Arten der Zusammensetzungen.

4.Methoden in der Wortbildungslehre.

5.Die Modellierung in der Wortbildungslehre.

Grundbegriffe: Die Wortbildung, Zusammensetzung (Komposition), Wortgruppe,

Zusammenbildung, Zusammenrücken.

Der Terminus “Wortbildung” bezeichnet einerseits einen der Wege der Entwicklung, des Wortschatzes (dabei einen recht produktiven Weg), anderseits die Wortstruktur. d.h., das auch die Lehre von der Prozesse, die der Entwicklung des Wortschatzes dienen (auch des Entwicklungsprozess jedes einzelnen Wortes) und als Analyse der fertigen Wortstrukturen [35-38, 41].

Der erste Aspekt der Wortbildung wird oft als “prozessualer “Aspekt”, der zweite als “analytischer (oder statischer) Aspekt” der Wortbildungsanalyse bezeichnet. Es muss betont werden, dass die diachrone Wortbildung in der Regel mit dem prozessualen Aspekt verbunden ist, während für die Synchronie Wortbildungslehre beide Aspekte gelten. Beim analytischen Aspekt handelt es sich um die fertige Wortbildungsstruktur, unabhängig von ihren Entstehungsprozess.

Unter Wortbildung im engeren Sinne des Wortes versteht man die Bildung neuer Wörter mit Hilfe bestimmter verbildender Modelle, die für eine Sprache charakteristisch sind. Die Eigenart der Wortbildung ist durch die Doppelfunktion von Wortbildungskonstruktionen (WBK) charakterisiert: Diese fungieren einerseits als Benennungen von Begriffen und sind damit wie einfache Wörter dem lexikologischen Zugriff unterworfen. Andererseits werden WBK als Alternativkonstruktionen

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Источник: https://studfile.net/preview/16569596/