Pastell und Aquarell. Pastellfarben werden in Stiftform angefertigt. Das sind trockene Farben mit einem sammetartigen Leuchten. Mit ihnen kann man auf Papier, Pappe oder Gewebe verhältnismäßig schnell malen. Da das fertige Bild leicht verletzbar ist, braucht man es zu fixieren. Das Aquarell (die Wasserfarbe) ist durchsichtig, deshalb werden in der Aquarellmalerei handgeschöpftes Büttenpapier, Seide oder Batist als Malgrund verwendet. Diese Maltechnik war schon im alten Ägypten bekannt. Die Buchmaler des Mittelalters benutzten sie bei der Ausschmückung der Bucher. Im XVIII - XX. Jh. wurden die Wasserfarben im Stillleben und in der Landschaftsmalerei besonders oft verwendet.
Wandmalerei. Das ist wohl die älteste Art der Malerei, denn man findet sie schon in den Hohlen der Eiszeit. Bei der Gestaltung von Wandbildern muss man sowohl auf die Proportionen und Perspektive achten als auch die Farbigkeit des Raumes berücksichtigen. Außerdem sind die Wandbilder aufs engste mit der Architektur verbunden.
Nach der ersten Blüte in der Antike wurde die Wandmalerei im mittelalterlichen Europa geübt. In der Renaissance und im Barock sind mit der Wandmalerei bedeutende Namen verbunden. Der neue Aufschwung dieser Malerei kündet sich seit einigen Jahrzehnten besonders in Sudamerika an. Das traditionelle Wandbild wird in den nassen Kalkmörtel oder auf trockenen Verputz gemalt. Seit dem XIV. Jh. entwickelte sich in Italien das Malen auf nassen Kalkputz (die Freskomalerei). Im Gegensatz zu diesem Verfahren wird die Malerei auf die trockene Kalkwand Sekkomalerei genannt. Im alten Griechenland wurden auch Wachsfarben für die Herstellung von Wandbildern benutzt. Diese Technik heißt Enkaustik. Sie ist im Mittelalter außer Gebrauch gekommen.
Mosaik. Mosaiken entstehen durch das Aneinandersetzen von verschiedenen farbigen Stein- oder Glasstückchen an Wanden, Decken und Fussboden. Diese Technik erlebte ihre Blütezeit in der hellenistischen, römischen, byzantinischen und islamischen Kunst. In neuerer Zeit werden keramische Steine mit Farbenschmelz verwendet. Um ein Mosaikbild zu schaffen, setzt man die Steinchen auf ein Bindemittel aus Mörtel oder Kitt und druckt sie darin fest und dicht aneinander. Ornamentale Muster oder ganze Bilder schmückten Fussboden im antiken Griechenland, in Rom und im alten Orient. In frühchristlicher Zeit entstanden monumentale Wanddekorationen, die auch heute noch unübertroffen bleiben.
Glasmalerei. Die bunten Glasfenster dienten zur Ausschmückung von gotischen Kirchenbauten. Die farbigen Glasstücke wurden mittels Bleiruten zusammengefugt, wobei die bleiernen Stege die Konturen in den Darstellungen angaben. Nachdem es später möglich geworden ist, farbige Glasteile auf Glas zu kleben, bietet sich eine Menge interessanter optischer Effekte, die durch die Brechung des Lichtes entstehen.
Übung 15
Füllen Sie die Lücken aus. Benutzen Sie dafür die unten gegebenen Wörter.
Temperamalerei ist die wichtigste Maltechnik bis zur Einführung _______ (16. Jahrhundert): Farbpigmente sind in Emulsionen gelöst und können mit Wasser ______ werden.
Die Ölmalerei ist die im 15. Jahrhundert erprobte und im 16. Jahrhundert eingeführte Malweise. Die Farben werden auf der ______ mit Öl gemischt;
nachträglich erhält das Gemälde einen Firnisüberzug, Vorzüge: man kann feinste Übergänge und hohe Leuchtkraft erzielen.
Die Guaschmalerei ist Malerei mit deckenden Wasserfarben, die mit harzigen
Bindemitteln ______ sind. Die Guasch: 1. die Guaschmalerei; 2. Gemälde in Guasch.
Das Pastell ist die Zeichnung mit _____.
Die Pastellfarbe ist die mit Bindemittel versetzte Farbe aus Kreide und Ton von _____, samtiger Tönung.
Die Aquarellmalerei ist ______ mit Wasserfarben.
Das Aquarell ist mit _______ gemaltes Bild.
Der Putz, die Malerei, die Pastellfarbe, feucht, die Ölmalerei, verdünnen, die Palette, trocken, die Wasserfarbe, versetzen, zart.
Übung 16
Vergleichen Sie die Begriffe „der Kupferstich“ und „der Holzschnitt“. Wie übersetzt man die Substantive „der Kupferstich“ und „der Holzschnitt“?
Ordnen Sie zu: Was braucht man wozu?
Sie wollen einen Kupferstich anfertigen.
Sie fertigen einen Holzschnitt an.
Die Holzplatte, das Messer, die Kupferplatte, der Stichel, die Farbe, das Papier, die Presse.
Übung 17
Erklären Sie, wie Kupferstiche und Holzschnitte entstehen.
Übung 18
Setzen Sie passende Termini ein:
1. In mittelalterlichen Klöstern wurden von ... Mönchen mit ... Bilder gemalt, die den Inhalt der Bücher veranschaulichten.
2. Für frühgotische ..., die im XIII. Jh. entstanden, sind natürliche Körperbildung und ... Gesichter typisch.
3. Künstler der Renaissance wandten sich der Natur zu und zeigten die Schönheit des menschlichen Körpers, wobei sie zu einer größeren Vielfalt der ... gelangten.
4. Die italienischen Bildhauer des XV. Jh. gelten als Schöpfer der frei stehenden ... und des ... .
5. Die Pracht der barocken Schlösser und Kirchen wurde durch die polychromen ... betont. 6. In der ... des Rokokos, die eine ausgesprochene Vorliebe für ... Farben und ... zeigte, wurde immer wieder das Thema der amourösen ... variiert.
7. Kühle ... und klarer ... des klassizistischen Gemäldes kontrastierten mit heiter-dekorativer Eleganz der Malerei des Rokokos.
8. Präraffaeliten in England und Nazarener in Rom repräsentierten eine religiös gefärbte ... in der Malerei der Romantik.
9. Im XX. Jh. wurden in der Kunst neue ... entdeckt.
10. In den 70er Jahren des XX. Jh. begannen einige Maler und Graphiker die ... für ihre Werke zu nutzen.
11. Die Impressionisten waren bestrebt, den ersten ..., den sie von einer Szene, einem Menschen oder einer Landschaft empfanden, malerisch zu ... .
12. Wenn die Künstler Menschen, Natur oder leblose Gegenstände darstellen, ist es
notwendig, entsprechende ... zu verwenden.
die Kunstgriffe, der Eindruck, die Phototechnik, die Darstellungsmittel, die Strömung, der Aufbau, die Farbgebung, die Idylle, licht, die Genreszene, die Pastellmalerei, die Innendekorationen, das Reiterstandbild, die Statue, die Darstellungsmöglichkeiten, die Bildwerke, kunstgewandt, die Wasserfarben, ausdrucksstark, gestalten.
Übung 19
Stellen Sie mit folgenden Wörter und Wendungen Situationen zusammen!
a) eine feste räumliche Begrenzung haben, das Licht- und Schattenspiel, die dargestellte Person, die differenzierte Hell-Dunkel-Gestaltung, das vielfigurige Bild, das Blumenstilleben, der Akt;
b) die Werke in kleinem Format ausfuhren, die koloristische Begabung besitzen, an koloristischer Freiheit gewinnen, neue Impulse (wesentliche Einflusse, Anregungen) durch j-n bekommen; eine sichere (gewandte) Hand haben, zur technischen Perfektion kommen, sich wandeln;
c) der Bildschnitzer, die graphische Folge (Reihe), die Federzeichnung, die Kreidezeichnung, das Einzelblatt, die feine (präzise) Technik besitzen, die Radierungsfolge, die Raumillusion schaffen, scharf umrissene Konturen verwenden;
d) akademische Strenge, statuarische Figurenkomposition, das Standbild, das Sitzbild, die Halbfigur, in Bronzeguß schaffen, die Bewegung darstellen, die Technik meistern, vervollkommnen, das kunstgewerbliche Werk;
e) nach grellen Kontrasten greifen, sich durch eine besondere Transparenz auszeichnen, die Leuchtkraft besitzen, die Malweise, die Farbigkeit, die Ausdruckskraft verstärken, an Impulsivität gewinnen, etw. stilvoll ausfuhren, seinen eigenen Stil entwickeln (herausbilden), den kräftigen Farbauftrag benutzen.
Übung 20
Übersetzen Sie aus dem Russischen ins Deutsche:
1. Свою работу над картиной художник начинает с того, что делает наброски. 2. Для исторических и жанровых картин необходимо подыскать модель, т.е. человека с подходящей внешностью. 3. Прежде чем рисовать мелом или темперой, художник грунтует холст или доску. 4. Примерно в середине XV в. в Италии вместо деревянных досок стали использовать натянутый холст. Это способствовало быстрому развитию станковой живописи. 5. Произведения живописи, изображающие события личной или общественной жизни, называются жанровыми картинами. 6.Если художник создает групповой портрет, то изображаемые лица должны несколько раз позировать ему. 7. Композиция этой картины прекрасна, пейзаж на заднем плане достоверен, но колорит чересчур мрачен. 8. Акварельными красками рисуют на бумаге, картоне или шелке. 9. Во второй трети XV в., позднее, чем гравюра на дереве, была изобретена гравюра на меди. 10. Скульптурами в узком смысле слова называются произведения, выполненные из камня, дерева или слоновой кости при помощи резца. 11. Работая на пленэре, художник делал эскизы для будущего осеннего пейзажа. 12. Фламандские живописцы изображали на своих натюрмортах фрукты, цветы, дичь, дорогую посуду. 13. Каждый художник должен принимать во внимание законы перспективы, а также соотношение переднего и заднего плана изображения. 14. Площадь старинного города украшала конная статуя, отлитая из бронзы. 15. Этот художник прекрасно пишет морские пейзажи, но совсем не умеет писать человеческие лица и фигуры. 16. В мастерской старого мастера можно было увидеть много рисунков пером и углем, а также прекрасных акварелей. 17. Какая богатая палитра у этого портретиста! Он особенно хорошо передает тончайшие оттенки цветов, а также светотень.
Übung 21
Erzählen Sie den Text nach:
Das Entstehen und das Aufblühen der graphischen Kunst fallen zusammen mit der Entwicklung des aufstrebenden Bürgertums. ...
Die graphischen Blätter enthielten anfangs ausschließlich Themen aus der biblischen Geschichte. So konnten die einfachen, noch leseunkundigen Menschen den Inhalt der Bibel leichter vermittelt erhalten und erfassen. ... Wer es sich nicht leisten konnte, eine mit kostbarer Miniaturen geschmückte Bibel zu kaufen, dem standen jetzt die von Mönchen in den Klöstern zusammengeklebten und mit den Abzügen von graphischen Darstellungen versehenen Bibeln zur Verfügung. Viele Mönchsorden trieben nicht nur einen schwunghaften Handel damit, sie nutzten auch diese Bilderbibeln, um ihre Macht über das einfache Volk auszuüben. Mit Hilfe dieser Vervielfältigungen konnten auch die Gläubigen, die nicht über große Geldmittel verfügten, mit christlichen Themen versehene Bildchen ihrem Schutzheiligen widmen. Oftmals wurde der letzte Groschen für ein solches Bild bezahlt, in der Hoffnung, Krankheit oder Not mit diesem Opferbild abwenden zu können.
Bei einem so großen Bedarf an Vervielfältigungen musste die neue Kunstgattung aufblühen. Ein Ölgemälde brauchte viele Vorstudien und eine lange Zeit der Herstellung. Wie rasch aber zeichnet der Stift auf dem reinen weißen Papier die Umrisse der Gestalten, wie viele Abzüge kann man vom geritzten Stein, von der Holzplatte oder vom Kupfer machen.
Übung 22
Beantworten Sie folgende Fragen:
Welche Arten der Malerei sind Ihnen bekannt und welche ziehen Sie vor?
Wodurch zeichnen sich verschiedene Arten der Plastik aus?
Wovon hangt die Qualität des Holzschnittes und des Kupferstichs wesentlich ab?
Warum hat die Radierung viele andere graphische Verfahren verdrängt?
Was hat moderne bildende Kunst der Antike zu verdanken?
In welchen Zeitaltern griff man besonders oft zu Allegorien?
Übung 23
Berichtigen Sie folgende falsche Aussagen:
Um eine Radierung zu machen, braucht man verschiedene Arten von Grabsticheln.
Die Temperafarben entstehen durch die Vermischung von Farbstoffen mit Öl.
In der modernen Architektur pflegt man nicht, freie Flachen mit der Wandmalerei zu schmucken.
Um interessante optische Effekte zu erzielen, wird zu Mosaik gegriffen.
Die mittelalterlichen Maler haben sehr oft die Sujets ihrer Bilder aus der Geschichte der Menschheit geschöpft.
Die Landschaftsmalerei hat im Schaffen der deutschen Impressionisten ihre Blütezeit erlebt.
Übung 24
Lesen Sie den Text, füllen Sie die Lücken und unterstreichen Sie mit rotem Stift alle für Sie neuen Informationen.
Infolge der Entwicklung des Han _ _ ls, der Industrie und des Wachstums der Städte formte s _ _h ein neu _ _ Menschentyp. Das war _ _ Unternehmer, Bankiers und Kau _ _ _ ute. Diese Menschen glaubten _ _ sich s _ _ _st, an ihre Kräfte, weil sie viel in kurzer Zeit erreicht haben. In dieser Epoche beginnt man an den Menschen, an seine Ver _ _ _ft zu glauben, man versucht angespannt und wissbegierig all das, was damit verbunden ist, auch die ihn umgebende Umwelt. Die Götter werden verme _ _ _ hlicht, und der Mensch wird verg_ _ _ tlicht.
In dieser Zeit erleben die _ _ nst und die Wissenschaften einen Au _ _ _ hwung, darunter auch die philosophischen. Die Epoche der Wiedergeburt ist in die Geschichte als die Epoche des Hu _ _ _ _smus eingegangen.
In der _ _ _ erei herrschen fröhliche Stimmung, i_ _ _le Harmonie, Ruhe, Abgeklärtheit und Sym _ _ _ rie. Als Ideal werden a _ _ ike Meisterwerke wahrgenommen, körperliche S _ _ _ nheit der Gestalten assoziiert sich mit der Schönheit der Gefühle, des geistigen Lebens, es werden natürliche Gefühle und P_ _ en dargestellt. Zum ersten Mal werden von Malern die Räumlichkeit und das He _ _ _ unkel übergeben. Der _ _ _ ergrund ist hell, die f _ _ _ dige Farbenp _ _ _ tte, reine Linien, die Detaillierung zählt man zu den wichtigsten Ausdrucksmitteln in der Malerei jener Ep _ _ _e.
Leonardo da Vinci, Maler, Bil _ _ _ uer, Architekt, Techniker, Naturforscher. Gebo _ _ _ 1452, gestorben 1519. Sohn eines Advokaten und eines Bauernmädchens. 1472 wurde er in die Florentiner Malergilde aufgenommen. Später wurde er zu_ Hofmaler. Sein Werk: „Madonna mit der Vase“, „Anbetung d _ _ Könige“, „Madonna in der Felsengrotte“, „Abendm _ _ l“, „Mona Lisa“ u.a. Tätigkeit als Kriegs- und Festungsbauingenieur, Experimente und Studien über den Flug des Menschen.
Leonardo w _ _ _te vergeistigte, lebendige G _ _ _ alten schaffen. Um die innere Bewegung, das geistige Leben seiner Figuren wider _ _ _ _ iegeln, belebte er sie mit Hilfe der geheimnisvollen _ _ sten und zauberhaften Lächeln. Die menschlichen Gestalten werden mit goldenem oder silbernem Nebelschleier eing _ _ _ llt. Die Gesichter werden auf den Leinen von Leonardo mit dämmerigem Licht beleuchtet, das Helldunkel ist d _ _ wichtigste Ausdrucksmittel des Künstlers.
Raffael, Maler und Baumeister. Geboren 1483, gestorben 1520. Se _ _ 1508 war er für Vatikan in Rom t _ _ig. Er schloss er sich in seiner m _ _ _ _entalen _ _ _ skomalerei _n die Antike an. Auf der _ _he seiner Kunst ist das Ideal der Renaissance am ausgeprägtesten verwirklicht. Raffael schuf zahlreiche Marien _ _ _ der, Bildn _ _ _ e, Historien und Mythologien.
Er war nicht so vielseitig, wie Vinci, nicht so m _ _htig, wie Michelangelo, aber der vollkommenste von ihnen. Keine Kreuzigung, keinen Judaskuss hat er gemalt. In allen seinen Werken kommt die Ne _ _ _ng, das Freundliche, Kraftvolle, Beglückende als das Herrschende darzustellen _ _m Ausdruck.
_ _ elle, klare, h _ _ te Farben, durch die Zusammenstellung aber zu _ _ _monie und völliger Ruhe vereint. Dreieckige Kompositionen.
Grelles Rot in den verschiedenen N _ _ _ cen. Blau, Grün, Gold, Gelb. Immer eine Farbe e _ _ _ nzt die andere durchaus. U _ _ _ dliche Reinheit der F _ _ne. Dabei immer das Ganze als Ganzes wirkend.