Übung 67. Scheiden Sie in diesem Auszug die einfachen Prädikate aus.
Sie sprachen noch eine Weile, und wie selbstverständlich ergab sich dann eine neue Frage: Wie er denn aussehen werde, der Mensch der Zukunft.
Pawel sah Vera an.
,,Sicher“, sagte er, „wird er seine Schwächen haben, unser hochgebildeter, vielseitiger Herr Enkel. Eine seiner Schwächen wird übrigens sein, daß er über unsere Debatten erhaben lächelt, wenn er sie zufällig in alten Büchern aufgezeichnet findet. Na ja, er wird alles besser wissen. Er wird das Problem der Raumschiffahrt ebensogut gelöst haben wie das der Verkehrsdichte auf der Erde. Er wird es fertigbringen, die doppelte Menge von Menschen zu ernähren. Er wird Leben erzeugen und es — vielleicht — auf anderen Planeten entdecken. Er wird vergessen haben, was uns noch so drückt, und sich mit Problemen herumschlagen, die wir nicht einmal ahnen. Bei alledem aber wird er — und das wird seine größte Leistung sein — kein Roboter werden, kein perfektioniertes Ungetüm, sondern endlich: Mensch. Er wird aufrecht über die Erde gehen, lange und intensiv leben, glücklich sein und wird wissen, daß dies seine Bestimmung ist.“ Verlegen brach er ab. „Nun habe ich euch eine Rede gehalten...“ Einen Augenblick lang sahen sie diesen Menschen vor sich, um dessentwillen alles sich verlohnte. Dann fragte Vera gespannt: „Pawel, was ist die wichtigste Eigenschaft Ihres Zukunftsmenschen?“
„Brüderlichkeit“, antwortete er, ohne zu überlegen. „Mit offenem Visier leben können. Dem anderen nicht mißtrauen müssen. Ihm den Erfolg nicht neiden, den Mißerfolg tragen helfen. Seine Schwächen nicht verstecken müssen. Die Wahrheit sagen können. Arglosigkeit, Naivität, Weichheit sind keine Schimpfwörter mehr. Lebenstüchtigkeit heißt nicht mehr: heucheln können.“ Pawel, der sonst eher verschlossen war, hatte erregt und tief beteiligt gesprochen.
... Indes statteten die anderen den Zukunftsmenschen mit immer neuen Eigenschaften aus, wie die Feen an Dornröschens Wiege.
Wissensdurst, Forscherdrang wünschte ihm Kol ja, Mut Gisela, Bescheidenheit Heinz. (Nach Ch. Wolf)
Übung 68. Ergänzen Sie das Prädikat durch ein passendes Partizip II von: den folgenden Verben: laufen, schleichen, fliegen, reiten, hinauf springen, fahren, schwimmen, wehen.
Muster:
Sie kam ins Zimmer... .
Sie kam ins Zimmer gelaufen.
1. Die Urlauber kommen mit einem Zug ... .2. Am Himmel kommen ein paar Storche .... 3. Der Dieb kommt ins Haus .... 4. Der Junge kam die Treppe ... . 5. Im letzten Augenblick kommt er mit seinem Koffer .... 6. Unser Sportler kam als erster ans Ziel .... 7. Der Kommandeur kam in den Stab ... . 8. Eine gefährliche Kühle kam ... .
Übung 69. Erklären Sie den Gebrauch des Artikels beim Prädikativ.
„Ihr Herr Vater ist also Kaufmann?“ fragte er ein wenig zögernd.
„Ja. Aber außerdem und eigentlich wohl in erster Linie ist er ein
Künstler.“ (Th. Mann)
„Und Sie sind ein durch und durch rätselhafter Mensch, Herr Spinell, dessen versichere ich Sie.“ (Th. Mann)
Frau von Ypsilanti — ihre Mutter war Französin, ihr Vater Österreicher — war von einer ewig gleichen Lebhaftigkeit und Heiterkeit. (B. Kellermann)
„Aber es ist mir wirklich eine reine Freude, Baronin!“ versicherte Jacques. (B. Kellermann)
„Ach, Jacques, ich sehe es ja, Sie sind noch immer der gleiche Heuchler.“ (B. Kellermann)
„Ja, so sagen Sie mir nur, Martha“, brachte er endlich hervor,, „weshalb in aller Welt Doktor Krüger gehen musste? Weshalb denn?“ Martha zuckte die Achseln und blickte zu Boden. „Man sagt, weil er Sozialdemokrat war.“ (B. Kellermann)
Bei diesen Worten war sie nähher ins Licht getreten, und er erkannte sie. Es war die schöne Charlotte. (B. Kellermann)
8. „Ich wußte ja, daß sie ein gütiger Mensch sind, Fabian“, sagte Christa leise. (В. Kellermann)
Übung 70. Ergänzen Sie die folgenden Sätze durch nominale Prädikate.
Muster:
Tscheljabinsk ... .
Tscheljabinsk ist eine Industriestadt.
1. Paris ... . 2. Der Jenissei ... . 3. Rostock ... . 4. Sotschi ... . 5. Der Harz .... 6. Afrika ... .7. Die Spree ... .8. Der Ural ... .
Muster:
,,Das siebte Kreuz“ ... .
„Das siebte Kreuz“ ist ein Roman von Anna Seghers.
1. „Narrenweisheit“ ... . 2. „Lissy“ ... . 3. „Minna von Barnhelm“ 4. „Figaros Hochzeit“ ... .5. „Ruslan und Ludmilla“ ... .6. „Othello“ ... .7. „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ .... 8. „Der Schwanen-see“ ... .
Muster:
Georg Heißler ... .
Georg Heißler ist der Held des Romans „Das siebte Kreuz“, er ist ein Deutscher.
1. Shakespeare ... . 2. Ryleew ... . 3. Lermontow ... . 4. Heine ... . 5. August Bebel ... .6. Mark Twain ... . 7. Kurtschatow ... . 8. Valentina -Nikolaewa-Tereschkowa ... . 9. Alexej Leonow .. . 10. Ziolkowski ... . 11. Anna Karenina ... . 12. Tschitschikow ... . 13. Emilia Galotti ... .
13. Faust ... . 15. Petschorin ... . 16. Fabian ... . 17. Marion ... . 18. Die Buddenbrooks ... . 19. Ssinzow ... . 20. Tinko ... .
Übung 71. Übersetzen Sie ins Deutsche; gebrauchen Sie das Adjektiv prädikativ.
Muster:
Эта проблема политическая.
Dieses Problem ist ein politisches.
1. Этот вопрос не только экономический, но и политический.
2. Эти ковры туркменские, а не таджикские. 3. Эта газета сегодняшняя. 4. Перо золотое. 5. Вишни украинские. 6. После стольких лет разлуки он остался прежним. 7. Наша улица очень оживленная.
Übung 72. Ergänzen Sie die folgenden Situationen durch passende Sätze mit dem nominalen Prädikat sein+Partizip II.
Muster.
In der großen Wohnung haben sich die Geburtstagsgäste versammelt. Alle waren festlich gekleidet. Die Wohnung war mit Blumen geschmückt. Im Speisezimmer war der Tisch für 20 Personen gedeckt usw.
Er sah sich in einem ziemlich großen, halbdunklen Zimmer; die Fenster waren verhängt. In der Mitte stand ein runder Tisch.
Der Saal ist festlich geschmückt und hell beleuchtet.
Diese Stadt ist sehr jung. Sie ist erst 5 Jahre alt.
Übung 73. Bilden Sie Sätze mit einem verbal-nominalen Prädikat.
Muster:
geschmacklos sein
Das Kleid scheint geschmacklos zu sein.
1. berühmt sein; 2. ein tüchtiger Arbeiter sein; 3. teuer sein; 4. wütend sein; 5. ein Arzt werden; 6. müde werden; 7. standhaft bleiben; 8. treu bleiben
Übung 74. Ersetzen Sie die Prädikate durch folgende stehende Wortverbindungen: j-n zu Gesicht bekommen, Platz nehmen, die Absicht haben, Abschied nehmen, Bescheid sagen, Rücksicht nehmen, sich keine Sorgen machen.
Muster:
Wir berücksichtigen seinen Gesundheitszustand.
Wir nehmen auf seinen Gesundheitszustand Rücksicht.
1. Der Sportler beabsichtigt, in diesem Jahr an dem Wettspiel teilzunehmen. 2. Ich habe leider unseren neuen Kollegen noch nicht gesehen. 3. Wir setzen uns in die 10. Reihe. 4. Um unsere Zukunft brauchen wir uns nicht zu sorgen. 5. Hast du dich von deinen Kollegen schon verabschiedet? 6. Man hat mir gesagt, an wen ich mich wenden soll.
Übung 75. Setzen Sie ein passendes Verb in der richtigen Form ein.
a)1. Eine Menge Menschen ... zum Stadion. 2. Ein Stoß Hefte ... vor der Lehrerin. 3. Eine Reihe interessanter Artikel ... in der letzten Zeitschrift veröffentlicht. 4. Eine Schar Kinder ... im Garten. 5. Eine “Gruppe Schüler ... vor der Wandzeitung. 6. Ein Paar Schuhe...2000 Rubel. 7. Eine Anzahl Leute ... auf den Zug. 8. Ein paar Bleistifte ... auf dem Tisch.
b)1. Luft und Sport ... den Körper. 2. Ihre Freundin und Kollegin ... verreist. 3. Teils die Gruppe, teils der Lehrer ... daran schuld. 4. Das Mädchen und ich ... eine Strecke zusammen. 5. Weder er noch ich ... morgen zu euch kommen. 6. Du oder er ... jetzt die Versammlung eröffnen. 7. Groß und klein ... vor dem schön geschmückten Schaufenster. 8. Eis und Schnee ... alles. 9. Du und deine Eltern ... recht. 10. Sie und ich ... zu Hause. 11. Das ... lauter Worte. 12. Es ... viele neue Ausstellungen eröffnet. 13. Es ... im Saal getanzt. 14. Zweimal zehn ... zwanzig. 15. Ein Lob ... ihm die Worte des Dozenten. 16. Es ... die Kinder am Strand. 17. Müh und Fleiß ... alles Eis. 18. Alt und jung ... dieses Fest. 19. „Krieg und Frieden“ ... ein Roman von Tolstoi. 20. 12 Uhr ... längst vorbei. 21. Bald der eine, bald der andere ... sich an den Professor mit einer Frage. 22. An der Wand ... ein Bild und fünf Aufnahmen. 23. Diese Menschen ... der Stolz unseres Betriebs. 24. Das Allerschönste ... diese zwei Gemälde. 25. Nicht seine Gedichte, sondern seine Novelle ... uns gefallen. 26. Fünf und fünf ... zehn. 27. Du oder er ... es tun.
Übung 76. Setzen Sie das Verb werden ein.
1. Es ... viel gelacht und gescherzt. 2. Es ... viele neue Maschinen 'hergestellt. 3. Es ... ein neues Denkmal errichtet. 4. Es ... nicht darüber diskutiert. 5. Es ... zwei Vortragsabende veranstaltet. 6. Es ... neue Studenten aufgenommen. 7. Es ... im Nebenzimmer geprüft. 8. Es ... alle abgefragt. 9. Es ... in diesem Monat interessante Wettspiele stattfinden. 10. Es ... ein neuer Film gedreht.
Übung 77. Suchen Sie das Objekt in den folgenden Sätzen; bestimmen Sie seine Art und zeigen Sie, wodurch es ausgedrückt ist.
Trotz der Hoffnungslosigkeit der Situation entschloß er sich aber noch einen letzten Versuch zu machen. Er wandte sich an die Regierung- Der Präsident gab ihm ein Diner, und man erwies ihm Achtung und Respekt wie einem abgesetzten Monarchen. Allein an eine Beteiligung am Tunnel konnte die Regierung vorläufig nicht denken, (B, Kellermann)
„Ich enthebe Sie Ihrer Befehlsgewalt und nehme Sie in Haft“, rief Wolzow. (D. Noll)
Und er bat sie, noch eine Weile Geduld mit ihm haben zu wollen, sich zu zerstreuen, zu musizieren, Konzerte, Theater zu besuchen. (В. Kellermann)
Mit keinem Wort hatte sie nach Anna Franca gefragt, mit keinem Wort übrigens auch behauptet, daß das Enkelkind ihr gefalle. Mit einer sachlichen Sorgsamkeit hatte sie sich gleich seiner angenommen, (B. Frank)
Sabine Königs Sorgen, wie die Verwandten sie aufnehmen werden, erwiesen sich als völlig unbegründet. Es hätte nicht der kleinen Geschenke bedurft, die Agnes König für jeden mitgeschenkt hatte. (J. Brezari)
Übung 78. Sagen Sie die folgenden Sätze im Passiv; achten Sie dabei auf den Gebrauch der Präpositionen von und durch.
1. Wer regelt den Verkehr? 2. Was hat das Kind geweckt? 3. Sie lehnte unseren Vorschlag ab. 4. Meine Verwandten haben diesen verwaisten Jungen adoptiert. 5. Nur eine enge Verbindung von Theorie und Praxis kann die weitere Entwicklung unserer Wirtschaft fördern. 6. Der Fortschritt unserer Industrie bringt auch unsere Landwirtschaft voran. 7. Wer kann dieses schwere Problem lösen?
Übung 79. Bestimmen Sie, ob die kursivgedruckten Substantive ein Objekt oder ein Teil des Prädikats sind.
1. Der Vater zerbrach sich den Kopf über die Frage des Sohnes. 2. Er fiel und zerbrach einen Teller. 3. Seine Worte haben auf alle einen tiefen Eindruck gemacht. 4. In der vorigen Woche hat er in unserem Laboratorum einen wichtigen Versuch gemacht. 5. Sie machten einen neuen Versuch, mit ihm auszukommmen, aber vergebens. 6. Man muß solchen Auftritten ein Ende machen. 7. Sie ließ sich einen neuen Mantel machen. 8. Worin finden die revolutionären Ansichten dieses Schriftstellers einen Ausdruck? 9. Meine Mutter hat gestern einen Geldbeutel gefunden. 10. Die Miliz hat endlich den lange gesuchten Dieb gefaßt. 11. Wenn ich endlich einen Entschluß fassen könntel 12. Leider muiten sie bald voneinander Abschied nehmen. 13. Darf ich Platz nehmen? 14. Sie hätten diese Bücher gestern im Lesesaal nehmen können.
Übung 80. a) Übersetzen Sie die folgenden Sätze, b) Bestimmen Sie die Art der Objekte.
1. Комнату освещала красивая люстра. 2. Оратор поднялся на трибуну и начал свою речь. 3. Кто изобрел паровую машину? 4. Он не переносит ни жары, ни холода. 5. Какую цель преследует это упражнение? 6. Преступник признал свою вину. 7. Курение разрушает здоровье. 8. Она ощутила острую боль в колене. 9. Новая картина молодого художника изображала сбор винограда. 10. К сожалению, я должен отказать вам в вашей просьбе. 11. Пойди, пожалуйста, на почту и отправь это письмо. 12. Баха при жизни не признавали выдающимся композитором, а считали лишь блестящим исполнителем. 13. Она назвала меня своим злейшим врагом. 14. Не сердись на мое длительное молчание. Я болела. 15. Обратите внимание на употребление предлогов. 16. Он назвал меня своим лучшим другом. 17. Больной ребенок капризничал и не слушался матери. 18. Охотник прислушивался к каждому шороху. 19. Повтори еще раз это правило. Это тебе не повредит, а принесет пользу. 20. Дети стараются во всем подражать взрослым. 21. После твоего отъезда я буду очень скучать по тебе. 22. Каждый художник должен стремиться к правдивому отображению жизни в своих произведениях. 23. «Пиковая дама» принадлежит к лучшим операм Чайковского. 24. Дети, не ссорьтесь из-за каждого пустяка. Помиритесь друг с другом. 25. Она стыдилась своего необдуманного поступка. 26. Это место в книге нуждается в подробном разъяснении. 27. Об этом не стоит говорить.
Übung 81. а) Lesen Sie den Romanauszug und scheiden Sie die Objekte aus. b) Geben Sie den Inhalt des Textes wieder; gebrauchen Sie möglichst viele Objekte.
Etwa hundert Kriegsgefangene zogen in die Stellung, von einem halben Dutzend blutjunger SS-Leute bewacht. ,,Russen!“ sagte Wolzow.
Durch das Fenster sah Holt ein Dutzend der Gefangenen nahe der Baracke Bombentrichter zuschaufeln. Er brannte sich eine Zigarette an, ging ins Freie und sah ihnen zu.
Die erdfarbenen Gestalten erwiesen sich aus wenigen Metern Entfernung als kaum noch menschenähnliche, ausgemergelte und hohlwangige Wesen mit überdimensionalen Schädeln und eingefallenen Gesichtern. Holt hielt die angerauchte Zigarette gedankenlos einem der Gefangenen hin, der sich erst nach allen Seiten umsah, auch zögernd seinen dunklen Blick auf Holt richtete, ehe er sie nahm, die Lunge voll Rauch sog und die Zigarette weiterreichte.
Holt empfand einen schmerzhaften Druck in der Brust. Mitleid ist Schwäche! sagte er zu sich, aber er fischte doch die angebrochene Zigarettenpackung aus der Tasche. Er wollte sie den Gefangenen hinwerfen, doch dann ging er die paar Schritte über den Acker und drückte die Schachtel in eine rauhe Hand. Als er vor dem Gefangenen stand, sah er mit Erschütterung, daß die Tierhaftigkeit aller dieser Gestalten nichts anderes war als das letzte Stadium eines unvorstellbaren körperlichen Verfalls. Er wollte in seiner Verwirrung auch noch die Streichholzschachtel wegschenken. Da sagte der Gefangene mühsam, als bereite das Sprechen ihm Schmerzen: ,,Brot!“
Holt lief in die Stube zurück und riß seinen Spind auf. Sie hungern! dachte er. Im Essenfach lagen genug Lebensmittel. Butterkeks und Drops wurden seit Wochen täglich als Alarmzulage verteilt und häuften sich in den Spinden. Er verstaute alles in seinen Taschen und zog dann den Mantel über, denn offen durfte er die Lebensmittel nicht hinaustragen ... Er zögerte und wurde unsicher. Dann schob er doch das Brot unter den Mantel. Dann fiel ihm ein, daß es zehn, zwölf Mann waren. Er riß auch Gomulkas Spind auf. Sepp würde es billigen, dessen war er sicher.
Eine halbe Dauerwurst, Brot, ein Würfel Kunsthonig, reichlich Keks... Er raffte alles zusammen. Dann sah er die halbe Flasche Korn stehen, die Gomulka für seinen Geburtstag aufsparte. Er nahm die Flasche an sich.
Ruhig verließ er die Stube, nicht gesonnen, sich erwischen zu lassen. Sorgsam sah er sich um. Außer den arbeitenden Gefangenen war niemand zu sehen.
Er lief über das Feld. Die Gefangenen rissen das Brot in Stücke und versteckten es unter ihren Kleidern. Sie arbeiteten weiter. Einer nach dem anderen kletterte auf den Grund des Bombentrichters hinab und trank aus der Kornflasche. Holt ging in die Stube zurück und legte sich auf sein Bett. Er versuchte zu schlafen.
Später fing er Gomulka auf dem Korridor ab und zog ihn ins Freie. Gomulka blickte sich unwillkürlich um, als Holt erzählte. Dann sagte er: ,,Gut... Ich bin einverstanden.“ — ,,Ob es richtig ist?“ fragte Holt. ,,Sie sind unsere Feinde. “— „Sie haben nicht angefangen“, sagte Gomulka. (D. Noll)