i. V. (in Vollmacht, in Vertretung). Der/die Unterschreibende ist zu mehreren Rechtsgeschäften auf unbeschränkte Zeit berechtigt.
ppa. (per procura). Der/die Unterschreibende besitzt Pro-
kura.
Bei mehreren Unterschriften steht die der/des Ranghöhe-
ren links. |
17 |
|
Positioniert wird die Wiederholung des Namen vier Zeilen unter dem Gruss bzw. dem Firmennamen, bzw. zwei Zeilen unter dem Zusatz zur Kennzeichnung der Vollmacht.
zu Anlagevermerk
Der Anlagevermerk beginnt mit dem Wort Anlage, das unterstrichen oder sogar weggelassen werden kann. Darunter kann der Inhalt der Anlage wiederholt werden, muss er aber nicht.
Positioniert wird der Anlagevermerk drei Zeile unter dem Gruss. Ist unter dem Gruss nicht genug Platz, wird der Anlagevermerk bei ca. 12,5 cm neben den Gruss geschrieben.
zu Verteilervermerk
Der Verteilervermerk beginnt mit dem Wort Verteiler, das unterstrichen oder sogar weggelassen werden kann. Darunter werden die Namen der Personen aufgelistet, die eine Kopie des Schreibens erhalten.
Positioniert wird der Anlagevermerk eine Zeile unter dem Anlagenvermerk. Ist unter dem Anlagenvermerk bzw. dem
Gruss nicht genug Platz, wird der Verteilervermerk bei ca. 12,5 cm neben den Gruss bzw. eine Zeile unter den Anlagenvermerk geschrieben.
zu Postskriptum
PS wird gewöhnlich ohne Abkürzungspunkte geschrieben, kann aber auch ganz weggelassen werden. Das PS wird in Werbeoder Verkaufsbriefen als stilistisches Mittel eingesetzt, um wichtige Aussagen besonders hervorzuheben.
Positioniert wird das PS mit etwas Abstand unterhalb der letzten Zeile des Briefes.
2.2.3 Formen von offiziellen Schreiben
Zum Beispiel:
Kaufmännischer Schriftverkehr
Auftragsbestätigung Rechnung
Lieferschein
Mängelrüge
Reklamationen
Mahnungen
Erinnerungen Personalkorrespondenz
Absage auf
Einladung zum Vorstellungsgespräch
Arbeitsverträge
Kündigung
Korrespondenz mit öffentlichen Stellen
Anträge
Genehmigungen beschreiben Sie:
die Situation,
die gewünschte Sache. 19 geben Sie:
die Situation,
die gewünschte Sache.
einen Termin vor,
vor, an wen das Angebot zu richten ist,
was beigestellt wird,
eventuell einen Preisrahmen vor,
eventuell einen Liefertermin vor,
eventuell Garantien, Konventionalstrafen, Gewährleistungen, andere Konditionen vor,
gegebenenfalls sollten Sie:
nach Informationen über das Unternehmen fragen,
Zeichnungen, Prospekte, Beschreibungen beilegen.
Beispiele: das Angebot
beschreiben Sie:
die Sache detailliert
mit Preis (mit oder ohne MwSt., ohne Angabe ist nämlich die MwSt. im Preis inbegriffen!)
welche Preisbindung (freibleibend)
Rabattmöglichkeiten oder Skonto
mit Liefertermin (fest = fix) mit Lieferkondition
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mit Zahlungsbedingungen
mit Hinweis auf Eigentumsvorbehalt setzten Sie:
eine Frist für die Gültigkeit Ihres Angebotes legen Sie:
gegebenenfalls Zeichnungen, Prospekte, Beschreibungen oder Ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen bei.
Beispiele:
die Bestellung
Beachten Sie, die Bestellung ist Gegenstand des Kaufvertrags und wird als wichtiges Dokument aufbewahrungspflichtig.
beschreiben Sie:
die Grundlage (wer hat welche Bedingungen?)
den Gegenstand (welche Sache, welche Menge?)
Preis und Preisnachlässe
die Lieferund Zahlungsbedingungen die Lieferzeit und den Lieferort
Lieferkonditionen (Verpackungskosten, Lieferungskosten, wer übernimmt was?)
Gewährleistung
Eigentumsvorbehalt
Erfüllungsort und Gerichtsstand gegebenenfalls sollten Sie: 21
Gegebenenfalls Zeichnungen, Prospekte, Beschrei- bungen bei.
Beispiele:
die Bewerbung das Zeugnis
Der Aufbau sollte folgendermassen gestaltet sein:
persönliche Daten der Arbeitnehmerin / des Arbeitnehmers,
Beschreibung der Tätigkeiten im Betrieb,
Beschreibung des beruflichen Werdegangs im Be-
trieb,
Angabe der Gründe für Änderungen des Aufgabenge-
bietes ,
Beschreibung des Aufgabengebietes, das der Mitarbeiterin / des Mitarbeiters übertragen wurde
formulieren Sie:
nie negativ, lt. Gerichtsbeschluss darf das Zeugnis keine negativen Formulierungen enthalten
wenn möglich, ohne die üblichen Floskeln (s. Beis-
piele).
verwenden Sie:
eigene, freie Formulierungen, nehmen Sie ggf. ein
Textprogramm für Zeugnisse zu Hilfe (siehe Kapitel 7 - "Litera-
turhinweise") |
22 |
Wortwahl
Wann wähle ich welches Wort? Wie drücke ich mich aus, um meine Person entsprechend zu repräsentieren? Nachfolgend einige Tips
3 Formale Gestaltung
3.1 Grundsätze
Vor dem Beginn eines Schreibens sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Intention das Schreiben hat, also was mitgeteilt und welches Ziel mit dem Schreiben verfolgt werden soll. Es empfiehlt sich dann das Wichtigste an den Anfang des Briefes zu schreiben, da man hier noch mit der ungeteilten Aufmerksamkeit des Lesers rechnen kann.
Die einfachste Art und Weise zur Vorbereitung eines Schreibens ist die Ordnung der Gedanken. Wenn also nur sehr kurze Mitteilungen geschrieben werden, wie das oft im Betrieb vorkommt, empfiehlt sich eine kurze Stoffsammlung und Ordnung in Gedanken. Diese Vorbereitung reicht oft aus. Bei sehr kurzen Mitteilungen kann das Wichtigste auch an das Briefende
gesetzt werden, da hier damit zu rechnen ist, dass der letzte Eindruck am besten beim Leser haften bleibt.
Liegt Ihrem Schreiben bereits ein anderes vor, kann eine Antwort sehr einfach und schnell gegeben werden. Gehen Sie in Ihrem Schreiben in der gleichen Reihenfolge nach vor, wie das Ihr Briefpartner getan hat. Damit kann er Ihnen schneller folgen
und Sie können sicher sein, keine seiner Anliegen übersehen zu
haben.
23
Für umfangreichere Arbeiten, sollte die Stoffsammlung auf Stichwortzettel erfolgen. Vergleichbar mit Brainstorming, wo alle Gedanken ungeordnet und spontan, innerhalb einer gewissen Zeit, notiert werden. Für die Stoffsammlung sollte ausreichend Zeit vorhanden sein, andererseits darf in der heutigen
Zeit nicht zuviel in Anspruch genommen werden. Wägen Sie es ab. Sollten Sie für die Stoffsammlung keine Einfälle haben, greifen Sie auf die verschiedenen Denkmuster (siehe Kapitel 3.2
"Denkmuster") zurück, sie können helfen verschiedene Ideen zu entwickeln.
Nach der Stoffsammlung, die nach Ihrem Ermessen vollständig sein sollte, erstellen Sie aus den Stichpunkten eine
Gliederung. Hierbei ist wichtig, was Ihre Empfänger informiert oder was zur beschriebenen Sache passt. So stellen sich Eignung und Reihenfolge zusammen für Ihre Gliederung.
Der aus der Gliederung entstehende Entwurf und die folgende Reinschrift, sind jetzt nur noch abhängig von Ihrer Formulierung. Wann welche Worte, wie zu wählen sind, das ist Stil.
Stilverbesserungen sind nicht einfach, aber möglich. Worauf Sie dafür achten müssen, sind im Kapitel 3.4 "Textgestaltung" und Kapitel 3.5 "Schreib-Stil" zusammengestellt.
3.2 Denkmuster
Für die Textgestaltung sollte man sich vor dem Erstellen des Schreibens auf ein bestimmtes Denkmuster festlegen. Damit verhindert man ein späteres Durcheinander, das bei konfuser Überlegung eintreten kann und zu unklaren Schriftstücken führt.
Durch ein Denkmuster wird die logische Schriftfolge festgelegt, also ein "Bauplan" des Schreibens. Man kann dies auch als den
"roten Faden" für den Texter bezeichnen. Er legt Aufbau und Gliederung fest. Diese Denkmuster können verschieden gestaltet sein:
3.2.1 Frageform
Quelle: Leicher, R.: "Vom guten zum besseren
Geschäftsbrief"
Die Frageform stellt alle W-Fragen:
Sind alle Fragen beantwortet? Dann ist das Schreibziel erreicht.
Abbildung 1: W-Fragen
3.2.2 Probleme lösen
Quelle: Leicher, R.: "Vom guten zum besseren
Geschäftsbrief"
Das Ziel dieses Denkmusters ist eine Meinung zu beeinflussen. Es soll den Empfänger überzeugen beziehungsweise ihn
motivieren. Das rein argumentative Denkmuster (Abkürzung
EDABS) gliedert sich in folgende Bausteine:
Empfänger, |
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Darbietung, |
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Argumentation, |
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|
Bewährung und |
25 |
|
|
|
|
Schluss. |
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|
Empfänger- |
Aus Sicht des Empfängers anknüpfen an |
|
Bekanntes, |
|
|
Einstieg |
z. B. an: |
|
ein wichtiges Problem
eine gewichtige Meinung oder
Gewohnheit
eine weitverbreitete Erfahrung ein starkes Interesse
ein vorrangiges Bedürfnis / Motiv einen intensiven Wunsch
ein bedeutsames, aktuelles Ereignis ein eindrucksvolles persönliches
Erlebnis
Darbietung des = Kerninformation über das
Objekt
Objektes |
(Produkt, Dienstleistung, Neu- |
heit)
Bild und / oder Texterklärung
Produkt-Demonstration
(z. b. Gegenstandsbeschreibung)
Argumentation Argumentblock 26These (= Behauptung, Urteil)
Argument(e) (= einzelne Be-
weisgründe)
Beispiel(e) Zusammenfassung
Bewährung/ |
des Produkts, der Dienstleis- |
tung, z. B.
Erprobung Referenz Testergebnis
Schluss |
zum Beispiel: |
|
Zusammenfassung wichtiger Ge- |
danken |
|
|
Eingliederung in grösseren Zu- |
sammenhang |
|
|
Schlussfolgerung |
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Ausblick auf Weiterentwicklung |
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Handlungsimpuls geben |
|
(Vergessen Sie nicht, den Absend- |
er anzugeben) |
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