Zwischen 25 und 30 % mehr Ertrag für Sie!
Sehr geehrter Herr [Name],
mehr Ertrag im Obstanbau - ein interessantes Thema für
Sie? Auf der Landwirtschaftsmesse in Augsburg meinte Herr
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Kienz am vergangenen Montag: "Bei den heutigen Düngemethoden und dem Stand der Schädlingsbekämpfung ist eine weitere Steigerung des Ernteertrages nicht mehr denkbar". Hat Herr Kienz nun recht? Wir werden sehen - und bitten Sie, sich selbst zu überzeugen.
An 200 Apfelund Kirschbäumen möchten wir Ihnen beweisen, dass unsere Düngemethode noch eine weitere Ertragssteigerung von 25 bis 30 % zulässt. Unsere MULTI-PLUS- Methode ist in Kalifornien und in Oberitalien erfolgreich erprobt. Sehen Sie sich die Broschüre in der Anlge an! Sie sagt
Ihnen alles.
Aus unserer Methode ergeben sich klare Vorteile für Sie: Die Intervall-Düngung verhindert Streuverluste und erfasst den gesamten Wurzelbereich. Die Lagerung bei jeder Temperatur und Feuchte ist problemlos und einfacher als je zuvor.
Und damit Sie auf Nummer Sicher gehen, unser Angebot für Sie: Wenn Sie Ihr Obst nach unserer Methode mit MULTIPLUS düngen, erhalten Sie obendrein noch 2 Jahre Garantie auf einen gleichbleibenden Ernteertrag.
Unser Spezialberater Herr Meier ruft Sie am Mittwoch, den ... an und beantwortet Ihre Fragen. Denn sicherlich möchten Sie noch weitere Informationen.
Mit freundlichen Grüssen
MULTI-PLUS GmbH i. A. Klaus Müller
3.2.3 Einfacher Aufbau
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Dieses einfache Muster ermöglicht gerade bei kürzeren
Texten formal einen schnellen gedanklichen Aufbau. Man bezeichnet diesen Aufbau als Denkmuster nach AIDA:
AIDA kommt aus dem Englischen und bedeutet:
A) Attention I) Interest D) Desire A) Action
Für unsere Zwecke lässt sich dieses Denkmuster folgendermassen interpretieren:
A) Aufmerksamkeit des Lesers wecken
I) Interesse am Inhalt des Briefes erzeugen
D) Drang schaffen, der Absicht des Senders zuzustimmen
A) Auslösen der Handlung. Der Empfänger handelt im
Sinne des Absenders.
namentliche Anrede Anrede nicht-namentliche Anrede namentliche und nicht-namentliche Anrede als Kombination keine Anrede Titel / Überschrift bzw. Betreff Titel (im Titel
sollte die Problemlösung zum Ausdruck kommen) Untertitel
(nur wenn Zusatzinformation erforderlich) = gegebene Situation, z. B. Ist Situationsanalyse gegenwärtige Tendenzen Grundlage Problem Bestimmung wichtiger Begriffe bisherige Ansätze Behandlung der Fragen: wer, was, wie, womit, zu wem, mit welcher Wirkung = anzustrebende Situation Soll Ziel Aufgabe der
Weg vom Ist zum Soll, meist sind es Lösungsweg mehrere Schritte = Problemlösung, z. B. Ergebnis/ höhere Wirtschaftlichkeit Lösung neue Organisation neue Erkenntnis neues Produkt zum Beispiel: Schluss Zusammenfassung wichtiger Gedanken Eingliederung in grösseren Zusammenhang Schlussfolgerung Bedeutung des erzielten Ergebnisses Ausblick auf Weiterentwicklung (Vergessen Sie nicht, den Absender anzugeben)
3.3 Die neue deutsche Rechtschreibung
Überprüfen Sie Ihren Text auf Richtigkeit. Rechtschreibfehler können dazu führen, dass em 5. August 2005 wird die neue deutsche Recman Ihren Text nicht ernst nimmt oder missversteht. Ab dhtschreibung gültig. In der Übergangszeit gelten die alte und die neue Schreibweisen nebeneinander - nicht miteinander!
Die neue Rechtschreibung weicht weniger von der alten ab, als viele glauben. In Zweifelsfällen, greifen Sie zu einem Wörterbuch, das sich nach den amtlichen Regeln richtet.
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Generell lässt sich die Rechtschreibung in folgende |
Punkte |
aufteilen: |
3.3.1 Schreiben nach Aussprache
Rechtschreibung erfolgt grundsätzlich nach Lautschrift, also geschrieben wie gesprochen. Nach den Sprechsilben
wird auch getrennt, das lässt manchmal mehrere Möglichkeiten
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offen, z. B. hi-nauf oder hin-auf, wa-rum oder war-um. Der Sonderfall "st" ist aufgehoben, z. B. Kis-te. Der Wechsel zwischen ck und "k-k" ebenso, z. B. Lo-cken.
Statt "ss" wird "ss" geschrieben, z. B. nass, dass. Ausnahme nach langen Vokalen: Fuss, Strasse. Keine Unterscheidung bei zusammengesetzten Worten, die drei aufeinanderfolgende Konsonanten erhalten: Sauerstoffflaschen (bleibt), Schifffahrt statt Schiffahrt, Nassschnee statt Nassschnee. Alternativ ist auch Nass-Schnee möglich.
3.3.2 Schreiben nach Wortstamm
Gemäss der Wortfamilie werden alle verwandten
Wortformen und Wortbildungen geschrieben, z. B. heller und Helligkeit zu hell, kälter und Kälte zu kalt. Weitere Beispiele:
Mäuse zu Maus, Öfen zu Ofen, Kühe zu Kuh, täglich zu Tag, nächtlich und übernächtigt zu Nacht, Häute und abhäuten zu
Haut.
Das heisst also, der Umlaut ä/äu wird immer dann benutzt, wenn sich ein verwandtes Wort mit a/au finden lässt, z. B. behände / zu Hand (statt früher behende), Gräuel / Grauen (statt früher Greuel). So also auch gräulich (greulich) zu grau und Gräuel, Stängel (Stengel) zu Stange, aufwändig (aufwendig) zu
Aufwand.
Die Buchstaben b, d, g, die am Wortende hart (p, t, k)
gesprochen werden, werden immer gleich geschrieben: Wald /
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Waldes, Tag / Tage, Korb / Körbe, Feld / Felder, Laub / Laubes, Pflug / Pflüge / pflügen.
Unterschiedliche Wörter werden verschieden geschrieben, z. B. Saite / Seite, Moor / Mohr, Meer / mehr, Wal / Wahl, Lied / Lid.
3.3.3 Schreiben nach Herkunft
Gemäss der Entwicklung der deutschen Sprache werden fast alle Wörter mir langem "i" mit "ie" geschrieben, z. B. liegen, siegen, Biene.
Die Verlängerung anderer Vokale wird durch das "h" geschrieben, z. B. ohne, fahren, hohl, kühl. Als Verknüpfung des langen "i" mit "h" ist nur ihm und ihr bekannt.
Verschiedene, allgemein anerkannte Schreibgewohnheiten wurden legitimiert, z. B. nummerieren statt numerieren, platzieren statt plazieren.
3.3.4 Fremdwörter
Fremdwörter werden der Schreibweise der jeweiligen
Fremdsprache angeglichen, z. B. T-Shirt (engl.), Pizza (ital.), Chance (franz.), Mokka (arab.), Ski (norweg.).
Aber auch Fremdwörter werden teilweise eingedeutscht, z. B. Spagetti statt Spaghetti, Hobbys statt Hobbies,
Jacht statt Yacht, Bravur statt Bravour. Französische
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Fremdwörter auf -eé dürfen auch mit -ee geschrieben werden, z. B. Schikoree statt Chicorée.
Eingedeutschte Fremdwörter, z. B. Büro statt Bureaux, Frisör statt Friseur, Fotografie statt Photographie werden ergänzt, wobei die alte Schreibweise weiterhin als richtig gilt: z.
B. Delphin / Delfin, Panther / Panter, Joghurt / Jogurt , Babies / Babys, Portemonnaie / Portmonee.
Die Endung -tiell kann durch -ziell ersetzt werden, z. B. substanziell statt substantiell aus Substanz, essenziell statt essentiell aus Essenz, potenziell statt potentiell aus Potenz, existenziell statt existentiell aus Existenz.
Ausnahmefälle sollen eingegrenzt werden: z. B. rau statt rauh, Känguru statt Känguruh.
3.3.5 Grossschreibung
am Satzanfang, Nomen / Substantive, Buchtitel aus
Sätzen, Namen und Begriffe als Substantive.
3.3.6 Zusammenund Getrenntschreibung
Zusammenund Getrenntschreibung in Verbindung mit der Grossund Kleinschreibung:
feste Wendungen dürfen fast immer gross und getrennt geschrieben werden, z. B. imstande sein - im Stande sein, infrage stellen - in Frage stellen, zu grunde gehen - zu Grunde
gehen. |
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3.3.7 Kommaregeln |
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Hauptund Nebensätze werden durch Komma ge- |
trennt. |
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Aufzählungen gleicher Satzglieder |
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Vor und oder oder muss in aufgezählten Hauptsätzen |
kein Komma mehr gesetzt werden, es darf aber gesetzt werden, z. B. er fuhr mit dem Fahrrad(,) und sie nahm dem Bus.
Beim erweiterten Infinitiv wird die Kommasetzung weitgehend freigegeben, z. B. sie nahm den Bus(,) ohne zu überlegen.
3.4 Textgestaltung
Folgende Kapitel beschreiben, was Ihre Texte verständlicher macht und wie Sie Ihren Stil verbessern können.
Haben Sie deren Sinn erst einmal erkannt, wird auch das Formulieren der Texte einfacher.
3.4.1 Einfachheit im Ausdruck
3.4.1.1 Textverstehen
Vermeiden Sie Missverständnisse durch einfachen Ausdruck. Machen Sie sich bewusst, welche Sprache Ihr Briefpart-
ner spricht: |
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Kennt er die genannten Fachausdrücke? |
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Wie weit ist er in die Problemstellung eingeweiht? |
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Welche Vorkenntnisse bringt er mit?
Überlegen Sie sich Fragen, die die Probleme beim Verstehen Ihres Textes beschreiben können und überprüfen Sie, ob alle Fragen beantwortet werden können. Einfacher Ausdruck erleichtert auch die Formulierung Ihrer Texte. Hierbei müssen Sie aber beachten, welche Zielgruppe Ihr Text erreicht:
3.4.1.2 Einfache verständliche Texte
Für die Analyse der Einfachheit, gliedern Sie Ihren Text in die wichtigen Punkte und stellen Sie sich zum Beispiel folgende Fragen:
Bausteine |
Fragen |
Beispiel |
Istanalyse |
Welche Situation liegt vor? Ware ist ge- |
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liefert,
ist der Empfänger bereits |
Rechnung ist |
nicht bezahlt.
informiert?
Sollanalyse |
Was soll erreicht werden? |
Rechnung |
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soll bezahlt werden. |
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Problemlösung |
Gibt es bereits Vorschläge |
Zahlung- |
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saufforderung |
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zur Problemlösung? |
(Gegenstand des |
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Briefes) |
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Welche Vorschläge gibt es?
Wird Lösung mit dem
Schreiben angefragt?
Handlungsaufruf Was wird vom Empfänger |
Zah- |
||
lung gefordert? |
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Frage |
Was soll der Empfänger |
keine |
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beantworten? |
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Formulieren Sie simpel. Verwenden Sie Formulierungen,
Sprechrhythmen und Satzlängen, die Sie im direkten und indirekten Gespräch Ihrem Gesprächspartner gegenüber ebenfalls verwenden.
3.4.1.3 "dassSätze"
Statt eines "dass-Satzes" verbessert der (kürzere) Infinitivsatz Ihren Stil:
nicht so: |
sondern so: |
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Wir freuen uns, dass wir Sie |
Wir freuen uns, Sie |
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wiederzusehen. |
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wiedersehen. |
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Wir bitten Sie, dass Sie uns |
Wir bitten Sie, uns un- |
|
verzüglich |
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unverzüglich Bescheid geben. |
Bescheid zu geben. |
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3.4.2 Gliederung und Ordnung
3.4.2.1 Gliederung
Gliedern Sie Ihren Text in
Einleitung,
Hauptteil und
Schluss
oder nehmen Sie sich die Denkmuster als Grundlage für
Ihre Gliederung.