Материал: Лексикология современного немецкого языка. учеб. пособие для аспирантов и студентов ПСПК. Фомина З.Е., Чечетка В.И

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Eine metaphorische Übertragung kann auf Grund einer Ähnlichkeit nach der Funktion erfolgen, z.B. Brillewar ursprünglich “eine aus Beryll (Edelstein mit schonen Prismenkristallen) verfertigte Augenlinse“. Für die Linsen, die später entwickelt wurden, wurde dieser Name behalten.

Eine Sonderart der Metapher ist die Synästhesie. Die Übertragung von einen Sinnesbereich auf einen anderen Wörter werden aus dem Bereich eines Sinnes oder einer Gefühlempfindung auf den Bereich eines anderen Sinnesempfindung übertragen, z.B. von akustischer zu optischer Wahrnehmung: schreiende Farben, von optischer zu akustischer Wahrnehmung: dunkle Tone, helle Stimme, harte Worte.

Metonymie. Die Metonymie (griech. metaüber, onomaName) ist auch eine Art Bezeichnungsübertragung mannigfaltigen Bedeutungsbezeichnungen. Das sind räumlicher, zeitlicher, ursachlicher Art, Beziehungen zwischen Handlung und Resultat der Handlung u.a., z.B. 1. Das ganze Hotel wurde wach (alle Hotelgaste).

2. Die Schule macht einen Ausflug (alle Schuler und die Lehrer).

Euphemismus. Unter Euphemismus versteht man eine milderne, beschönigende Ausdruckweise, z.B. sterbeneinschlafen, entschlafen, die Augen für immer schließen; schwanger sein - in anderen Umstanden sein; Geliebte - Freundin.

Fragen zur Selbstkontrolle

1.Welche außersprachlichen Ursachen führen zum Bedeutungswandel?

2.Nennen Sie die sprachlichen Ursachen des Bedeutungswandels.

3.Begründen Sie die Wege des Bedeutungswandels in der deutschen Sprache.

4.Was versteht man unter dem Begriff “Metapher”?

5.Worin besteht das Wesen der Personifizierung?

6.Definieren Sie den Begriff “Metonymie”.

7.Nennen Sie die Arten der Metonymie.

8.Was versteht man unter den Ergebnissen des Bedeutungswandels? Führen Sie Belege für die Erweiterung und Verengung des Bedeutungsumfanges, der Werterhöhung und Wertminderung an!

9.Definieren Sie die Begriffe “Hyperbel” und Litotes”!

10.Worin bestehen die Besonderheiten des Euphemismus?

Fachliteratur:

1.Iskos A. Lenkowa A. Deutsche Lexikologie.- L. 1970.

2.Olschanski I.G. Lexikologie: Die deutsche Gegenwartssprache/ I-G-Olschanski, A.E.Gusewa - М.: Академия, 2005,-415 S.

3.Schewelyowa L.W. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache: Vorlesungen/ L.W. Schewelyowa.- M.:Высшая школа, 2004.- 240 S.

4.Schippan Thea. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache.- Leipzig, 1984.

5.Schmidt W. Deutsche Sprachkunde/ W. Schmidt – Berlin, 1978.- 290 S.

6.Stepanowa M.D. Tschernyschewa I.I. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache.- M.: 2005. – 256 c.

7.Typologie des lexikalischen Wandels: Bedeutungswandel, Wortbildung und Entlehnung am Beispiel der romanischen... von Paul Gévaudan von Stauffenburg Verlag (August 2007).

8.Verbale Wortbildung: Im Spannungsfeld zwischen Wortsemantik, Syntax und Rechtschrei-

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bung von Maurice Kauffer und René Métrich von Stauffenburg (Juli 2007).

9.Wort und Wortschatz von Renate Portz von Praxis Verlag (1. Mai 2005).

10.Ольшанский И.Г., Гусева А.Е. Лексикология. Современный немецкий язык: прак-

тикум = Lexikologie. Die deutsche Gegenwartssprache: Übungsbuch. Учебное пособие для ВУ-

Зов (изд. :3).- Изд-во: ИЦ Академия. – 2008.- 174 с.

Vorlesung 9

Thema: Die semantische Analyse des deutschen Wortbestandes. Synonyme. Antonyme. Homonyme

Die Schwerpunkte der Lektion № 9:

1.Das Problem der Synonyme in der deutschen Germanistik.

2.Das Synonyme als Forschungsobjekt der Morphologie, Syntax und Lexikologie.

3.Das Problem der Klassifikation der Synonyme. Vollständige (absolute) und unvollständige Synonyme, begriffliche (ideographische) Synonyme, stilistische Synonyme.

4.Die Ursachen der Synonyme.

5.Definition der Antonyme. Antonym und Gegenwörter.

6.Definition der Homonyme. Ursachen der Homonyme.

7.Kriterien für die Abgrenzung der Homonyme von der Polysemie.

Grundbegriffe: Synonyme, absolute Synonyme, begriffliche Synonyme, kontextuelle Synonyme, stilistische Synonyme, Antonyme, Gegenwörter, Gegenbedeutung, Negationspartikel, Homonyme, Homophon, Homographie.

In der traditionellen Bedeutungslehre sind Synonyme definiert als sinngleiche oder sinnverwandte Wörter. Man unterscheidet vollständige (absolute), begriffliche (ideographische) und stilistische Synonyme.

Bei den absoluten Synonymen entsteht die Bedeutungsidentität der Lexeme. Das sind meistens synonymische Dubletten wie Telefon-, Fernsehsprecher; Auto-, Kraftwagen; importieren, einfuhren u.a. [35-38, 41].

Aber sie auch unterschieden im Gebrauch. Nur Telefon wird in solchen Zusammensetzung gebraucht, Auto-, Dienst-, Tischtelefon, Fernsprecher nur: Münzfernsprecher, Fernsprechamt,- anlage, -dienst, -auskunft u.a. [35-38, 41].

Die Bedeutungsähnlichkeit der Lexeme Lohn-, Gehalt-, Gage beruht auf semantische Differention, ist also ideografisch, deshalb heißen sie auch begriffliche Synonyme geleistete Arbeit heißt Lohn, Bezahlung für geleistete Arbeit der Angestellten oder Beamten heißt das Gehalt. Bezahlung für geleistete Arbeit der Künstler heißt der Gage.

Vollständige absolute Synonyme. Wörter und Wortverbindungen, die ganz gleiche dingliche Bedeutung haben, d.h. die ein und denselben Begriff ausdrücken,

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im beliebigen Kontext einander ersetzen können und stilistisch neutral sind, z.B. FahrstuhlLift.

Unvollständige Synonyme: Wörter und Wortverbindungen, die sich nicht völlig decken, weil sie neben den gemeinschaftlichen Hauptmerkmalen auf verschiedene Nebenmerkmale besitzen. z.B. Weg-Pfad- Steg.

Begriffliche (ideographische) Synonyme: Synonyme, die bei Übereinstimmung im begrifflichen Hauptinhalt unterschiedliches im Gebrauch oder auch in den Bedeutungsschattierungen aufweisen, z.B. EndeSchluss, Ruhe-Stille.

Kontextuelle Synonyme: Wörter und Wendungen mit unterschiedlicher logisch gegenständiger Bedeutung, die nur in bestimmten Kontexten als Synonyme auftreten, z.B. Werk -Arbeit, Feind-Gegner.

Stilistische Synonyme: Synonyme mit einem gemeinsamen begrifflichen Kern und unterschiedlichen stilistischen, emotionalen und andere Merkmale, z.B. KopfHaupt; PferdeRoss.

Bei den stilistischen Synonymen wird das Grundsynonym unterscheiden. Das ist gewöhnlich ein solches Synonym das begrifflich und stilistisch eine Invariante der anderen Glieder der synonymischen Reihe bildet. Das Grundsynonym ist stilistisch neutral. Das Gesicht –neutral, das Antlitzgehoben, die Visagesalopp, die Fratzesalopp [35-38, 41].

Antonyme sind Gegenwörter oder Gegensatzwörter, Wörter mit Gegenbedeutung, z.B. helldunkel, arm-reich, redenschweigen.

Eine über aus wichtige Voraussetzung der Antonyme ist das Vorhandensein eines gemeinsamen semantischen Kerns, auf diesem Basis der Polarität entsteht, z.B. Zeit (früh-spät), Farbe (hell-dunkel), Mensch (gut-schlecht).

1)Antonyme entstehen auch durch Wortbildung und zwar auf dem Wege der

Ableitung. Zur Bildung von Antonymen dienen viele Halbsuffixe und Präfixe. Die Präfixe ent-, un-, miss-, haben die Fähigkeit, dem Worte eine entgegengesetzte Bedeutung zu verleihen: z.B. LustUnlust, Erfolg-Misserfolg, laden-entladen.

2)Wörter, deren gegensätzliche Bedeutungen dadurch zustande kommen, dass sie mit Hilfe von Negationspartikeln gebildet sind, wie Tiefe-Untiefe, ehrenhaftun- ehrenhaft, zufriedenunzufrieden usw., fallen nicht unter den Begriff Antonyme.

3)Da erstens die deutsche Sprache keine neuen autonomischen Basismorpheme erzeugt, sondern Neuwörter in der Regel (bis auf wenige lautnachahmende Wortschöpfungen). Neubildungen sind mit Hilfe vorhandener Morphemen entstehen, zweitens der Begriff des Antonyms semantisch interpretiert wurde (sprachlich Einheiten, die den Gegensinn tragen), ohne den Bau dieser Wörter zu berücksichtigen, schließen wir in die Gruppe der Antonyme alle die Wörter ein, die zu einem gegebenen Wort in einem gegebenen Kontext die “Gegenbedeutung” tragen.

Die Hauptquelle der Entstehung von Antonymen ist die Wortbildung. Antony-

me können durch völlig verschiedene Lexeme gebildet werden: dick, dünn, lang, kurz. Sie können aber auch auf verschiedenen Wegen der Wortbildung entstehen. Durch Präfixierung mit Antonymen-Präfixen entstehen AntonymeLexeme mit Par-

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tikel identischem Formativ: verloben: entloben, herlaufen: weglaufen, eintreten: hinaustreten, anmachen: abmachen [35-38, 41].

Antonyme kann auch zwischen präfixiertem und nichtpräfixiertem Wort entstehen, wobei auch Verneinungsmorpheme ein Antonym hervorbringen: Schuld: Unschuld, ehrlich: unehrlich, Geduld: Ungeduld. Als antonymische Suffixe treten u.a.- los/-voll auf: gehaltvoll: gehaltlos, genusslos. Ein mehrdeutiges Wort kann mehrere Antonyme haben, z.B. bestimmt- unbestimmt, unklar, ungewiss, undeutlich u.a. [3538, 41].

Unter Homonyme versteht man Wörter und Wortverbindungen mit gleicher lautlicher Form und völlig verschiedenen Bedeutungen, z.B. Strauß (Blume), Strauss (Vogel) [35-38, 41].

Homonyme, Pl: Wörter (oder Konstruktionen), die lautlich identisch, aber in der Herkunft und in der Bedeutung verschiedenen sind, z.B. mit Identität (Kiefer), z.B. ohne Identität in der Schreibung (mehr-Meer).

Homonym- sprachliches Zeichen (Wort, Wortgruppe), das gegenuber einem anderen die gleiche Lautform aufweist, mit dem anderen aber keine wesentlichen Bedeutungselemente gemeinsam hat, z.B. Sie erkannte ihn auch dieses Mal an dem charakteristischen Mal im Gesicht.

Homographie. Wörter, deren Orthographie identisch ist aber weder grammatisch noch semantisch und lautlich übereinstimmen, z.B. um ’fahren- ’umfahren,

über’setzen- ‘übersetzen.

Homophone. Die Wörter, deren LautzeichenLautkörper identisch sind, die sich aber in der Schreibweise unterscheiden können, z.B. MohrMoor; malenmah- len [35-38, 41].

Fragen zur Selbstkontrolle

1.Was verstehen Sie unter dem Begriff “Synonym”?

2.Welche Ursachen führen zur Entstehung der Synonyme?

3.Was ist der Unterschied zwischen vollständigen und unvollständigen Syno-

nymen?

4.Definieren Sie den Begriff “Antonyme”?

5.Führen Sie einige Beispiele mit den Antonymen an, die a) von Anfang an entgegengesetzte Bedeutungen haben, b) infolge des Bedeutungswandels entgegengesetzte Bedeutungen bekommen haben; c) durch die Wortbildung entstanden sind.

6.Welche lexikalischen Einheiten werden als Homonyme betrachtet?

7.Wodurch zeichnen sich die Termini Homonyme, Homographie und Homophone aus?

8.Sprechen Sie über die Entlehnung als Quelle der Homonymie! Nennen Sie die Mittel für die Differenzierung von Homonymen.

9.Sprechen Sie zum Problem der Abgrenzung der Polysemie von der Homonymie.

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Fachliteratur:

1.Iskos A. Lenkowa A. Deutsche Lexikologie.- L. 1970.

2.Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache von Thea Schippan von Niemeyer, Tübingen (1992).

3.Nomina im Indogermanischen Lexikon von Dagmar S. Wodtko, Britta Irslinger und Carolin Schneider von Universitätsverlag Winter (8. Januar 2008).

4.Olschanski I.G. Lexikologie: Die deutsche Gegenwartssprache/ I-G-Olschanski, A.E.Gusewa - М.: Академия, 2005,-415 S.

5.Schewelyowa L.W. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache: Vorlesungen/ L.W. Schewelyowa.- M.:Высшая школа, 2004.- 240 S.

6.Schippan Thea. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache.- Leipzig, 1984.

7.Schmidt W. Deutsche Sprachkunde/ W. Schmidt – Berlin, 1978.- 290 S.

8.Stepanowa M.D. Tschernyschewa I.I. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache.- M.: 2005. – 256 c.

9.Verbale Wortbildung: Im Spannungsfeld zwischen Wortsemantik, Syntax und Rechtschreibung von Maurice Kauffer und René Métrich von Stauffenburg (Juli 2007).

10.Wort und Wortschatz von Renate Portz von Praxis Verlag (1. Mai 2005).

11.Ольшанский И.Г., Гусева А.Е. Лексикология. Современный немецкий язык: прак-

тикум = Lexikologie. Die deutsche Gegenwartssprache: Übungsbuch. Учебное пособие для ВУ-

Зов (изд. :3).- Изд-во: ИЦ Академия. – 2008.- 174 с.

Vorlesung 10

Thema: Die sozial-berufliche Differenzierung des Wortbestandes

Die Schwerpunkte der Lektion №10:

1.Die soziale Gliederung des Wortbestandes.

2.Fach-und Berufswortschatz. Zum Problem der Definition des Terminus.

3.Sonderwortschatz sozialer Gruppen und Altersgruppen. Der Sonderwortschatz der Studenten und Jugendlichen.

Grundbegriffe: Sonderwortschatz, Sondersprache, Fachsprache, Berufssprache, Berufslexik, Standessprache (Jargon), der Terminus.

Wenn die Sprache nach dem Träger betrachtet wird, also die Gliederung der Sprachgemeinschaft in soziale Gruppen zugrunde liegt, dann ist die Rede von Grup- pen-, Standes-, Fach-, und Berufssprachen, von Klassensprachen oder Jargons. Es handelt sich dabei niemals um selbständige Sprachen, sondern um Sonderwortschatz der obergenannten sozialen Gruppen [35-38, 41].

Entscheidend ist folgendes: Sprache als solche ist überall und zu allen Zeiten das Mittel des Verkehrs und der Verständigung, ohne Rucksicht auf ihre soziale Stellung: sie dient allen Gruppen innerhalb der Gesellschaft in gleicher Weise. Die verschiedenen sozialen Gruppen treffen jedoch entsprechend ihren besonderen Bedürfnissen und Interessen auf dem allgemeinen Wortbestand der Gemeinsprache eine unterschiedliche Auswahl. Sie benutzen bestimmte Wörter und Wendungen mit Vorlie-

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Источник: https://studfile.net/preview/16569596/