Mail-Gateway, um Ihre Firma vor der zu erwartenden E-Mail-Flut zu schützen ...
und verlieren dadurch einen wichtigen Kundenauftrag.
Stellen Sie sich weiterhin vor, Sie sitzen zu Hause und schreiben an Ihrer Diplomarbeit. Sie sind schon fast fertig, als eines Ihrer Kinder ein neues Spiel auf Ihrem PC installiert und ihn mit einem Virus infiziert. Der Virus löscht die gesamte Festplatte ... und damit auch Ihre Diplomarbeit, an der Sie vielleicht schon seit Monaten gearbeitet haben.
Angenommen, ein Bekannter schickt Ihnen per E-Mail einige Dateien, die er im Internet gefunden hat. Ohne jegliche Bedenken öffne n Sie die Dateien (schließlich vertrauen Sie Ihrem Freund) und lösen einen Virus a us, der vertrauliche Dokumente an jeden Eintrag aus Ihrem Adressbuch sendet... u. a. auch an Ihre Wettbewerber.
Stellen Sie sich vor, dass Sie versehentlich ein Dokument an eine andere Firma schicken, das mit einem Virus infiziert ist. Glauben Sie, dass diese Firma Sie dann immer noch als guten Geschäftspartner betracht en wird...?
Diese Schreckensszenarien sind nicht etwa frei erfunden, sondern haben bereits irgendwo in der Welt stattgefunden. In allen Fällen hätten die unangenehmen Folgen durch einige kleine, noch nicht einmal teure Vorsichtsmaßnahmen verhindert werden können.
Aufgaben zum Text 8
1.Finden Sie im Text Anglizismen und ersetzen Sie sie durch deutsche Syno-
nyme.
2.Schreiben Sie alle Verben aus, die mit dem Wort Virus verbunden sind.
3.Unterstreichen Sie alle Relativsätze.
4.Finden Sie im Text zwei Sätze mit dem Prädikat im K onjunktiv. Bestimmen Sie dessen Zeitform und übersetzen Sie die Sätz e.
5.Suchen Sie im Text einen Satz mit dem Partizip I mit zu heraus und übersetzen Sie ihn.
Text 9. Meldungen richtig einordnen
Antivirenprogramme nehmen bei einer Warnung oft den Nutzer in die Pflicht: Dieser muss entscheiden, ob die vermeintlich verseuchte Datei entweder gelöscht werden soll, in einer Quarantäne landet oder sich d er Virenscanner schlichtweg getäuscht hat. Wichtig ist hier vor allem, genau zu w issen, woher die Datei stammt. Files aus geschützten Umgebungen – etwa von interne n Firmenservern – sind
16
höchstwahrscheinlich bereits durch den Enterprise-V irenscanner überprüft, also sauber. Auch Dateien, die Sie von seriösen Online-Q uellen per E-Mail erhalten, können Sie als virenfrei einstufen. Das gilt natürl ich nicht, wenn die Mail gefälscht wurde. Fehlalarme gibt es etwa auch bei parallel installierten Virenscannern. Vor Bewertung der Virenwarnung sollten Sie folgende Schritte durchführen: Als Erstes googeln Sie den Virusnamen. Oftmals liefert das schon Hinweise. Ein zweiter Indikator ist die Prüfung auf virustotal.com. Hier können Sie die vermeintlich infizierte Datei hochladen. Anschließend checkt die Sei te mit mehreren AntivirenEngines das File. Zeigen die meisten eine positive Erkennung, handelt es sich um einen Virus, den Sie dann mithilfe Ihres Antivirenprogramms löschen sollten. Liefert die Seite nur negative Ergebnisse, ist es ein Fehlalarm. Sollte die Löschfunktion nicht funktionieren, ist die Datei vom System gesperrt. In diesem Fall verwenden Sie unser Rescue-System, das auf einem Live-Linux-OS basiert.
Aufgaben zum Text 9
I. Lesen Sie den Text.
II. Nennen Sie drei Stritte, die Sie unternehmen sollen, um die Virenwarnung zu bewerten.
III. Was bedeuten die folgenden Wörter: googeln, Antiviren-Engines, File, Rescue-System, verlinken, hoch-/runterscrollen, downloaden, EnterpriseVirenscanner, Computeruser, Button? Führen Sie Ihre eigenen Beispiele an.
IV. Ergänzen Sie die Sätze. Prüfen Sie sich nach de m Text.
1. Wenn die meisten Antiviren-Scanner eine positive Erkennung zeigen,
………
2. Wenn die Seite nur negative Ergebnisse liefert,………… |
. |
3.Wenn die Löschfunktion nicht funktioniert,…………..
V. Finden Sie im Text einen konjunktionslosen Konditionalsatz mit dem Modalverb “sollen” und übersetzen Sie ihn.
VI. Suchen Sie im Text alle Modalwörter aus. Wozu w erden sie eingefügt?
VII. Viren können äußerst unangenehme Auswirkungen auf Ihren Computer haben. Was können Viren anrichten? Wie verstehen Sie, dass Ihr Computer infiziert ist?
Die häufigsten Auswirkungen von Viren auf PCs sind:
–Textmeldungen;
–Musik;
–Zugriffsverweigerung;
–Datenklau;
17
–Datenänderung;
–Löschen von Daten;
–Lahmlegen von Hardware.
Wie verstehen Sie das? Geben Sie Ihren Kommentar dazu. Welche negativen Folgen können Sie noch nennen?
Text 10. Überblick von Computerviren
Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Rechner sehr l angsam läuft, könnten Sie
Opfer eines Root-Virus sein. Ein Hinweis ist etwa die Leerlaufleistung des Systems und des Internetanschlusses. Die Daten bekommen Sie über den Taskmanager. Die CPU-Auslastung sollte, wenn Sie nicht am Rechner arbeiten, weniger als fünf Prozent betragen – die Netzwerkauslastung weni ger als ein Prozent. Ist einer der Werte dauerhaft stark erhöht, könnte das ein Hi nweis auf einen Root-Virus sein. In diesem Fall nutzen Sie am besten wieder das Rescue-System. Dieses boot-
fähige Linux entfernt auch hartnäckige Viren – das schaffen die im System installierten Scanner oft nicht.
Manche Kriminelle installieren einen Ransomware-Virus auf Ihrem Rechner. Dieser blockiert das komplette System, zeigt nur noch einen Bildschirmhinweis und chiffriert zusätzlich Teile der Festplatte. Wer eine Geldsumme an die Viren-
hersteller schickt, bekommt das Freischaltkennwort – heißt es. Als Erstes sollten Sie nach Hinweisen aus dem Screen, etwa “MoneyPak” und “Ransomware” im Web suchen. Die meisten Virenschutzfirmen bieten auf ihren Seiten spezielle Entfernungstools und Freischaltpasswörter für die Vire n an. Um die Einfallstore zu
schließen, sollten alle Programme auf dem aktuellen Stand sein.
Stellen Sie sich auch solch eine Situation vor: Sie bekommen eine E-Mail von Visa mit der Nachricht, dass Ihre Kreditkarte gesperrt wurde. Nun sollen Sie auf
der Firmenwebseite Ihre Daten bestätigen, damit die Sperre aufgehoben wird. Die
Absenderadresse passt zu Visa, auch eine persönlich e Anrede ist vorhanden. Manchmal ist es selbst für erfahrene Benutzer schwi erig zu erkennen, ob es sich um eine valide Nachricht handelt oder um eine Phishing-Mail. Welche Details lassen Sie aufmerken, um nicht zum Opfer zu werden.
Eine gefälschte Mail erkennen Sie nicht allein am A bsender. Dieser kann problemlos von den Angreifern manipuliert werden. Einen Hinweis auf die Authentizität der Adresse liefert der E-Mail-Server, über den die Nachricht gesendet wurde. Diesen finden Sie im Nachrichtenquelltext, den Sie etwa in Outlook über “Datei | Eigenschaften” aufrufen können. In Gmail ö ffnen Sie die Mail und klicken
18
dann auf den Pfeil neben dem Antwort-Button. Hier wählen Sie “Original anzeigen” aus. Im Quelltext finden Sie unter “Received” den Absender-Server. Dieser sollte dieselbe Domain haben wie die Firma, von der die Mail stammt. Ist das nicht der Fall, handelt es sich höchstwahrscheinlich um P hishing. Löschen Sie die Mail am besten. Die Prüfung des Servers funktioniert all erdings nicht immer. Besonders kleinere Unternehmen setzen auf Mailserver eines externen Dienstleisters – in diesem Fall stimmt die Domain nicht mehr mit der Firmenadresse überein. Da die Angreifer aber fast nur große Webseiten fälschen, i st die Serverprüfung ein valides Mittel. Lassen Sie sich nicht täuschen.
Aufgaben zum Text 10
1.Lesen Sie den Text.
2.Nennen Sie die Typen von Computerviren. Lesen Sie dafür noch einmal
den Text und recherchieren Sie – falls es nötig ist – auch im Internet.
3.Erläutern Sie die Komposita nach dem Kontext: Leerlaufleistung, Taskmanager, Netzwerkauslastung, Freischaltkennwort, Virenschutzfirm, bootfähig
4.Ergänzen Sie im folgenden Text fehlende Endungen .
Fälschlicherweise wird oft geraten, Nachrichten von bekannt__ Absendern zu vertrauen. Das ist gefährlich, denn es kann vorkomm en, dass Ihre Bekannten Opfer eines Virenangriffs geworden sind. Hier gibt es zwei Szenarien. Entweder Sie erhalten eine E-Mail, die von einem Bekannten stammt, der Inhalt allerdings entweder mit Werbung gespickt ist oder mit ein__ verdäch tig__ Text darauf drängt, einen in der Mail enthalten__ Link anzuklicken. Einer solchen Mail sollten Sie kein Vertrauen schenken. Oftmals können Sie auch hier üb er den Check des Mailservers die Echtheit prüfen: Die Maildomain, etwa GMX. de, muss mit dem Namen des Absenderservers übereinstimmen. Es kann allerdi ngs auch passieren, dass die Mail Ihres Bekannten im Spamordner landet – und es sich trotzdem um ein__ echt__, virenfrei__ Mail handelt. Hier ist es schlicht eine Fehlsortierung des Spamfilters. Oft werden bestimmt__ Textabschnitte fälsc hlicherweise als Spam erkannt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, rufen Sie Ihren Bekannten einfach an. Im Zweifelsfall ist er Ihnen sogar für einen Hinwei s dankbar, wenn er etwa wirklich einen Virus auf seinem PC hat, der eigenständi g Mails verschickt.
5.Finden Sie Synonyme zu den folgenden Wörtern und Ausdrücken: zu viel Werbung haben, vertrauen, versehentlich als Spam beurteilen, wenn Sie zweifeln
6.Zu welchen Erklärungen passen diese Begriffe:
__________________ Computerprogramm, das jemand unbemerkt in einen
19
Rechner einschleust in der Absicht, die vorhandene Software zu manipulieren oder zu zerstören;
________________unerwünschte massenhaft per E-Mail oder auf ähnlichem Wege versandte Nachrichten;
________________ Verknüpfung mit einer anderen Datei oder einer anderen
Stelle in derselben Datei, die vom Benutzer z. B. per Mausklick aktiviert werden kann;
________________Server zum Senden, Empfangen und Speichern von E-Mails;
________________Programm, mit dem Spammails aus den eingehenden E-
Mails herausgefiltert werden.
7. Ordnen Sie den Nomen die passenden Verben zu – r ichtige Antworten
können Sie in Texten finden – und schreiben Sie mit den Ausdrücken Sätze.
die Verantwortung |
erstellen |
auf dem aktuellen Stand |
infizieren |
einen Virus |
schützen |
auf Nummer sicher |
auslösen |
Datei |
abwälzen |
die Sperre |
löschen |
einen Kundenauftrag |
sein |
eine Kopie |
aufheben |
Daten |
gehen |
mit einem Virus |
verlieren |
Text 11. Die Chip-Drucker
Die Striche von Barcodes findet man heute auf allen Produkten; sie enthalten allerdings meist nur den Preis. Einzeln unterscheidbar, etwa nach Haltbarkeit, Charge oder anderen Merkmalen, würden Produkte erst durch “intelligente Etiketten” mit der RFIDTechnik ( Radio-Frequenz-Identifikation). Diese aufgeklebten Funkchips eröffnen für Lieferung, Lagerhaltung und Kennzeichnung von Waren neue Möglichkeiten, weil sie aus der Ferne auslesba r sind. Im Prinzip könnte dann eine Firmenzentrale alle Produkte in ihrem Lager auf Knopfdruck identifizieren und auch den genauen Ort bestimmen.
Um solche Funkchips ganz billig zu machen, setzt das Start-up-Unternehmen PolyIC auf eine revolutionäre Produktionstechnik: D ie Schaltungen aus organischen Polymeren sollen auf Folie aufgedruckt werden – wie eine Zeitung auf Papier.
Heute hat PolyIC mit verschiedenen Drucktechniken bereits sehr stabile Schaltungen erzeugt, die logische Operationen ausfü hren. Dies schaffe mit Dru-
20