sofort eine Lösung für ein Problem ansagen - "nie wieder Sorgen mit ...",
eine Zustimmung geben - "wir freuen uns ...",
Gemeinsamkeit schaffen, besonders bei "schwierigen Briefen - "Sie haben völlig recht, ...",
mitteilen, was in der Angelegenheit bereits unternommen wurde - "Für Ihre Bestellung haben wir bereits Sonderposten in China bestellt.",
den Ehrgeiz Ihres Gesprächspartners provozieren - "haben Sie schön öfter ...",
zeigen, dass Sie sich in der Branche Ihres Empfängers gut auskennen,
Sympathie durch gleiche Denkweise, Verständnis und
Humor vermitteln.
Der Anfang entscheidet, ob der Empfänger weiterliest! Beispiele:
Sehr geehrte(r) ...,
unser Gebietsvertreter, Herr ..., informierte uns über Ihr
Interesse an
modernen Ablagetechniken.
Sehr geehrte(r) ...,
vielen Dank für Ihr Interesse an ...
Beispiele Briefanfang
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Herzlichen Dank für Ihre schnelle Stellungnahme.
Herzlichen Glückwunsch ...
Es ist gut, dass Sie uns auf diesen Fehler aufmerksam gemacht haben.
Wir freuen uns, dass Ihnen unsere Idee gefällt.
Schön, dass Sie mit unserem Vorschlag einverstanden
sind.
Mit Ihrer Mängelrüge haben Sie recht.
In diesem Fall sind wir ganz Ihrer Meinung.
Sie haben ganz klar erkannt, dass es sich eine Falschlieferung
handelt. ...
Ihre Prüfungsergebnisse haben wir uns sehr genau ange-
sehen.
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109 |
Nachdem wir Ihre Lieferung sehr genau geprüft haben,
können wir ...
Ihren Hinweisen sind wir sofort nachgegangen.
wir haben erfahren, dass ...
Ihre schnelle Antwort hat uns sehr geholfen. Herzlichen
Dank.
Ihre Hinweise haben uns ein Stück weitergeholfen. Dankeschön.
Ihre Unterlagen waren für uns sehr wichtig. Vielen Dank.
Ihre Information kam im richtigen Moment. Danke für
Ihre schnelle Reaktion.
Ihre positive Antwort auf unsere Bitte hilft uns ausserordentlich. Vielen Dank dafür.
unser/e Fachberater/in, Herr / Frau ..., informierte uns
über Ihr Interesse an ...
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem ....
entschuldigen Sie bitte den Fehler, der uns bei ... unterlaufen ist.
vielen Dank für Ihren Brief vom ...... |
und Ihr Interesse an |
.......
4.2.2 Der Brieftext
Beim Schreiben auf folgendes achten:
nicht so: |
so: |
|
kompliziert im Satzbau |
verwenden Sie |
|
einfache,
knappe Sätze und treffende Ausdrücke - so dass der Empfänger sofort versteht sollten Sie durch geläufige Wörter ersetzen unanschaulich führen Sie abstrakte Themen etwas länger aus kann uninteressant wirken, variieren Sie die Satzlänge
ungeläufige Wörter unanschaulich
zu kurz
ungegliedert, klare Gedankenführung erzeugt verständliche Texte unübersichtlich
holprig Streichen Sie Phrasen und versuchen Sie sich unverkrampft auszudrücken, das ist einfach und sehr verständlich (z.
B. direkte Rede) - aber immer empfängerorientiert!
110 |
111 |
verschachtelt Lösen Sie verschachtelte Sätze in kurze Sätze auf.
lange Sätze Behalten Sie lange Sätze, wenn sie gut zu |
durch- |
schauen sind. Beachten Sie, welche Fremdwörter oder |
|
verständlich Bezeichnungen ihr Gesprächspartner kennt und welche nicht.
ohne Beispiel mit Beispielen lässt sich einiges anschaulich erklären.
ungruppiert Vermeiden Sie Gedankensprünge im Brieftext.
Wichtige Dinge am Anfang oder Ende - bleiben so am Besten im
Gedächtnis des Empfängers.
langweilig Erzielen Sie einen anregenden Text: durch Doppelpunkt oder Ausrufezeichen! Oder direkte Rede?
Fragezeichen?
Schrift Das Schriftbild sollte gleich sein, die Grösse nur wenig variieren (max. 3 Schriftgrössen).
Unterstreichen Sie wichtige Textstellen, so dass dem Empfänger schneller lesen kann.
bedenken Sie:
simple Verwenden Sie Formulierungen, Sprechrhythmen und Satzlängen, die Sie im direkten und indirekten Gespräch Ihrem Gesprächspartner gegenüber ebenfalls verwenden.
Formulierung |
|
unverkrampfte |
Klare, unverkrampfte Ausdruck- |
sweise lässt sich einfach schreiben und somit auch einfach verstehen.
Ausdrucksweise |
schreiben und somit auch einfach |
verstehen. |
|
4.2.3 Der Schluss
Am Schluss sollte möglichst das stehen, was besonders intensiv nachwirken soll. Dafür empfiehlt sich zum Beispiel auch das Postskriptum. Ausserhalb vom Gesamttext, springt es dem Betrachter besonders ins Auge.
Grundsätzlich sollte das Ende eines Briefes positiv klingen und als solches verstanden werden. Weiterhin kann es eine Aufforderung zum Handeln sein. Der Schluss sollte nie negativ wirken oder eine Phrase enthalten. Er kann aber mit einer Frage ausgestattet werden, das regt den Empfänger zum Nachdenken an.
3.3 Die neue deutsche Rechtschreibung
Überprüfen Sie Ihren Text auf Richtigkeit. Rechtschreibfehler können dazu führen, dass man Ihren Text nicht ernst nimmt oder missversteht. Ab dem 5. August 2005 wird die neue deutsche Rechtschreibung gültig. In der Übergangszeit gelten die alte und die neue Schreibweisen nebeneinander - nicht miteinander!
Die neue Rechtschreibung weicht weniger von der alten ab, als viele glauben. In Zweifelsfällen, greifen Sie zu einem Wörterbuch, das sich nach den amtlichen Regeln richtet.
Generell lässt sich die Rechtschreibung in folgende
Punkte aufteilen:
112 |
113 |
5 Weitere Tips
Dieses Kapitel wurde erstellt, um Tips und Anregungen für die tägliche Handhabung Ihrer Arbeiten zu geben.
Hier sind unsere und Ihre Erfahrungen - wenn Sie das möchten - notiert.
5.1 Tips für die Erledigung Ihrer Post
5.1.1 Posteingang
Sortieren Sie Ihre Eingangspost nach Wichtigkeit oder
Dringlichkeit. Versuchen Sie die Erledigung während der ersten Durchsicht möglichst vollständig wenigstens zu planen. Denken Sie daran, dass mehrmaliges Aufnehmen eines Schriftstückes mehr Zeit in Anspruch nimmt: "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!"
Streichen Sie wichtige Textstellen an und machen Sie sich sofort Bearbeitungsnotizen, zum Beispiel auf den Briefbögen. In Form von Antwort-Stichworten, Erledigungsterminen, Namen der internen Bearbeiter, Verteiler oder den Verweilort (Ablage, Akte o. ä.).
Für komplizierte Vorgänge nehmen Sie die jeweiligen
Vorgangsordner zu Hilfe.
Geben Sie Schreiben, die von anderen Stellen bearbeitet werden müssen, sofort weiter.
5.1.2 Interne Schreiben
Für interne Schreiben werden Höflichkeitsfloskeln überflüssig. Standardisieren Sie Ihre Arbeit hier und gehen Sie systematisch vor!
Betrachten Sie Ihre Empfänger:
Was wissen sie?
Was kennen sie vom Vorgang?
Vorgehensweise für interne Schreiben:
Falls erforderlich Erklärung des Sachverhaltes, ansonsten reicht die Erwähnung des Vorgangs im Betreff.
Gegebenenfalls sollten sie die weitere Entwicklung wiedergeben, dann gehen Sie auf Ihre Fragen oder Forderungen ein,
Vergessen Sie nicht auf eventuelle Folgen oder Probleme hinzuweisen.
Hinterlassen Sie auf jedem Schriftstück eine Nummer, unter der Sie erreichbar sind!
Tip: Höflichkeit wird zwar nicht gefordert, aber netter
Umgangston erleichtert die Zusammenarbeit. Grüssen Sie doch auch mal Ihre Kollegen, wünschen Sie einen schönen Urlaub oder frohe Festtage.
In der Kürze steckt die Würze. Die Schreiben müssen kurz gehalten werden, aber zu kurze Schreiben können auch zu Missverständnissen führen, gerade, wenn mehrere Personen angesprochen werden! Gestalten Sie innerbetriebliche Schreiben
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ebenfalls übersichtlich. Es ist zwar angenehm, wenn nur eine DIN A4 Seite in Umlauf kommt, mit "Minischriftgrösse" oder zu vielen Tabellenfeldern kann diese eine Seite unübersichtlicher werden als zwei. Dennoch gilt grundsätzlich:
Bemühen Sie sich, interne Schreiben auf eine DIN A4 Seite zu beschränken!!!
Abschliessend prüfen Sie Ihr Schreiben: ist auf einen
Blick alles erkennbar? Sind alle Absenderund Empfängerdaten vorhanden, die wichtig sind? Sollten Textstellen deutlich gemacht werden, z. B. durch Fettschrift, Unterstreichen oder ähnliches?
5.1.3 Die Ablage mit elektronischer Datenverwaltung
Als Ablage wird im Betrieb das Ordnen und Abheften aller Dokumente bezeichnet. Ein Dokument ist eine Urkunde bzw.
Schriftstück oder auch ein Beweis.
Da fast alle schriftliche Arbeiten mit Computern erstellt werden, ist auch die Ablage über elektronische Dateiverwaltung sinnvoll.
Mehr Informationen über elektronische Systemverwaltung beziehungsweise Systemadministration finden Sie unter:
5.2 Checkliste für die Textüberarbeitung
Einige Anregungen, wie Sie die Verständlichkeit Ihrer Texte prüfen können:
5.2.1 Zählen Sie Ihre Wörter
Zählen Sie Ihre Wörter und prüfen Sie die Anzahl der
Worte in einem Satz:
5.2.2 Der V-Index
Der V-Index oder der Index nach der Verständlichkeit
Ihrer Texte wird folgendermassen ermittelt:
1.Textauswahl, zum Beispiel Bericht oder Brieftext.
Wählen Sie keinen Text mit vielen Tabellen oder Zahlen.
Anrede, Grussformel, Numerierung bleiben ausser acht.
2.Zählen Sie die Wörter (das sind auch Zahlen, Ziffern, Abkürzungen und auch Zeichen, sofern sie nicht als Satzzeichen eingesetzt sind. (Lesen Sie Ihren Text am besten laut, alles was Sie als Wort aussprechen, gilt dann auch als Wort), = a.
3.Zählen Sie die Sätze (nach dem Doppelpunkt beginnt ein neuer Satz), = b.
4.Zählen Sie lange Wörter (> 6 Buchstaben, massgeblich ist, wie lange gesprochen wird.
5.Berechnen Sie die durchschnittliche Satzlänge: SL
=a / b.
6.Berechnen Sie den prozentualen Anteil der langen
Wörter: LW = (c / a) * 100
7.Die Summe aus der durchschnittlichen Satzlänge und dem prozentualen Anteil der langen Wörter ergibt den Verständlichkeits-Index: V.
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