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Dritte bei Mutter und Vater - fast doppelt so viele wie bei |
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früheren Generationen. Zwölf Prozent der jungen Erwach- |
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senen sind heute noch mit 28 und 29 Jahren nicht ausgezo- |
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gen. Früher wohnten in diesem Alter gerade mal noch sie- |
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ben Prozent im Elternhaus. |
10. Für |
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die |
http://wwwstatic.shell.com/static/deu/downloads/youth_study_2010_ |
meisten |
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flyer.pdf |
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Die Bedeutung der Familie für Jugendliche ist ein weiteres |
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Jugendlichen |
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Mal angestiegen. Mehr als drei Viertel der Jugendlichen |
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zwischen |
12 |
und |
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18 Jahren |
ist |
die |
(76 Prozent) stellen für sich fest, dass man eine Familie |
Familie |
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das |
braucht, um wirklich glücklich leben zu können. |
Wichtigste. |
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4.
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Teil IV
LEXIKOLOGIE UND LANDESKUNDE
4.1. Wort des Jahres (Deutschland)
Mit Wort des Jahres wird ein Schlagwort bezeichnet, das für ein charakteristisches Ereignis oder eine bezeichnende Diskussion des abgelaufenen Jahres steht und aus diesem Grund besonders hervorgehoben wurde.
Ausgewählt werden solche Wörter und Phrasen, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen. Auch ist mit der Auswahl keine Wertung oder Empfehlung verbunden.
Im Rahmen der Wahl zum Wort des Jahres werden häufig auch weitere sprachliche
Markanzen gekürt, etwa ein Satz des Jahres oder ein Jugendwort des Jahres.
Das Wort des Jahres wurde in Deutschland erstmals 1971 und regelmäßig seit
1977 von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden als sprachlicher
Jahresrückblick herausgegeben und seit 1978 in der Zeitschrift Der Sprachdienst publiziert.[1] Seit 1991 wird zudem jährlich ein Unwort gewählt; in unregelmäßigen Abständen auch ein Satz des Jahres. Seit 2008 existiert zudem eine Wahl zum Jugendwort des Jahres.
Zwischen 1977 und 1999 war das deutsche Wort des Jahres gleichwohl das deutschsprachige Wort des Jahres; da aber immer häufiger Worte gewählt wurden, die einen reinen Deutschlandbezug hatten, begannen die anderen Länder des deutschsprachigen Raumes, ihre eigenen Wörter des Jahres zu wählen. In Österreich geschieht dies seit 1999, in Liechtenstein seit 2002 und in der Schweiz seit 2003.
1999 wurden die für das 20. Jahrhundert als besonders bezeichnend angesehenen 100 Wörter des Jahrhunderts in verschiedenen Medien vorgestellt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wort_des_Jahres_(Deutschland)
Die Wörter des Jahres 2012
Die Wörter des Jahres 2012 wurden am 14. Dezember 2012 von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) bekannt gegeben. Wie in den vergangenen Jahren wählte die Jury, die sich aus dem Hauptvorstand der Gesellschaft sowie den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammensetzt, aus diesmal rund 2200 Belegen jene zehn Wörter und Wendungen, die den öffentlichen Diskurs des Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben.
Nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern seine Signifikanz bzw. Popularität stehen bei der Wahl im Vordergrund: Auf diese Weise stellen die Wörter eine sprachliche Jahreschronik dar, sind dabei jedoch mit keinerlei Wertung oder Empfehlung verbunden.
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Wort des Jahres 2012 ist Rettungsroutine. Dieses Wort spiegelt nicht nur das schon seit einigen Jahren dauerhaft aktuelle Thema der instabilen europäischen Wirtschaftslage wider, sondern beschreibt zudem die zahlreichen und wiederkehrenden
Maßnahmen, die bisher zur Stabilisierung unternommen wurden. Sprachlich interessant ist die widersprüchliche Bedeutung der beiden Wortbestandteile: Während eine
Rettung im eigentlichen Sinn eine akute, initiative, aber abgeschlossene Handlung darstellt, beinhaltet Routine – als Lehnwort aus dem Französischen – eine wiederkehrende, wenn nicht gar auf Dauer angelegte und auf Erfahrungen basierende Entwicklung.
Auf Platz 2 begegnet uns Angela Merkel als Kanzlerpräsidentin. Hier zeigt sich auf sprachlicher Ebene ein insofern bemerkenswertes Phänomen, als das Hauptwort dieses Kompositums Präsidentin ist, obgleich Merkel eigentlich ja Kanzlerin ist. Es stehen sich also zwei gleichwertige Wortbestandteile gegenüber, deren Kopf sich nicht eindeutig bestimmen zu lassen scheint, wodurch eine Deutung offen bleibt. So legt die deutsche Bundeskanzlerin ab und an auch die neutralen und zurückhaltenden
Eigenschaften eines deutschen Bundespräsidenten an den Tag.
Als gelungener Kampfbegriff der Gegner des Betreuungsgelds belegt die Bildungsabwendungsprämie Platz 3 der Liste. Das ganze Jahr über in der Diskussion erhitzte sie nicht nur die Gemüter der Parteien.
Dem Mut der Schlecker-Frauen soll auf Platz 4 sprachlich ein Denkmal gesetzt werden: Kontinuierlich berichteten die Medien über ihr Schicksal und die Ungewissheit darüber, was nach der Insolvenz der Drogeriekette mit ihnen geschehen würde.
Wieder hat ein Politiker es geschafft, durch seine Handlungen bzw. Nichthandlungen ein neues Verb zu prägen, das gleich mehrere Bedeutungen vereint. So steht wulffen auf Platz 5 nicht nur für das Hinterlassen wütender Nachrichten auf einem Anrufbeantworter, nicht nur für illegitime Vorteilsnahme, sondern auch dafür, mit der Wahrheit nicht im Ganzen, sondern »scheibchenweise« nach und nach herauszurücken.
Als deutsche Entsprechung zum in diesem Jahr viel gehörten und verübten intermedialen Shitstorm – und durch ihre partielle Reduplikation sowie die Kakophonie die negative Bedeutung hervorhebend – wurde die Netzhetze auf Platz 6 gewählt.
Dem in diesem Jahr erstmals nachgewiesenen Gottesteilchen wird auf Rang 7 Ehre zuteil. War seine Existenz jahrzehntelang angenommen worden, gelang dem CERN erst in diesem Jahr mit dem Nachweis des Higgs-Bosons bzw. Higgs-
Teilchens ein immenser wissenschaftlicher Durchbruch. Seinen populären, wissenschaftlich nicht verwendeten Namen erhielt das Gottesteilchen nach einem Buch, dessen ursprünglicher Titel »Das gottverdammte Teilchen« der Zensur zum Opfer fiel.
Die ganze Welt verfolgte das Schicksal der Punkband Pussy Riot, die für ihr Punk-Gebet – auf Platz 8 unserer Liste – nach einem öffentlichen Schauprozess hart bestraft wurde. Mit ihrer Inszenierung in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale hatten die Künstlerinnen sich vor allem gegen den russischen Präsidenten gerichtet.
Verflucht scheint das Projekt des Berliner Großflughafens Willy Brandt: Aufgrund von baulich bedingten Sicherheitsmängeln wurde die für dieses Jahr geplante
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Eröffnung mehrfach verschoben, die Kosten stiegen in die Höhe. All dies brachte dem Airport auf Platz 9 die Bezeichnung Fluch-Hafen ein.
Abschließend wählte die Jury die Phrase »ziemlich beste …« auf Position 10. Nach dem Erfolg des Films »Ziemlich beste Freunde« zu Beginn des Jahres war diese
Floskel in aller Munde und weist gleichzeitig durch die Relativierung eines Superlativs eine sprachliche Besonderheit auf.
1.Rettungsroutine |
6. |
Netzhetze |
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2. |
Kanzlerpräsidentin |
7. |
Gottesteilchen |
3. |
Bildungsabwendungsprämie |
8. |
Punk-Gebet |
4. |
Schlecker-Frauen |
9. |
Fluch-Hafen |
5. wulffen |
10. ziemlich beste ... |
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Quelle: http://www.gfds.de/presse/pressemitteilungen/141212-wort-des-jahres-2012/
Februar 2014 – Wort und Unwort des Jahres 2013
WORT DES JAHRES
“Der sprachliche Jahresrückblick »Wort des Jahres« wurde zum erstenmal 1972 veröffentlicht und wird seit 1978 im Sprachdienst, herausgegeben von der Gesellschaft für deutsche Sprache (Wiesbaden), regelmäßig publiziert. Ausgewählt werden Wörter und Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen (»verbale Leitfossilien« eines Jahres). Es geht nicht um Worthäufigkeiten. Auch ist mit der Auswahl keine Wertung bzw. Empfehlung verbunden”.
Quelle: http://www.gfds.de/aktionen/wort-des-jahres/
UNWORT DES JAHRES
“Die sprachkritische Aktion “Unwort des Jahres” möchte das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern. Sie lenkt den Blick auf sachlich unangemessene oder inhumane Formulierungen im öffentlichen Sprachgebrauch, um damit zu alltäglicher sprachkritischer Reflexion aufzufordern. Sprachliche Ausdrücke werden dadurch zu Unwörtern, dass sie von Sprechern entweder gedankenlos oder mit kritikwürdigen Intentionen verwendet werden, und dies im öffentlichen Kontext”.
Quelle: http://www.unwortdesjahres.net/
4.2.Unwort des Jahres (Deutschland)
Die sprachkritische Aktion Unwort des Jahres wurde in Deutschland 1991 von Horst Dieter Schlosser ins Leben gerufen. Bis 1994 wurde das „Unwort des Jahres“ im Rahmen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gewählt. Nach einem Konflikt mit dem Vorstand der GfdS machte sich die Jury als „Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres“ selbständig.
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Ziele und Auswahl
Die Aktion „möchte auf öffentliche Formen des Sprachgebrauchs aufmerksam machen und dadurch das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern. Sie lenkt daher den sprachkritischen Blick auf Wörter und Formulierungen in allen Feldern der öffentlichen Kommunikation, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanität verstoßen.“ Da die Benennung der Wörter und Unwörter des Jahres „in erster Linie als Anregung zu mehr sprachkritischer Reflexion“[2] dient, stellt gerade die kritische öffentliche Diskussion einen Erfolgsfaktor der Juryarbeit dar.
Alle Bürger können Vorschläge zum Unwort des Jahres mit Angabe einer Quelle des sprachlichen Missgriffs einreichen. „Für das Auswahlverfahren eines Jahres können bis 31. Dezember des betreffenden Jahres Vorschläge gemacht werden, die den Grundsätzen der Unwort-Aktion entsprechen. In der ersten Januarhälfte des Folgejahres wählt eine Jury aus allen Vorschlägen und auf der Basis einer ausführlichen inhaltlichen Diskussion das ‚Unwort des Jahres‘, ggf. weitere Unwörter aus.“ Die Entscheidung ist nicht abhängig von der Zahl der Unterstützer eines Vorschlags.
„Unwortverdächtig“ sind Wörter oder Formulierungen, die
gegen das Prinzip der Menschenwürde verstoßen (z. B. Geschwätz des Augenblicks für Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche),
gegen Prinzipien der Demokratie verstoßen (z.B. alternativlos als Haltung/Position in der politischen Diskussion, um eine solche zu vermeiden und sich der Argumentationspflicht zu entziehen),
einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren (z. B. durch unangemessene Vereinfachung oder Pauschalverurteilung, wie etwaWohlstandsmüll als Umschreibung für arbeitsunwillige ebenso wie arbeitsunfähige Menschen),
euphemistisch, verschleiernd oder irreführend sind (z. B. freiwillige Ausreise als Behördenterminus für die nur bedingt oder gar nicht freiwillige Rückkehr von Asylbewerbern in ihre Heimatländer aus Abschiebehaftanstalten).
Wesentlich für die Auswahl ist neben der Aktualität auch die durch Quellennachweis belegte öffentliche Äußerung des Wortes oder der Formulierung.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Unwort_des_Jahres_(Deutschland)
Unwörter des Jahres
Unwort des 20. Jahrhunderts: Menschenmaterial
Jahr |
Unwort des Jahres[10] |
Begründung |
2012 |
Opfer-Abo [11] |
Jörg Kachelmann äußerte anderthalb Jahre nach |
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seinem Freispruch die Ansicht, dass Frauen in |
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|
der Gesellschaft ein „Opfer-Abo“ hätten. Die Ju- |
|
|
ry kritisierte den Begriff dafür, dass er Frauen |
|
|
„pauschal und in inakzeptabler Weise“ unter den |
|
|
Verdacht stelle, sexuelle Gewalt zu erfinden und |
|
|
damit selbst Täterinnen zu sein. |
2011 |
Döner-Morde |
Der Ausdruck stehe prototypisch dafür, dass die |
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