Материал: Лексикология современного немецкого языка. учеб. пособие для аспирантов и студентов ПСПК. Фомина З.Е., Чечетка В.И

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4.3. Bedrohte Wörter

Wann ist Ihnen zuletzt ein Gummiadler begegnet? Wissen Sie, was eine Lorke ist? Gibt es bei Ihnen noch Bandsalat? Und wird Ihnen manchmal blümerant, wenn alte Wörter verschwinden? Das Lexikon der bedrohten Wörter versammelt rund 600 vom Aussterben bedrohte Begriffe und erklärt ihre Geschichte. Hier entsteht die Rote Liste der bedrohten Wörter. Unter der Rubrik "Wörter melden" können Sie Ihre eigenen Wörter beisteuern und mit anderen Lesern im Forum diskutieren. Worum geht es?

Als "bedrohte" Wörter bezeichnen wir Begriffe, die nur noch selten im aktiven Sprachgebrauch auftauchen. Es können Modewörter sein, die sich inzwischen überlebt haben, zum Beispiel dufte oder knorke. Oder Wörter, die in Vergessenheit geraten sind, weil die Dinge, die sie bezeichnen, aussterben, wie Wählscheibe oder Bandsalat. Ebenso alte Wörter (Archaismen oder Historizismen), die von neuen Wörtern (Neologismen) verdrängt werden, wie Hagestolz (heute "Single") oder Gabelfrühstück (heute "Brunch"). Dabei sollen hier weder Sprachwissenschaft noch Kulturkampf betrieben werden. Vielmehr geht es uns um den kreativen und liebevollen Umgang mit der deutschen Sprache.

Beispiele erhalten Sie durch Anklicken der Buchstaben in der unteren Leiste.

 

 

Quelle: http://www.bedrohte-woerter.de/

 

Rote Liste

 

bgunst

Animierdame

Behuf

ablappen

Atombusen

Benzinkutsche

Abspielgerät

Augenstern

Berber

Abtritt

Augenweide

Bergfex

Achtgroschenjunge

Aufgebot

Betonfrisur

Adenauerhut

Aussteuer

Beziehungskiste

Affenfett

Autofahrergruß

Bildungsbürger

Affenschaukel

 

Binder

Affenzahn

Babybrumme

Blaustrumpf

Afterarzt

Backfisch

Blümchenkaffee

Aftermieter

Backfischaquarium

blümerant

Aküfi

baff

Blumenkind

Amisette

Bandsalat

Bobo

Amtsschimmel

bannig

Bönhase

angelegentlich

bass

Bonanzarad

Anhalter

Bassermann

Bratkartoffelverhältnis

anheischig

Bredouille

bräsig

 

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Brause

Datenhandschuh

ehern

Brestling

Dauerlauf

Eidam

Brettsegeln

Daus

Eiertanz

Brimborium

Debattenfeuilleton

Einspänner

Brit

Denkungsart

Elchtest

Broiler

Depesche

Elle

Brummi

Diskothek

Ellenreiter

Bückeisen

Dosentreiber

Erbfeind

Bückling

Drahtesel

Erdapfel

Bückware

Druckbetankung

Eumel

Bürgerkäfig

Droschke

 

Bummel

Düffeldoffel

Familienplanung

Butje

dünken

Felleisen

 

dufte

Ferkeltaxi

Café Achteck

Duttengretel

Fersengeld

Chapeau claque

 

fetzig

Charivari

Ehe, wilde

Fete

Feudel

Gabelfrühstück

Hackenporsche

Feuerstuhl

Gake

Haftschalen

Fidibus

Gamaschen

Hängolin

Filinchen

Gardinen, schwedische

Hagestolz

Filine

garstig

Hahnrei

Fisimatenten

Geck

halbstark

Firlefanz

geil

Halunke

flachsen

Geilomat

Handeule

Flausen

Gemächt

Haubitze

Flegel

Geschmeide

Haudegen

Flickschusterei

Goldhähnchen

Hausgemeinschaftsleiter

Flugi

Grilletta

Hausierer

Fluppe

Groschengrab

Hechtsuppe

Fräulein / -wunder

Gummitwist

Heiermann

Frischfleischparade

Gummikuh

Hennenabtaster

fürbass

Gutdünken

Herrengedeck

Fußgasaffe

Gutmensch

Herrenwinker

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4.4. Das schönste deutsche Wort

Gewinner des Wettbewerbs „Das schönste deutsche Wort“

1. Platz: »Habseligkeiten«

Das Wort bezeichnet nicht den Besitz, nicht das Vermögen eines Menschen, wohl aber seine Besitztümer, und es tut dies mit einem freundlich-mitleidigen Unterton, der uns den Eigentümer dieser Dinge sympathisch und liebenswert erscheinen lässt.

Typischer Vertreter dieser Klasse von Eigentümern ist etwa ein 6-jähriges

Kind, das den Inhalt seiner Hosentaschen ausbreitet, um sich am Reichtum, an der Vielfalt der geliebten Sammlung zu erfreuen.

Oder das Wort bezeichnet – die mehr vom Mitleid geprägte Variante – den spärlichen Besitz dessen, der sein Zuhause verliert und sein karges Hab und Gut für alle sichtbar transportieren muss, zu welchem Unterschlupf auch immer.

Nur schwer lässt sich das Wort im Singular vorstellen: Eine Habseligkeit? – So einfach ist die Seligkeit nicht zu erringen.

Vielfältig und wie zufällig muss die Ansammlung von auf den ersten Blick wertlosen Gegenständen sein, um das Prädikat der Habseligkeiten zu verdienen. Dabei muss sie aber zugleich für ihren Besitzer einen Wert darstellen, der sich aus seinem individuellen seelischen Erleben ergibt und für Außenstehende nicht leicht erkennbar ist.

Lexikalisch gesehen verbindet das Wort zwei Bereiche unseres Lebens, die entgegengesetzter nicht sein könnten: das höchst weltliche Haben, d. h. den irdischen

Besitz, und das höchste und im irdischen Leben unerreichbare Ziel des menschlichen

Glücksstrebens: die Seligkeit.

Diese Spannung ist es, die uns dazu bringt, dem Besitzer der Habseligkeiten positive Gefühle entgegenzubringen, wie sie gemeinhin den Besitzern von Vermögen und Reichtümern oder Eigentümern von Krempel, Gerümpel und Altpapier versagt bleiben.

Und wo sonst der Weg zum spirituellen Glück, zur Seligkeit also, eher in der Abwendung von weltlichen Gütern oder doch zumindest in der inneren Loslösung aus der Abhängigkeit von Weltlichem gesehen wird, so fassen wir hier die Liebe zu Dingen, allerdings zu den kleinen, den wertlosen Dingen auf als Voraussetzung zum Glück.

Doris Kalka – Deutschland// http://www.deutscher-sprachrat.de/index.php?id=301

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2. Platz: »Geborgenheit«

Mein schönstes deutsches Wort lautet: »Geborgenheit«, weil es kein Wort in meiner Muttersprache (ich komme aus der Slowakei) gibt, das die genaue Bedeutung dieses Wortes enthalten würde.

Ich liebe dieses Wort, weil ich kein anderes Wort kenne, mit dem man ausdrücken könnte, dass man sich so geborgen, gut, eingelebt … irgendwo fühlt.

In meiner Sprache kann man die Gefühle der Geborgenheit nicht in Worte fassen.

Das macht aus diesem Wort mein Lieblingswort der deutschen Sprache.

Annamaria Musakova – Slowakei

3. Platz: »lieben«

Dieses Wort ist für mich das schönste deutsche Wort, weil es nur ein »i« vom

Leben entfernt ist.

Gloria Bosch – Spanien

4. Platz: »Augenblick«

Mein schönstes deutsches Wort lautet: »Augenblick«, weil es um eine subversive Idee zu lang ist für das, was es besagt, und so viel sinnlicher klingt als ein »Moment«.

Sabine Brenner – Schweiz

5. Platz: »Rhabarbermarmelade«

Ich glaube, viele haben diesen Wettbewerb nicht verstanden. Es geht doch nicht darum, die schönste Sache zu wählen, sondern das schönste Wort zu prämieren. Kinderlachen ist etwas Wunderschönes. Aber was für ein beknacktes Wort! Man stelle sich jemanden vor, der kein Wort Deutsch spricht. Jetzt sage man zu ihm in einem etwas lauteren Tonfall »Kinderlachen«.

Verschreckt wird er das Weite suchen! Auch Liebe, Glück und Heimat sind toll. Die Wörter dazu aber eher einfallslos und nicht wirklich schöner als »Hiebe«, »Mücke« oder »Fahrrad«. Mein derzeitiges Lieblingswort ist »Rhabarbermarmelade«. Was für ein Klang!

Und welches Wohlgefühl umfällt mich, wenn ich Sonntag morgens zu meinem Schatz sagen kann: »Barbara, reich mir doch bitte die Rhabarbermarmelade.« – Der Tag ist gerettet!

Frank Niedermeyer – Deutschland

»Libelle« Gewinner des Wettbewerbs »Das schönste Wort der Kinder«

Mein schönstes deutsches Wort ist »Libelle«, weil ich Wörter mit dem Buchstaben »l« liebe und dieses Wort sogar drei davon hat. Das Wort lässt sich irgendwie so leicht sprechen. Das flutscht so auf der Zunge.

Aber ich finde auch, dass Libellen so schön flattern und genau das erkennt man auch in dem Wort. Das Wort macht, dass man diese Tiere von Anfang an mag und keine Angst vor ihnen hat. Würde das Tier »Wutzelkrump« oder so heißen, dann wä-

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re das nicht so. Ich wüsste gerne, wer sich dieses Wort ausgedacht hat. Der Mensch war bestimmt sehr freundlich. Weil das Wort das freundlichste ist, das ich kenne.

Sylwan Wiese, 9 Jahre – Deutschland

4.5. Jugendwort 2013

Jugendwort 2013 (14.08.2013, 09:32 Uhr | rev, t-online.de) http://www.t-online.de/eltern/jugendliche/id_62468134/jugendwort-2013-diese-30- jugendwoerter-sind-nominiert.html

Die nominierten Jugendwörter: "Babo" ist Favorit der User

Jugendwort

Bedeutung

Babo

Boss, Anführer, Chef

Hakuna matata

Kein Problem; Alles klar

YOLBE

You only live bis Elternsprechtag

in your face

Dir hab ich´s gegeben!; Da hast Du's!

gediegen

super, cool, lässig

Gehirnfasching

eine total abwegige Idee haben

FISH

Fuck it shit happens!

Eckenkind

Person ohne Freunde

fame

toll, super, berühmt

Standby-Blick

Gesichtsausdruck bei geistiger Abwesenheit

-Lord

Anhängsel zur Verstärkung eines Ausdrucks

 

(Bsp.: "Du bist so ein Sportlord!")

TMI-Hose

too-much-information-Hose;

 

enge Hose, bei der mehr zu sehen ist, als einem lieb ist

geilo meilo

cool, toll

Assizwerg

ungezogenes Kind

Movinger

Spaziergang

Ghettocheck

Unterwegs im Wohnviertel

spotten

entdecken, erblicken, ausfindig machen

Awkward!

Wie peinlich!

fotobombing

sich heimlich auf Fotos schmuggeln

Slowbro

langsamer Freund

desozialisiert

Zustand während des Lernens fürs Abitur

Oberfail

extremer Fehler; Steigerung von fail

Amöbenhirn

dumme Person

billow

total schlecht

Sis

Freundin

Forever-together-

übertriebene öffentlich im Netz dargestellte Freundschaft,

Beziehung

die meist nur kurz hält

write a book

Du langweilst!

Eyecandy

sehr attraktive Person

 

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Источник: https://studfile.net/preview/16569596/