Die Objekte werden verhältnismäßig selten abgesondert, und zwar meist dann, wenn sie durch eine Infinitivgruppe ausgedrückt sind.
Das große Halt wurde geblasen, dem Krieg, der Ausbeutung und der Dummheit. (A. Seghers)
„Ich sehne mich jetzt heftig danach, wieder einmal mit Ihnen in unserem kleinen „Residenzcafe“, zu sitzen und zu plaudern.“ (B. Kellermann)
Übung 1. Bestimmen Sie in den folgenden Prosaabschnitten die Art der Satze nach dem Ziel der Aussage, nach dem Typ des Subjekts, nach dem Satzbau, nach der Vollständigkeit der Aussage.
„Wo ist denn Christa?“ fragte er.
„Oben“, antwortete die Mutter.
„Was hockt sie denn da herum in der Kälte?“ polterte er. „Und Licht hab’ ich auch keins in der Kammer gesehen.“
Er stieg die Treppe hoch.
Christa hörte seinen schweren Schritt, fuhr aus ihren Grübeleien auf und schlug hastig ihr Tagebuch zu.
Der Vater trat in die Kammer.
„Du willst wohl krank werden!“ schimpfte er. „Und blind auch! Kannst doch keinen Buchstaben mehr erkennen!“
„Ich wollte gerade Licht machen“, entgegnete Christa kleinlaut.
Der Vater drehte den Schalter herum.
„Siehst blaß aus wie ’ne junge Gans“, schimpfte er weiter. „Kein Wunder bei der Kälte hier. Los, marsch“, befahl er, „in die Stube!“
Christa erhob sich gehorsam.
„Unten hast du eine warme Stube und bibberst hier in der Kälte! Was sind das für neue Dummheiten?“
„Ich friere nicht.“
„Natürlich frierst du!“ schalt er. „Nimm deine Bücher mit!“
„Ich möchte lieber hier bleiben. Unten kann ich nicht lernen“, murmelte Christa.
„Unsinn! Kein Mensch stört dich. Hast es doch früher auch gekonnt.“
„Ich komme gleich“, sagte Christa.
Der Vater ging.
Nach einer Weile kam auch Christa herunter, half der Mutter das Abendbrot auf den Tisch bringen und setzte sich schweigend an ihren gewohnten Platz. (J. Brezan)
In der Wohnstube wurde das Öfchen aufgestellt, um Feuerung zu sparen. Im großen Ofen wurde nur noch vormittags gefeuert, während das Mittagessen und die Futterkartoffeln kochten. (J. Brezan)
Diese Sache Allan war nicht gewöhnlich. ... Ein Projekt wie dieses fand man nicht täglich auf der Straße. Und diese Sache Allan war nicht leicht! Es handelte sich hier nicht um ein paar Millionen Buschei Weizen oder Ballen Baumwolle... Es handelte sich um weit mehr! Für die einen bedeutete die Sache Allan einen Berg von Geld ohne besonderes Risiko: für das Eisen, den Stahl, die Kohle. Ihr Entschluß war kein Kunststück. Für die ändern bedeutete sie Geld bei großem Risiko. Aber es hieß Stellung nehmen. ... Man brauchte nur heute abend noch seine Depeschen über die Welt zu jagen, sofort nach dem Meeting. Morgen früh allerdings wäre es schon viel zu spät. Es galt Stellung zu nehmen... (B. Kellermann)
Übung2. Suchen Sie in dem folgenden Auszug die Entscheidungs- und Bestätigungsfragen; erklären Sie, wodurch sich die Fragen voneinander unterscheiden.
Fabian brachte das Gespräch auf die Werke Schellhammer.
„Die Schellhammerschen Werke?“ Baurat Krieg bestellte sich ein neues Pilsner. „Die Werke Schellhammer?“ Ja, da wußte er mancherlei zu sagen.
„Sie bauen wohl?“ fragte Fabian, mit seinen Knödeln beschäftigt. Krieg nickte: „Es hat den Anschein“, lachte er. „Drei solcher Riesenhallen wollen sie bauen.“
„Drei?“
„Ja, drei. Nichts als Eisen und Glas. Sie haben schon Hunderte von Eisenträgern lagern. Die beiden Schellhammer sind größenwahnsinnig geworden. Das Werk soll mehr als doppelt so groß werden. Vor einiger Zeit schwebten Verhandlungen um das Gut des alten Barons Metz am Nordrand der Stadt.“
Die abgesonderte (lose) Apposition wird gleich dem abgesonderten Attribut stets nachgestellt. Zuweilen kann sie sich ihrer Stellung nach von dem Beziehungswort loslösen. Die lose Apposition wird durch ein Substantiv, meist mit näheren Bestimmungen, ausgedrückt.
Ein Gespenst geht um in Europa — das Gespenst des Kommunismus. (K. Marx/F. Engels)
Am Kopfende des Lagers stand eine gelbhäutige Alte, seine Mutter. (B. Brecht)
Hartinger, der weitaus Beste der Klasse, mußte in der Volksschule bleiben... (J. R. Becher)
Die abgesonderten Attribute und Appositionen beziehen sich meist auf ein Substantiv, zuweilen auch auf ein Pronomen.
Auch er, der Vater, war, wie er stolz versicherte, aus eigener Kraft höherer Staatsbeamter geworden. (J. R. Becher)
Das prädikative Attribut wird oft abgesondert. Seine an sich schon freiere Wortstellung im Satz macht es dazu besonders geeignet. Das abgesonderte prädikative Attribut steht oft außerhalb des Rahmens. Es wird ausgedrückt:
1. durch mehrere Adjektive bzw. Partizipien in der Kurzform;
Sonntagabend kam Georg zurück, braun und lustig. (A. Seghers)
Gesichter kamen und gingen, bald verschwommen, bald überdeutlich. (A. Seghers)
2. durch die Wendung accusativus absolutus;
Männer und Frauen eilten zur Arbeit, Päckchen unter den Armen. (J. R. Becher)
3. durch Partizipialgruppen und durch Adjektive mit näheren Bestimmungen;
Vier Monate hatte er in Sachsen gearbeitet, dauernd gehetzt, stets von Verrat bedroht. (W. Bredel)
Da wandelt der Herr weiter, zufrieden mit der Wirkung seiner Person. (Th. Mann)
4. durch präpositionale Wendungen.
Wir gingen damals zu zweit, in voller Schiausrüstung, auf eine anscheinend harmlose Weihnachtsfahrt. (J. Petersen)
Die abgesonderten Adverbialbestimmungen stehen häufig außerhalb des Rahmens. Das gilt vor allem für Infinitivgruppen. Die abgesonderten Adverbialbestimmungen werden ausgedrückt:
1. durch Infinitivgruppen, meist mit um, (an)statt, ohne und der Partikel zu;
Da schlich ich mich in die Küche hinaus, das Küchenbeil holen. (J. R. Becher)
„Ich fühle mich nicht wohl genug, um euch begleiten zu können.“ (Th. Mann)
Ja, das hätte er ihm sagen sollen, anstatt nervös zu werden. (B. Kellermann)
Die Majorin sprach weiter, ohne auf Marianne zu achten. (B. Uhse)
2. durch Adverbien. Meist wird nicht ein Adverb abgesondert, sondern mehrere;
„Wann kommst du wieder, heute oder morgen?“ (A. Seghers)
3. durch präpositionale Wendungen;
Der Autobus mit den Slowaken fährt nicht nach dem Osten, wo der Hafen ist, sondern zunächst westwärts, in die Vorstadt Graville. (E. E. Kisch)
„Aber Sie müssen doch irgend etwas getan haben in den vier Jahren seitdem!“ sagte von Studmann freundlich. (H. Fallada)
4. durch die Wendung accusativus absolutus;
Den Hund an der Seite, hetzte der Alte kreuz und quer über die Straße. (B. Uhse)
Auf dem Rücken das Bündel Heu, so wurde der königliche Generalintendant Francois Foullon von den Bauern durch die Dörfer geführt. (W. Bredel)
5. durch Partizipialgruppen.
Ins Hotel zurückgekehrt, begab er sich sogleich in die Halle zum Zeitungstisch und hielt in den Blättern Umschau. (Th. Mann)
Eine besondere Art von Adverbialbestimmung ist die Adverbialbestimmung des Urhebers. Sie bezeichnet den Urheber der Handlung, die tätige Person beim Passiv und wird durch ein Substantiv (bzw. Pronomen) mit den Präpositionen von oder durch ausgedrückt.
Als Christian Nadler nach einer Schuhablieferung von der Landstraße auf den Feldweg abbog, wurde er von dem Trupp Arbeiter überholt... (A. Seghers)
Diesmal ward Diederich durch Emmi gerettet... (H. Mann)
Anmerkung. In vielen Grammatiken werden die obenerwähnten präpositionalen Wortgruppen als präpositionales Objekt aufgefaßt.
Unter der Absonderung versteht man das Hervorheben eines Nebengliedes, das dabei seine grammatische Abhängigkeit vom Beziehungswort zum Teil einbüßt und an Selbständigkeit gewinnt. Ein Satz mit abgesonderten Satzgliedern wird durch einen anderen Satzton gekennzeichnet als ein einfacher erweiterter Satz; dieser Satzton kommt dem eines Satzgefüges nahe. Auch wird das abgesonderte Satzglied durch eine verstärkte Betonung hervorgehoben und durch längere Pausen von den übrigen Satzgliedern abgetrennt. Abgesondert werden nur die Nebenglieder. Am häufigsten werden Satzglieder abgesondert, die ihrerseits durch nähere Bestimmungen erweitert sind; das sind vor allem Infinitiv und Partizipialgruppen, die innerhalb des Satzes stets eine gewisse Selbständigkeit beibehalten und ihrem Bau nach viel Ähnlichkeit mit einem Satz aufweisen. Auch Nebenglieder ohne nähere Bestimmungen können abgesondert werden. Besonders häufig kommen abgesonderte Attribute und Adverbialbestimmungen vor, seltener Objekte.
Das abgesonderte Attribut ist immer nachgestellt und wird ausgedrückt:
1. durch ein und mehrere Adjektive bzw. Partizipien, die ihre grammatische Abhängigkeit, die Kongruenz, meist einbüßen und in der Kurzform auftreten;
Mein Werk, gut oder schlecht, würde seinen historischen Platz in dieser Reihe und Überlieferung einnehmen... (Th. Mann)
Der Quangel ist so ein richtiger alter Arbeiter, ausgemergelt, ausgepumpt, der hat keinen eigenen Gedanken mehr im Kopf. (H. Fallada)
Bezeichnet das attributive Adjektiv die Zugehörigkeit zu einer Gattung, Sorte usw., so tritt das abgesonderte Attribut in der flektierbaren Form auf.
Der Vater kannte alle Pilzarten, eßbare und giftige. (J. R. Becher)
2. durch Partizipialgruppen und durch Adjektive mit näheren Bestimmungen;
Dort stand auf einer Staffelei das Bild der Mutter, umrahmt von einem grünen Vorhang. (J. R. Becher)
Hanno, bleich vor Erregung, hatte bei Tische fast nichts essen können... (Th. Mann)
Und die Sterne, groß wie Sonnen, | Schaun herab mit Sehnsuchtglut... (H. Heine)
Hans..., aus bester Familie stammend, wurde durch „eine erstklassige Erziehung“ dazu angehalten, sein Glück zu machen. (J. R. Becher)
3. durch Infinitivgruppen. Solche Attribute können nur abgesondert gebraucht werden;
4. durch präpositionale Wendungen, meist Wortgruppen. Oft wird solch ein Attribut dem Beziehungswort nicht unmittelbar nachgestellt.
„Das ist meine Mutter, die Frau Jägerin!“ führte Mops mir seine Mutter entgegen, die noch ganz einem Mädchen glich, mit blonden, lang herunterhängenden Zöpfen. (J. R. Becher)
Alle Augengläser aber, im Parkett wie auf den Rängen, richteten sich auf Loge dreizehn, gleich rechts neben der Bühne... (Th. Mann)
Die Adverbialbestimmung der Folge (konsekutive Umstandsbestimmung, Konsekutivbestimmung) bezeichnet die Folge eines Zustands und antwortet auf die Fragen: wie?, mit welcher Folge? Sie wird durch eine Infinitivgruppe mit zu oder um... zu ausgedrückt.
Sie war aber viel zu müde, um zu staunen. (A. Seghers)
An einem Frühjahrsnachmittag, der zu regnerisch war, im Garten zu sitzen, verzogen sich die Familie Malzahn, die Tante Amalie, Lenore, ihr Junge und ein paar Gäste ins Wohnzimmer. (A. Seghers)
Es war nicht hell genug, um die Gesichter zu erkennen. (E. M. Remarque)
Die Adverbialbestimmung des Vergleichs (komparative Umstandsbestimmung) gibt den Vergleich an, antwortet auf die Frage wie? und wird durch ein Substantiv, Pronomen, Adverb usw. mit den Konjunktionen wie oder als (seltener denn) ausgedrückt. Im Vergleich steht bei Gleichheit die Konjunktion wie, bei Ungleichheit als. Bei Ungleichheit enthält der Satz auch ein Adjektiv oder ein Adverb im Komparativ.
Das Linoleum auf dem Boden war glatt wie ein Spiegel. (E. M. Remarque)
Er verlor das Gefühl für Zeit wie am gestrigen Abend. (A. Seghers)
Der Frühling war gekommen, später, aber auch rascher und freudiger als gewöhnlich. (J. W. Goethe)
Die Adverbialbestimmung des Grundes (kausale Umstandsbestimmung, Kausalbestimmung) bezeichnet den Grund oder die Ursache und antwortet auf die Fragen: warum?, weswegen?, aus welchem Grunde?
„Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie wegen ungebührlichen Verhaltens vor Gericht bestraft werden können.“ (L. Frank)
Die armen Bauern bekamen durch seine Gesetze Land. (A. Seghers)
Aber nicht nur darum hatte er es am schwersten. Die Gründe lagen auch in seinem widerspruchsvollen Charakter. (W. Joho)
Die Adverbialbestimmung des Grundes wird ausgedrückt:
1. durch ein Substantiv bzw. Pronomen mit den Präpositionen aus, vor, durch, wegen, halber, um... willen, laut, kraft, gemäß, dank, zufolge u. a.;
...seine Ohren glühten ihm rot vor Kälte unter seinem schäbigen Hut... (A. Seghers)
Liau war erschöpft von dem Lärm der Straße, vom Lichtergesprenkel, von den Wanzen. (A. Seghers)
Als der letzte Zahn gezogen war, lag Hanno acht Tage lang krank, und zwar aus reiner Ermattung. (Th. Mann)
2. durch die Adverbien darum, deswegen, deshalb, daher.
Die Gesellschaft bestand meistens aus Hallensern, und Halle wurde daher Hauptgegenstand der Unterhaltung. (H. Heine)
Um diese Stunde konnte man gar gut mit ihm reden...; deswegen besuchte ihn auch sein Großwesir Mansor alle Tage um diese Zeit. (W. Hauff)
Die Adverbialbestimmung der Bedingung (konditionale Umstandsbestimmung, Konditionalbestimmung) bezeichnet die Bedingung, die den Vorgang ermöglicht, und antwortet auf die Fragen: unter welcher Bedingung?, in welchem Fall? Sie wird durch ein Substantiv bzw. Pronomen mit den Präpositionen ohne, bei, auf, unter ausgedrückt.
Das zuständige Polizeirevier... hätte meine neue Adresse auf Befragen angegeben. (J. Petersen)
„Ohne dich hätte ich es nicht fertig gebracht.“ (W. Bredel)
„Natürlich weiß ich recht wohl, Gleichen“, sagte Wolfgang, daß bei dem schauerlichen Schund in unserem Lande gutes Kunstgewerbe so dringend wie das tägliche Brot ist.“ (B. Kellermann)
Die Adverbialbestimmung der Einräumung (konzessive Umstandsbestimmung, Konzessivbestimmung) bezeichnet die Einräumung, den angeblichen, unzureichenden Grund und antwortet auf die Fragen: trotz welchen Umstandes?, wessenungeachtet? Sie wird meist durch ein Substantiv mit den Präpositionen trotz, ungeachtet, gegen, wider oder mit den konzessiven Konjunktionen obgleich, obschon, wenn (meist mit der Partikel auch) u. a. ausgedrückt.
Trotz der großen Hitze schritt er eilig dahin. (B. Kellermann)
...es war nun Zeit, aufzustehen, aber gegen seine Gewohnheit blieb er noch ein wenig liegen... (W. Joho)
Diederich, ergriffen wider Willen, fragte: „Was haben Sie vor?“ (H. Mann)
Obgleich der Jüngere, war Viktor Herbert gegenüber der Überlegene und Gebende. (W. Bredel)
Die Adverbialbestimmung des Zwecks (finale Umstandsbestimmung, Finalbestimmung) gibt die Absicht, den Zweck an und antwortet auf die Fragen: wozu?, zu welchem Zweck?
Sie stellte ihre Johannisbeeren zum Einkochen auf den Gasofen. (A. Seghers)
... er... geht eilig auf das Büro, seine Koffer zu holen. (H. Fallada)
Die Adverbialbestimmung des Zwecks wird ausgedrückt:
1. durch ein Substantiv mit den Präpositionen zu, zwecke, für;
Soll ich zum Welken gebrochen sein? (J. W. Goethe)
Frau Lukasch hielt es auch für ratsam, ihr Gedächtnis für den morgigen Termin nochmals aufzufrischen. (B. Kellermann)
2. durch einen Infinitiv bzw. eine Infinitivgruppe mit zu und um... zu;
Seine dicke Post machte ihm keine Freude mehr, er schob die Briefschaften beiseite und telefonierte herum, mit seinen Freunden Neujahrswünsche auszutauschen. (L. Feuchtwanger)
Ein paar Meter vor dem französischen Wachtposten stand ein einheimischer Polizist, der hob die Hand, um das Auto anzuhalten. (A. Seghers)
3. durch die Pronominaladverbien dazu, wozu.
„Wir haben keine Zeit zu streiten“, sagte er, „und dazu bin ich auch nicht hergekommen.“ (L. Feuchtwanger)
Die Adverbialbestimmung des Maßes gibt das Maß, das Gewicht, das Alter an, antwortet auf die Fragen: wie hoch?, wie alt?, wie tief? u. a. Sie bezieht sich auf die prädikativen Adjektive: hoch, lang, breit, tief, schwer, alt und wird durch ein Substantiv im Akkusativ mit einer Kardinalzahl ausgedrückt.
Das Haus war drei Stockwerke hoch... (A. Seghers)
Als er sieben Jahre alt war, ward er zur Schule geschickt... (Th. Mann)
Die Adverbialbestimmung der Modalität (modale Umstandsbestimmung) bezeichnet das Verhalten des Redenden zur Realität der Aussage. Sie bezieht sich auf den ganzen Satz und wird durch Modalwörter (wahrscheinlich, vielleicht, zweifellos, gewiß, wohl u. а.) und Wendungen mit modaler Bedeutung (in der Tat, ohne Zweifel, in Wirklichkeit) ausgedrückt. Ein geeignetes Fragewort fehlt hier.
„Ich bin also krank“, dachte er, „wahrscheinlich schwer krank“. (W. Bredel)
Vielleicht sind in unserem Land noch nie so merkwürdige Bäume gefällt worden wie die sieben Platanen auf der Schmalseite der Baracke III. (A. Seghers)
„Der Fall war natürlich von Anfang an klar.“ (H. Mann)
Jetzt sieht sie in der Tat wie Lukrezia Borgia aus. (E. E. Kisch)